Beiträge von thomo

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    Original von Winston Smith
    Wenn man ein RGB-Profil benutzt ist für mich
    selbstverständlich, daß man Photoshop auf RGB eingestellt hat.

    Welches RGB meinst Du, das Du in Phothsop einstellst - das Monitor-RGB?

    Hmh... ein paar Anmerkungen...


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    Original von Winston Smith
    Es besteht eventuell die Möglichkeit, Farbmanagement unter Vista nachzu-rüsten.

    Nein. Farbmanagement ist implementiert und arbeitet mit farbmanagementfähiger Software auch korrekt. MAC-like das Monitorprofil zum Systemfarbraum zu machen, das geht nicht.


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    Original von Winston Smith
    Photoshop arbeitet mit dem Aobe-RGB Farbraum

    Nicht zwangsläufig. Kommt drauf an, welchen man eingestellt hat...


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    Original von Winston Smith
    Die "Lösung" wäre Photoshop auf den sRGB-Farbraum zu reduzieren.
    Das Ergebnis ist folgendes:
    Man hätte die gute Darstellung in Photoshop auf die mäßige Darstellung in
    Windows reduziert.

    Das stimmt so nicht. Es würde allenfalls in dem unwahrscheinlichen (unmöglichen) Fall klappen, wenn der Monitor von sich aus ganz exakt sRGB darstellen würde.


    "Mit Farbmanagement" in diesem Zusammenhang heißt: die RGB-Werte einer Datei werden auf die entsprechenden RGB-Werte des Monitors umgerechnet - sie werden konvertiert (und zwar relativ farbmetrisch).
    "Ohne Farbmanagement" werden den RGB-Werten einer Datei einfach die RGB-Werte des Monitors zugewiesen - und zwar qua Hardware (also Monitor).


    Zur Eingangsfrage: die Vista-Fotogalerie ist farbmanagementfähig. Allerdings muss nach Umstellen des Profils erst der Rechner neu gestartet werden - nur so kann die Fotogalerie das Profil laden.
    Andere, nicht farbmanagementfähige Programme (Internet Explorer, Media Player u.a. ..) zeigen Farbe und Gamma prrinzipbedingt falsch an.

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    Original von leando
    Ich habe gesehen, dass viele Händler den EIZO CG241W mit dem Colorimeter DTP94 im Bundle ausliefern. Ist wahrscheinlich sinnvoll, den dann auch gleich so zu bestellen, oder?

    Soweit ich das sehe, wird das DTP94 im Bundle mit 200,- berrechnet.


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    Original von leando
    Kann ich den Monitor überall bestellen, oder ist es sinnvoller, da zu einem Fachhändler zu gehen, der sich auf Farbkalibrierung spezialisiert hat? (ehrlich gesagt wüßte ich da niemanden im süddeutschen Raum..)

    Überall leider nicht. Eizo ist da etwas seltsam. Auf der Internetseite von Eizo findest Du Online-Händler. T-Online-Shop ist fix und i.d.R. "günstig" und man kann innerhalb einer best. Frist auch ohne Grund umtauschen (14Tage glaube ich). Das ist dann sinnvoll, wenn der Monitor eine Macke haben sollte, die lt. Garantie aber keinen Umtausch begründet. Z.B. wenn er 3 Pixelfehler hat - Umtausch gibt's nämlich erst ab 6 Pixelffehlern.
    Da wird nun oft gesagt, es sei ein "unfaires" Verhalten, so etwas zu kaufen und dann einfach zurückzuschicken. Sehe ich anders: ich finde es unfair, dass man so ein Highend-Teil nicht im Laden ansehen und exakt wie besehen erwerben kann! Und es ist nun mal so, dass jedes Display auch innerhalb einer Baueihe unterschieldich sein kann. Das fängt bei der Ausleuchtung an und hört bei der Displayoberfläche noch nicht auf.


