DisplayHDR True Black: Neuer Standard für OLED- und MicroLED-Monitore

Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat einen neuen HDR-Standard bekanntgegeben

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Erstmals vor etwa einem Jahr wurden spezielle Standards (DisplayHDR 1000, 600 und 400) für HDR-Monitore durch die VESA kommuniziert. Zu den drei bisherigen Stufen kommt der neue Standard „DisplayHDR True Black“ mit den Stufen 500 und 400 sowie DisplayHDR 500 dazu. Während die bisherigen Standards für LED-Monitore entwickelt wurden, gilt der neue für OLED- oder MicroLED-Displays. Diese verwenden keine Hintergundbeleuchtung, da sie selbstleuchtend sind, und können deshalb ein tiefes Schwarz darstellen. Noch gibt es zwar keine Monitore mit OLED- oder MicoLED-Technologie, aber es ist doch immer schön, schon mal einen Standard zu definieren. Gerade erst stellte Samsung den Prototyp eines 75-Zoll-Fernsehers mit MicroLED auf der CES 2019 vor.

DisplayHDR True Black
Neuer VESA-Standard DisplayHDR True Black (Bild: VESA)

HDR-OLEDs oder MicroLEDs kommen im Gegensatz zu TFT-Monitoren, wie oben schon erwähnt, ohne LED-Hintergrundbeleuchtung aus. Die Bildpunkte dieser beiden Technologien sind selbstleuchtend und können pixelgenau abgeschaltet werden. Das wiederum führt zu einem sehr hohen Kontrast und einem wirklich tiefen Schwarz. Mit einer herkömmlichen LED-Hintergrundbeleuchtung, wo eine größere Fläche beleuchtet wird, kann ein solch tiefes Schwarz nicht erzielt werden. Selbst Monitore mit „Local Dimming“ schaffen dies nicht.

Um nach dem neuen Standard spezifiziert zu werden, schreibt die VESA für True Black einen Schwarzwert von maximal 0,0005 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) vor. Da durch den geringen Schwarzwert der Kontrast bei OLED- und MicroLED-Displays, obwohl sie nicht ganz so hell leuchten, höher ist als bei LCDs, fallen die Anforderungen an die Maximalhelligkeit bei DisplayHDR True Black geringer aus, als bei DisplayHDR. Die 500er-Klasse hat die VESA allerdings hauptsächlich für Laptops mit HDR-Unterstützung eingeführt. Bis auf die Helligkeit sind die Anforderungen identisch wie bei DisplayHDR 600. Scheinbar werden die Notebooks bei 600 cd/m² zu heiß. Mit der reduzierten Helligkeit will man hier entgegenwirken. Ganz nach dem Motto: Bekommen wir die Kühlung nicht in den Griff, passen wir die VESA-Standards an.

Beim Farbspektrum gilt bei DisplayHDR True Black ebenfalls eine Abdeckung des DCI-P3-Farbraums von 90 Prozent, bzw. 99 Prozent von BT.709. Ebenso muss eine Farbtiefe von mindestens 8 Bit pro Farbkanal möglich sein und das Bild mit mindestens 10 Bit berechnet werden können.

Seit der Einführung der Standards im Dezember 2017 sind laut VESA bereits mehr als 30 Monitore von neun verschiedenen OEMs mit einer DisplayHDR-Zertifizierung erschienen. Die VESA rechnet damit, dass die Standards in den kommenden Monaten weiter Akzeptanz finden.

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