Test Arctic Z1-3D – Monitor-Arm mit Gaslifttechnologie

Der Arctic Z1-3D ist ein Monitor-Arm mit Gaslifttechnologie, der es ermöglicht den Bildschirm Heranzuziehen, Wegzuschieben und frei vertikal zu bewegen

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Einleitung

Ergonomische Funktionen eines Standfußes sind bei vielen Käufern eines Monitors ein wichtiges Entscheidungsmerkmal. Anwender, die sich in diesem Bereich nicht einschränken lassen wollen, können diese zum Beispiel mit einem flexiblen Monitor-Arm nachrüsten. Diese Lösung ist in der Regel zudem flexibler als ein Standfuß und nimmt weniger Platz auf dem Schreibtisch weg.

Vor einigen Tagen haben wir bereits den Monitor-Arm Arctic Z1 Pro getestet, der gut abgeschnitten hat, aber bei der Höhenverstellung nicht überzeugen konnte. Dieses Manko soll der Arctic Z1-3D beheben. Spendiert wurde ihm dafür ein Gaslift-Arm, der vor allem in der Vertikalen eine große Bewegungsfreiheit verspricht. Als zusätzliches Feature wurde auch bei diesem Exemplar ein USB-3.0-Hub im Fuß verbaut.

Die Spezifikationen zeigen, dass bei diesem Monitor-Arm die Größe und das maximale Gewicht etwas geringer ausfallen. Mit maximal 38 Zoll und 8 kg dürfte das Produkt aber trotzdem für die meisten aktuellen Geräte auf dem Markt ausreichend dimensioniert sein. Wir testen den Monitor-Arm ebenfalls mit unserem 34 Zoll großen Ultrawide-Monitor, der etwa 7,5 kg wiegt.

Lieferumfang

Die Verpackung des Arctic Z1-3D misst 411 x 96 x 188 mm (B x H x T) und ist 3,5 kg schwer. Sie ist damit handlich und der Transport einfach.

Produktverpackung des Arctic Z1-3D
Produktverpackung
Technische Daten auf der Rückseite des Kartons
Technische Daten auf der Rückseite des Kartons

Im Lieferumfang befinden sich der Standfuß mit dem integrierten USB-3.0-Hub, ein Netzteil, das Standbein, der zweiteilige Monitor-Arm, verschiedene Schrauben und eine Anleitung in englischer Sprache. Eine Anleitung auf Deutsch steht auf der Homepage des Herstellers ebenfalls zur Verfügung.

Lieferumfang des Arctic Z1-3D
Lieferumfang

Montage

Der Standfuß unseres 34-Zoll-Exemplars wurde bereits demontiert und der Monitor für eine erste Einschätzung vor seinen zukünftigen Verwendungsort gelegt. Ziel soll es sein, den Bildschirm während der Nutzung bequem in der Höhe verstellen zu können, um in jeder Sitzposition einen optimalen Blickwinkel zu erreichen. Das Gerät soll zudem näher an unser Sichtfeld gezogen werden können und nach dem Arbeiten wieder in der Nähe der Wand Platz finden.

Ausgangspunkt der Installation
Ausgangspunkt der Installation

Die verwendete Tischplatte ist 4 cm stark und besteht aus Massivholz. Dies ist eine ideale Ausgangsbasis, da für eine Installation eine stabile, mindestens 2 cm dicke Platte vorhanden sein muss. Vor allem Tische, die auf eine Bienenwabentechnik setzen, sind für eine Montage ungeeignet. Auf der Hersteller-Homepage wird auch von einigen IKEA-Modellen abgeraten, die vorhandenen Bedingungen sind vor der Montage daher genau zu prüfen

Für die Installation des Standfußes wird nicht viel Platz benötigt, der Schreibtisch muss lediglich von der Wand gerückt werden, damit der Fuß befestigt werden kann. Danach kann er wieder an seine ursprüngliche Position geschoben werden, wobei etwas Abstand für das USB-Kabel zum Rechner verbleibt.

Standfuß mit USB-3.0-Hub
Standfuß mit USB-3.0-Hub
Befestigung des Standfußes
Befestigung des Standfußes

Steht eine stabile Tischplatte zur Verfügung, ist die Montage des Standfußes sehr schnell erledigt. Werkzeuglos wird dieser mit einer großen Schraube unter dem Schreibtisch befestigt. Der USB-3.0-Hub muss anschließend noch mit dem PC verbunden werden. Es steht bei diesem Exemplar zudem ein Netzteil zur Verfügung, was die volle Geschwindigkeit bei allen Ports garantieren soll.

Stabiles Standbein mit ansprechendem Design
Stabiles Standbein mit ansprechendem Design

Das Standbein wird anschließend in den Standfuß geschraubt, wodurch die Basis des Monitor-Arms in kurzer Zeit montiert ist.