    Dann gibt's noch den TFT-Shop. Ich könnte mir denken, dass Du dort das DTP94 für unter 200,- zum CG241W dazu bekommst ;-) Einfach mal fragen?! Und dann würde ich auf BasICColor erst mal verzichten - oder hast Du tatsächlich einen zweiten Schirm, der auch direkt kalibriert werden muss?
    Das ist ohnehin ein Sonderthema - einen zweiten Schirm bekommst Du allenfalls dann "gleich", wenn er das gleiche Panel hat. Wenn Du also z.B. einen kleinen 19'' als Palettemonitor daneben stellst... dann kann es durchaus reichen, den per hand auf den gleichen Weißpunkt zu justieren und ihn ansonsten gar nicht zu kalibirieren. Auf diese Weise stört er nicht... und die eigentlichen Bilder/Grafiken schaust Du ja auf dem großen an.


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    Original von leando
    Ach, noch was. Ich arbeite auf MAC ( Mac Pro Intel, OSX 10.4). Hab gelesen irgendwo im Forum, dass jemand unter mac Probleme mit dem Einrichten des Monitors hatte, könnt Ihr das bestätigen oder ist das eher ein Bedienungsfehler?

    Bedienungsfehler.


    Wenn Du das Teil hast, kannst Du Dich nochmals melden. Dann kann ich Dir ein paar Dinge sagen, die Du checken solltest.

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    Original von Winston Smith
    Nur wenn ich das DTP94 mit der Software kaufe, habe ich noch immer die Möglichkeit, andere Monitor zu kalibrieren.
    Der Preis mit Software und einzeln ist doch wohl nicht so groß oder?

    Das stimmt natürlich.
    Preise... weiß nicht. Mit Software sind sie ja bekannt. Solo muß man die Händler fragen.
    Aber bevor man ein Eye One LT mit Software für 180,- kauft, sollte man natürlich lieber iColor Display mit DTP94 für 200,- kaufen. Die 270,- für das Eye One Display 2 mit der Match-Software sind abartig. Für's gleiche bzw. weniger Geld gibt's BasICColor Display 4 mit dem Squid 2 (gleiches Messgerät wie i1 Display LT und i1 Display 2) und das ist dann auch professionell. Wenn der Eizo irgendwann zu einem anderen Monitor abgeglichen werden soll, dann wäre BasICColor wohl die bessere Wahl, weil die Software den Eizo eben auch hardwaremässig anspricht.

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    Original von Winston Smith
    Vernünftige Colorimeter (iColor Display/DTP 94) ab 200,-- Euro.

    iColor Display spricht den Eizo aber nicht für Hardwarekalibration an.
    Dazu braucht man BasICColor Display 4 oder Eizos eigene Software Color Navigator 5.1 (Lieferumfang - und die auch mein "Tip", nachdem ich beide parallel lange verglichen habe).
    "leano" braucht also nur das Messgerät solo. Ein DTP94 wäre wohl erste Wahl, aber i1 Display "2" bzw. "LT" bzw. "Squid2" sind auch sehr gut. Finger weg vom Spyder.

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    Original von leando
    Setzt Du den Monitor auch für den Druckbereich ein?

    Jein, im Fotobereich (wird aber alles geprintet... und alles unter Normlichtbedingungen usw.).


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    Original von leando
    Ist der Unterschied wirklich spürbar zw. Hardware-kalibriert und den anderen Modellen? Die Röhren unterscheiden sich ja so wie ich das bei EIZO gelesen haben nicht mehr, bei dem SX2461W als auch beim CG241W werden ja inzw. S-PVA eingesetzt...nur bei dem "großen" CG221 wird das S-IPS verwendet... irgendwie fällt es mir grade schwer, die Unterschiede zu verstehen und richtig zu bewerten.


