Schlankheitskurs: Rahmen von Public Displays werden immer dünner

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Wie die Industriemesse ISE in Amsterdam gezeigt hat, bilden Digital-Signage-Displays einen kleinen, aber rasant wachsenden Markt. Laut Displaysearch hat das Segment 2010 um 44 Prozent zugelegt, weitere fünfzig Prozent sollen in den nächsten zwei Jahren dazukommen. Dennoch wird beim Blick auf die 2010 verkauften Stückzahlen der Riesen-Monitore eine Diskrepanz zu LCD-TVs deutlich:

Scheinbar rahmenlos: Bildwand in einem Kontrollraum bei DVB-T-Miterfinder Arqiva. (Foto: Christie Digital)

Maximal 2,3 Millionen verkauften Digital-Signage-Monitoren stehen etwa 180 Millionen Flachbildfernseher gegenüber. Doch Public-Display-Lösungen versprechen ein lukratives Geschäft mit hohen Gewinnspannen, wie ein Blick auf das Preisniveau dieser Kategorie offenbart. Den Marktforschern zufolge verkaufen vor allem große Anbieter die Bildschirme für den Einsatz im kommerziellen Bereich. Von den Topmarken, die Public Displays in den USA anbieten, wetteifern Samsung, NEC, LG Electronics und Sharp darum, wer das Modell mit dem dünnsten Rahmen anbietet. Die Stegbreite reicht von 15 bis hinab zu fünf Millimetern.

Die beinahe rahmenlosen Public Displays haben den Vorteil, sich im Verbund von Videowand-Installationen optisch fast nahtlos zu riesigen Bildwänden zusammenzufügen. Solche Monitor-Konglomerate lassen im Innen- wie im Außenbereich einsetzen, früher Domäne von LED-Bildwänden. Diese haben zwei entscheidende Nachteile: Sie sind äußerst preisintensiv und aufgrund von drei Millimeter großen Pixeln in der Auflösung beschränkt. Aktuelle Public Displays bieten Full-HD-Auflösung auf 55 Zoll.

Rückprojektions-Displays mit DLP-Technik, eine andere Alternative zu LCD, lassen vor allem Blickwinkelstabilität vermissen und können, bedingt durch ihre Bautiefe, nicht halb so flexibel eingesetzt werden. Daher muss auch diese Variante zunehmend LCDs mit extrem dünnem Rahmen weichen. Selbst Unternehmen wie Planar (Clarity), Barco und Christie Digital und Mitsubishi, die schon seit Jahren im Rückpro-Segment engagiert sind, orientieren sich um.

Neben LED- und Projektionstechnik finden sich zunehmend auch Plasma-Displays als Digital-Signage-Lösungen. Bestes Beispiel: Orion, Spezialist für Plasmas mit schmalem Rahmen. Aber auch Markt-Neuankömmlinge wie LG setzen nicht allein auf LCD, sondern entwickeln gleichzeitig auf Plasma-Basis.

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