Der Monitor-Arm besteht aus zwei Teilen. Der erste wird auf den Standfuß gesteckt und mit der darunter liegenden Halterung fix an einer Stelle installiert. Der eigentliche Gaslift-Arm ist der zweite Teil. Dieser wird auf den ersten gesteckt und mit einer Schraube befestigt. Die Schraube wird aber nur in ein externes Plastikteil gedreht. Sehr hochwertig wirkt diese Befestigung nicht, aber selbst komplett ohne Befestigung in diesem Bereich dürfte der Monitor stabil gehalten werden.

Erster Teil des Monitor-Arms am Standbein
Erster Teil des Monitor-Arms am Standbein
Gaslift-Arm als zweiter Teil am Standbein
Gaslift-Arm als zweiter Teil am Standbein

Der Monitor wird beim Arctic Z1-Pro ebenfalls über VESA-75- oder VESA-100-Bohrungen befestigt. Zur Verfügung stehen Abstandhalter, die wir zusammen mit den längeren Schrauben verwendet haben. Bei einer Befestigung ohne Abstandhalter müssen die ebenfalls mitgelieferten kürzeren Schrauben verwendet werden. Für beide Varianten stehen zudem M4er- oder M5er-Exemplare zur Verfügung.

Befestigter Monitor über VESA-100-Bohrungen
Befestigter Monitor über VESA-100-Bohrungen

Flexibilität in der Praxis

Nach der Einstellung des Gaslift-Arms konnte die Höhe leichtgängig mit einer Hand verstellt werden. Der Monitor sackte zudem nicht ab und blieb an der gewünschten Position. Die Einstellung der Höhe erfolgt über einen sehr großen Bereich. Die Ausgangslage wird dabei durch die Befestigung des ersten Monitor-Arms bestimmt, wodurch schon knapp 35 cm an Einstellspielraum geboten werden. Weitere mindestens 20 cm Einstellspielraum werden flexibel über den Gaslift-Arm geboten. In dieser Kategorie ist damit maximale Freiheit gewährleistet.

Einstellung der Leichtgängigkeit beim Gaslift-Arm
Einstellung der Leichtgängigkeit beim Gaslift-Arm

Bei der seitlichen Ausrichtung ist der Monitor ebenfalls flexibel. Wir haben den Monitor-Arm im Endzustand nur mit dem Gaslift-Arm ohne den weiteren Monitor-Arm betrieben. Dadurch gewinnt er zusätzlich an Stabilität und blieb für uns zudem ausreichend flexibel. Aber auch mit beiden Teilen und im voll ausgezogenen Zustand wurde unser Modell stabil an seinem Platz gehalten. Die Halterung wirkt stabil und vertrauenswürdig, sodass wir in keiner Einstellung das Gefühl hatten, dass wir uns bereits nahe am Maximum der Tragfähigkeit des Monitor-Arms befinden.

Niedrige Einstellung...
Niedrige, …
… mittlere Einstellung …
… mittlere …
… und hohe Einstellung
… und hohe Einstellung

Bei der Flexibilität blieben für uns daher keine Wünsche offen. Alle gewünschten Positionen konnten eingestellt und der Monitor dort stabil betrieben werden. Lediglich bei der Befestigung der beiden Monitor-Arme hätten wir uns eine bessere Lösung gewünscht, wodurch wir einen Punkt bei der Mechanik und Verarbeitung des Modells abziehen, das ansonsten sehr hochwertig gewirkt hat.

Voll ausgefahrener Monitor-Arm
Voll ausgefahrener Monitor-Arm
Leicht vorgezogener Monitor
Leicht vorgezogener Monitor
Monitor an die Wand geschoben
Monitor an die Wand geschoben

Bewertung

102 Euro (03.04.2019)
4.3

(GUT)

Fazit

Der Aufbau des Standfußes ging sehr leicht von der Hand, bei dem Monitor-Arm hätten wir uns dagegen kurzzeitig eine dritte Hand gewünscht. Aber auch diese Installation war grundsätzlich zügig durchführbar. Das meiste Werkzeug und verschiedene Befestigungsmöglichkeiten werden zudem mitgeliefert.

Der Gaslift-Arm des Arctic Z1-3D konnte uns voll überzeugen. Jede gewünschte Position ist einstellbar, wobei vor allem der sehr hohe Einstellspielraum bei der Höhenverstellung überraschte. Generell wirkt die Halterung durch den Gaslift-Arm sehr hochwertig und leichtgängig zu verstellen. Bei der Flexibilität bleiben daher keine Wünsche offen.

Der USB-3.0-Hub ist zudem ein nettes Zusatz-Feature, das mit einem Netzteil verbunden wird, um die volle Power aller vier Ports gewährleisten zu können. Allen Nutzern mit einem maximal 8 kg schweren und 38 Zoll großen Monitor kann der Monitor-Arm daher empfohlen werden, wenn diese auf der Suche nach einer flexiblen und stabilen Alternative zum Standardstandfuß sind.

Testlogo Arctic Z1-3D

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