    - der Unterschied zw. Softwarekalibration und Hardwarekalibration ist groß und entscheidend. Was wiederum nicht heißt, dass man mit Softwarekalibration nicht vernünftig arbeiten kann. Aber maximale Tonwertsufen und bessere Tiefenzeichnung sprechen für Hardwarekalibration.
    - S-PVA vs. IPS: bezügl. Farbverbindlichkeit wirst Du da keinen Unterschied ausmachen können. S-PVA hat eine bessere Blickwinkelstabilität bezüglich Kontrast. IPS eine bessere bezüglich Farben. Aber die Unterschiede sind wirklich gering
    - der CG221 ist eine andere Klasse Display und kostet ja auch gleich das dreifache. Auch hier: der Unterschied zwischen CG241W und CG221 oder auch NEC SV21 Reference ist so groß nicht. Allerdings sind die beiden Top-Teile eben noch eine Spur präziser, haben größere Farbräume (100% AdobeRGB) die Ausleuchtung ist perfekt und man muss nicht so oft nachkalibrieren (d.h. die sind auch nach 6 oder 8 Wochen noch spitze, während der CG241W vielleicht so alle 4 Wochen zumindest mal gecheckt werden sollte). Aber in der täglichen Praxis dürfte der Unterschied nicht so gravierend sein. Es sei denn, Du sitzt viel mit Kunden, also zu zweit vorm Monitor - dann ist Blickwinkelstabilität natürlich Trumpf. Aber: selbst auch bei einem NEC SV21 Reference muß man genau in der Mitte des Schirms sitzen, um alles präzise beurteilen zu können (meine Meinung).
    Unterm Strich ist der Unterschied zwischen softwarekalibriertem Eizo SX und hardwarekalibriertem CG241W entscheidender als der Unterschied CG241W und CG221 - einfach, weil Hardwarekalibration eine Menge ausmacht. Den CG241W würde ich als Einstieg in die Königsklasse werten und in der werden die Unterschiede schnell geringfügig.
    Was Du Dir noch anschauen kannst ist Quato. Die, die ich bislang gesehen habe, waren alle sehr gut, auch und insbes. die Ausleuchtung. Liegen preislich aber über dem CG241W.
    Dass Du den Schirm nicht vernünftig eingestellt bekommst, darüber brauchst Du Dir keinen Kopf machen. Da fummelt man sich rein.
    Allerdings: Messgerät draufhalten und in der Software auf "Start" klicken... damit ist es noch lange nicht getan. Ein bißchen damit beschäftigen muss man sich schon. Aber es ist kein Hexenwerk...

    Hier habe ich was zum CG241W geschrieben (inzwischen aber ~1.500,-):

    Und im Anhang mal noch Validierung nach Kalibration mit BasICColor Display4 (ich benutze allerdings nur Eizos eigene Software Color Navigator 5.1 ... ist beim CG241W dabei bzw. gibt's als freien Download bei Eizo).
    Zum NEC2690WUXi ist zu sagen, dass die jüngeren Modelle nicht mehr hardwarekalibrierbar sind. Und es wird ab und an berichtet, dass Luminanz unter 140cd/qm nicht problemlos abzugehen scheint.

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    Original von seekuh
    mich würde die sRGB Abdeckung und Qualität der Helligkeitsverteilung dieses Bildschirms sehr interessieren.

    Ich kann es nur für den CG241W sagen. In dieser Klasse Display wird man wohl eher keinen Schrim finden, der eine perfekte Ausleuchtung hat. Aber sie ist m.E. dennoch sehr gut. Anbei mal Uniformity-Report aus dem UDACT von meinem CG241W. Ganz in den Ecken sieht's dann nochmals etwas anders aus (ganz links unten bei mir etwas heller und Richtung Cyan, ganz rechts unten etwas Richtung Gelb... aber ganz in den spitzen Ecken und messtechnisch gesehen auch noch im Rahmen... für mich egal), aber in den Ecken wird man ja nicht farbkritisch arbeiten.
    sRGB wird bei mir vollständig abbgedeckt bis auf die Ecke im hochgesättigten Blau und Magenta. Aber erstens ist das ziemlich wenig, was da fehlt und zum anderen braucht man eben diese Farben ja eh für nix... was mal auf Papier soll. Das ganze bei Kalibration auf Weißpunkt um die 5600K.
    Ob das so auch auf den CG222W übertragbar ist... keine Ahnung. Aber in etwa ähnlich sollte es wohl schon aussehen.

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    Original von Istvan
    Was meinst du mit: "WCG Ausführungen"

    Ich nehme an "Wide Color Gamut"... jedenfalls spielt "Sailor Moon" hier auf den "erweiterten" Farbraum an.


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    Original von Istvan
    Ich neige dazu einen Nec 2490 zu wählen. 26" ist für Schnitt zu groß. Der CG241 ist zu teuer... Der NEC ist nicht unbedingt schlechter...

    Der CG241W hat aber für Dich evtl. einen Vorteil: der hat 2 Speicherplätze für Hardwarekalibration, einer davon mit Farbraumemulation. Du kannst also z.B. nach PAL (oder was immer) kalibrieren. Das ganze kannst Du direkt aus der Kalibrationssoftware "Color Navigator 5.1" (Lieferumfang bzw. freier Download bei Eizo) heraus ansteuern.
    Wie das genau geht, den Monitor auf den kleineren Farbraum zu drosseln und dann z.B. PAL zu emulieren, das weiß ich nicht. Aber das kann Dir der Support von Eizo erklären.
    Um dann z.B. für Arbeit in Photoshop den vollen Farbraum zu nutzen, schaltest Du einfach in Color Navigator auf die entsprechende Kalibration um.
    Solche Optionen hast Du nur bei einem hardwarekalibrierbaren Display im Verbund mit geeigneter Software...

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    Original von ragnarok56
    1) Ich habe Spyder2, aber anscheinend ist dies ja nicht zu empfehlen. Welchen Kalibrierer sollte ich anstelle nehmen?

    Spyder 2 geht mit dem Gerät in die Hose. Empfehlenswert wäre das DTP94 ;-) Oder ein Eye One Display 2 oder LT oder ein Squid2. NICHT Spyder 3, weil er in Eizos Kalibrationssoftware nur eingeschränkt nutzbar ist. Eizos Software ist sehr amtlich; Du brauchst also nur das Messgerät solo.


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    Original von ragnarok56
    Ich schaue Filme,Fernsehen usw am PC, existiert das Problem da auch?

    Ja. Oder besser jein. Du kannst für farbunkritische Geschichten dann einfach einen sRGB-ähnlichen Preset am Monitor einstellen. Du kannst auch auf einem zweiten Speicherplatz z.B. nach PAL kalibrieren. Umschalten per Knopfdruck, das macht es einfach...


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    Original von ragnarok56
    3)Gibt es Alternativen in dem Bereich von 1000-1100€? Oder ist das CG222W rundum zu empfehlen?

    Ich habe den "großen Bruder" CG241W. Außer der Panelgröße sind die beiden meines Wissens identisch. Von daher kann ich ihn empfehlen. Für mehr Qualität muss man dann gleich richtig viel mehr hinlegen (es sei denn ein 21'' Quato käme auch in Betracht, aber auch der ist deutlich teurer). Die Frage ist aber, ob man das mehr an Qualität der absoluten Highend Geräte mit bloßem Auge überhaupt sehen kann.
    Ein hardwarekalibrierbares Wide Gamut Display in dieser Preisklasse (und Güte) findest Du momentan niergends sonst... nicht dass ich wüßte jedenfalls.

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    Original von Andi
    Außerdem kann bei einer Kalibration der Helligkeitswert über die Grafikkarte ja weiter abgesenkt werden.

    Verlustbehaftet.

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    Original von Andi
    Die UGRA-Zertifizierung ist mit 120 cd/m² bestanden worden. Insofern dürfte die zu hohe Helligkeit wohl eher die Profigrafiker stören und die werden sicherlich nicht unbedingt als erstes zum Dell greifen.

    Das ist sicherlich richtig. Was ich - eben deswegen - nicht so ganz nachvollziehen kann ist dann, dass im Fazit steht:
    "Im kalibrierten Zustand liefert der Dell 2709W gute bis sehr gute Ergebnisse in der Farbräumen sRGB, AdobeRGB und ECI-RGB 2.0"
    Das finde ich eigentlich ein bißchen unschön. Bei Kalibration nach 6500K/Gamma 2.2 (Adobe RGB) kommt bei 75% Grau - also genau den Tönen, in denen man am sensibelsten auf Farbstiche reagiert - ein DeltaE von 2.4 raus. Bei 5800K/Gamma 1.8 (UDACT) bei 95% 0.99, bei 90% 1.50 und bei 85% 0.92 DeltaE. Das ist doch ungenießbar. "Profi" und/oder Normlicht hin oder her. Farben dürfen ja gerne mal ausreißen, aber im Grau ist das ja ein auch mit "ungeschultem Auge" wahrnehmbarer Farbstich.
    Mit ist schon klar, dass man das ganze möglichst objektiv beurteilen sollte und da hilft so ein UDACT-Report natürlich sehr weiter. Aber an dieser Stelle würde ich mir einen "subjektiven" Kommentar durchaus wünschen (und den könnt Ihr Euch m.E. auch "trauen"). Immerhin werden die Prad-Tests von unzähligen Usern wie die heilige Schrift rezipiert :-)
    Gut finde ich dann wiederum, dass erwähnt wird, man solle im UDACT-Report auf die Graubalance achten - wo der Test eben eigentlich verfehlt wird.
    Für "Bildbearbeitung" wäre es mit Blick auf die Messdaten m.E. allenfalls ein "gut"... eigentlich eher ein "fast gut"... und auch nur im Verhältnis zum Preis.

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    Original von derGhostrider
    Ja, warum diskutieren wir denn überhaupt, wenn wir uns einig sind? ;)
    Ich habe doch die 120cd/m² als 100 gesetzt! Also auf den Wert, der meiner Kalibration entspricht / entsprechen sollte.

    Du bist immer noch auf dem falschen Dampfer. Ebensogut könntest Du die Bildschirmdiagonale mit 100 gleichsetzen und das DeltaE zu mittlerem Grün ausrechnen. Der Rechner wird Dir schon irgendwas ausspucken. Aber die Eingabe ist ja schon falsch.
    Du schaust doch bei der Kalibration sicher ab und an zu. Abhängig von der Software wird da an der Grauachse länger oder kürzer rumgekurbelt. Das ist die Kalibration (zuvor wurden natürlich Weißluminanz, Weißpunkt und Schwarzluminanz in der Hardware angesteuert).
    Nach der Kalibration folgt die Messung für die Profilierung. Bei dieser Messung wird doch auch Weiß gemessen. Und um dieses Weiß geht es! Die DeltaE-Abweichung bei der Validierung beschreibt die Abweichung von Profil(-Wert) zu tatsächlichem Ist im Moment der Validierung. Du kannst auch vorne 400cd/qm vorgeben. Sofern bei der Profilierung 115cd/qm gemessen wird, dann ist das die Referenz. ABER: um die Leuchtdichte geht es dabei sowieso nicht. Es geht um den Weißpunkt in Kelvin bzw. in Yxy um die Werte x und y.

    Zitat

    Original von derGhostrider
    L* ist visuell gleichabständig.

    ja doch...


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    Original von derGhostriderSag mal, hast Du Dir die Formel für deltaE mal angeschaut? Natürlich spielt die Helligkeit eine Rolle! Du kannst doch nicht einfach behaupten, daß dem nicht so wäre, obwohl in der Formel für deltaE: Wurzel((L1-L2)^2 + (a1-a2^2 + (b1-b2)^2) das genaue Gegenteil steht.
    Abweichungen auf den Farbachsen sind genau so schlimm wie Abweichungen bei der Helligkeit.

    Du denkst halt, das L* in Lab hätte mit der absoluten Helligkeit zu tun bzw. mit der Leuchtdichte. Dem ist aber nicht so. Wie würde dann Farbmanagement funktionieren? Wie (absolut) hell ist RGB 255-255-255, also L 100/a 0/b 0 in z.B. AdobeRGB oder sRGB?
    Deswegen der Dir bekannte Screenshot aus Basiccolor Display. L steht für die Helligkeitsachse im Farbraum. Dabei ist L 100 eben Weiß. Wie hell das absolut ist, ist für das DeltaE unerheblich. Ob der Monitor nun auf 40cd/qm eingestellt ist oder auf 1000cd/qm - das hellste, was das Gerät anzeigt, ist dann eben Weiß und wird als L 100 definiert. Nichts sonst.

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    Original von derGhostrider
    L=0 ist schwarz. Das ist natürlich klar, spielt in diesem Fall aber überhaupt keine Rolle. Deine Argumentation greift also nicht.
    ...
    Falls es Dir entgangen ist, sagte ich auch, daß 100 das Maximum auf der L-Achse ist. Meine Umrechnung ist vollkommen korrekt! Egal wie die Helligkeit denn nun gemessen wird, also ob in LUX, Candela, nits oder von mir aus "Photonen pro mm² und s" macht überhaupt keinen Unterschied! Das Maximum entspricht dem Maximalwert, also der 100, auf der L-Achse. 120cd/m² entspricht also 100. Meine Umrechnung 100/120*116 gibt also den einzutragenden Wert für die 116cd/m² an: ca 96,7.

    Ich hätte auch sagen können L 100 ist Weiß. L 0 ist Schwarz war nur ein Beispiel.
    Aber Du verwechselst dennoch was. Du kannst doch nicht einfach sagen Du setzt 120cd/qm als L 100 (was zunächst mal "stimmt", denn Weiß wird ja immer als L 100 definiert - aber völlig unabhängig von der Helligkeit - L 100 ist Weiß auf einem Schirm, der 80cd/qm Helligkeit hat ebenso wie auf einem, der 140cd/qm Helligkeit hat) und errechnest Dir jetzt linear, welche Lab-Werte welcher Helligkeit entsprechen. Dann wäre also L 50 halbe Helligkeit, also 60cd/qm?? Selbst wenn das so wäre (ist nicht so), dann würde das ja allenfalls bei Kalibration nach L* so sein; bei Gamma 2.2 oder Gamma 1.8 müßte was anderes raus kommen, weil die Helligkeitsverteilung anders ist. Aber wie gesagt - da es eh nicht so ist, ist das witzlos.*


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    Original von derGhostrider
     Ich suche immernoch eine Begründung, warum die Helligkeit während der Kalibration und zwar nach der Weißpunktjustage absackt.

    Weil zunächst die Helligkeit justiert wird und dann via RGB-Justage der Weisspunkt. Da bei RGB-Justage nur gegen Minus geregelt werden kann (Preset ist ja RGB je auf 100%) verliert man dabei zwanglsläufig etwas Licht.
    Das ist immer so. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt und auch abhängig davon, wie die Software das handelt. Bei Softwarekalibration kann man das "zu Fuß" gut nachvollziehen: man stellt auf z.B. 120cd/qm. Dann regelt man RGB auf den gewünschten Weißpunkt. Springt man zurück zur Weißluminanz, so ergibt sich dort eine mehr oder weniger große Abweichung. Die kann man dann nochmals ausgleichen, sofern gewünscht.
    Grundsätzlich gibt es Werte bzw. Wertekombinationen, die ein Schirm in der Hardware nie ganz 100%ig trifft. Also mal als Beispiel 5000K. Wenn der Schirm mit seinen RGB-Kanälen die nicht ganz genau erreicht, dann "springt" er zwischen z.B. 4994K und 5008K hin und her und muss sich irgendwann entscheiden (wie gesagt - die Werte nur mal als Beispiel!). Dann kann es sogar sein, dass sich das bei der Kalibration bis in die tiefen Töne so fortsetzt. Manchmal hilft es dann schon, einach z.B. 5010K vorzugeben, weil eben der Monitor mit seiner soundsoviel Bit-Auflösung die aktuell besser erreicht. Ob das dann nur eine kosmetische Korrektur mit Blick auf die Delat-E-Werte ist, oder man der Hardware damit tatsächlich einen Gefallen tut, das sieht man ja dann.
    Was Du also mal probieren kannst: einfach mal Deine Zielvorgaben geringfügig ändern: den gemessenen Weißpunkt nach kalibration mal als Vorgabe wählen (wenn bei Vorgabe 5000K tatsächlich 5012K rauskommen, die dann also vorgeben) und bei der Helligkeit einfach einen etwas höheren Wert angeben; z.B. 122cd/qm statt 120cd/qm. Einfach mal probieren...


    Du darfst ja auch eins nicht vergessen: die Auswertung (Validierung) der Kalibration bezieht sich ja immer auf den Referenzwert! Also eben Deine Vorgaben von Weißpunkt und Gamma. Wenn Du mal nur profilierst und das dann validierts, dann siehst Du die Farbaweichungen der Farben zueinander mit Bezug auf den tatsächlichen (nicht den bestellten!) Weißpunkt. Idealerweise sind damit die Abweichungen auf der Garauachse praktisch gar nicht vorhanden (0.0x bei guter Linearisierung), dafür dürfte es bei einer oder mehr Farben evtl. eine deutlichere Abweichung geben. Das hängt dann vom Display ab.


    *edit: zudem - und das ist letztlich das Entscheidende - spielt der Unterschied zwischen vorgegebener und erreichter Helligkeit bei der DeltaE-Rechnung eh keine Rolle. Da geht's doch nur um Farbwerte (die zwischen Schwarz, egal wie dunkel, und Weiß, egal wie hell, berechnet werden):

    Zitat

    Original von derGhostrider
    Eine HP-Seite zur Berechnung eines DeltaE:

    Gibt man nun die Koordinaten für Weiß von D65 ein und trägt bei L (Helligkeit) einmal die Äquivalente von 120 und 116 ein, so sieht man, daß es den deltaE-Wert stark beeinflusst. Immerhin ein DeltaE von 3.3.
    Wer Tippfaul ist, kann auch a* und b* = 0 setzen und erhält somit reines Weiß. Macht keinen Unterschied, da die Differenz, wenn sich nur die Helligkeit verändert, eh null ist. Ob nun 0,321 - 0,321 = 0 oder 0-0 = 0 macht also keinen Unterschied.

    Du verwechselst da scheinbar was und schmeißt Yxy und Lab durcheinander.
    Das blöde an Lab ist, dass immer richtig gerechnet wird, auch wenn das Ergebnis totaler Unsinn ist :D
    L 0 z.B. ist immer Schwarz. Egal, was bei a und b steht - das sind dann nur mathematische, aber keine realen Farben. "Blaues Schwarz" gibt's eben nicht. Schwarz ist Schwarz ist Null. Und ein Lab-Wert über 100 existiert überhaupt nicht. Da hast Du Candela bzw. cd/m^2 mit Lab verwechselt.
    Insofern stimmt auch Deine Schlußfolgerung nicht.

    Mal vorweg: die Messwerte sind absolut gesehen natürlich immer noch super gut. Kein Grund zur Sorge. Und mit Sicherheit kein Grund für einen "Garantiefall".
    Dich fuchst jetzt aber, dass die Abweichungen sich im Verhältnis zu vorher "plötzlich" geändert haben.
    Was heißt "plötzlich"? Du kalibrierst ja (hoffentlich) nicht jeden Tag. ...
    Also sagen wir mal in den letzten 4 Wochen.
    RGB verändert sich eben... bis nach einer bestimmten Zeit nix mehr richtig geht. Aber davon biszt Du logischerweise noch meilenweit entfernt.
    Um das "Problem" mal einzukreisen: wie sieht denn die Grauachse aus? Hast Du mal die Validierungswerte (mit tiefen Tönen bzw. Priorität Gray Balance)?

    Zitat

    Original von Rudi Carrera
    thomo, ich habe mit der Kalibrierung kein optimales Ergebnis erziehlt, erst ein Anruf bei Quato in Braunschwei brachte den entscheideneden Hinweis, ich solle es mit dem Intellipoint 260 versuchen. Danach war alles OK.

    Dann scheint also die Korrektur für den Intelliproof für andere Wide Gamut Displays auch geeignet. Gut zu wissen - Danke!

    Zitat

    Original von Photofreak
    Noch mehr Leistung (Bildqualität) hätte ich wohl erst in der 1000€-Klasse bekommen, und soviel will ich denn doch nicht ausgeben.

    Das kommt immer darauf an, was man als Qualität bezeichnet. Ein Eizo S2431W z.B. hat zwar einen kleineren Farbraum, aber dafür kann man den ohne Verlust von Tonwertstufen kalibrieren (zumindest im Rahmen des techn. Machbaren bei Kalibration über GraKa). Ein 8bit-Panel hat Verluste, sobald man RGB anfasst... und zwar zwangsläufig. Zudem kann man den Eizo ohne Schmerzen auf eine geeignete Helligkeit drosseln. Überdies kommen die Eizos schon ab Werk recht gut linearisiert.
    Aber schau Dir den Dell mal an... vielleicht passt ja alles für Dich...