Test Monitor BenQ BL3200PT
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Overscan

Das Gerät besitzt eine Overscan-Einstellung, die aber nur ein- und ausgeschaltet werden kann. Bei Aktivierung wird ein relativ großer Teil des Bildes abgeschnitten und es besteht keine Möglichkeit zur Anpassung. Der Einsatz dieser Funktion dürfte in der Praxis daher stark beschränkt sein.

Farbmodelle und Signallevel

Farbmodelle lassen sich im Menü des Monitors nicht wählen. Angezeigt werden können aber sowohl RGB- als auch YCbCr-Signale problemlos. Wird YCbCr im Blu-Ray Player gewählt sind am Monitor keine weiteren Einstellmöglichkeiten vorhanden. Bei RGB kann dagegen das Signallevel im OSD des BenQ BL3200PT eingestellt werden.

Bei der Zuspielung mit unserem Blu-Ray Player wurden automatisch 16-235 aktiviert, was für die Videodarstellung der richtige Wert ist. Bei Bedarf oder falscher Voreinstellung kann aber manuell auch auf 0-255 umgestellt werden. Der Anwender kann in diesem Bereich daher immer korrigierend eingreifen.

Bewertung

Keine Angaben
4

(GUT)

Fazit

Das 32 Zoll Gerät BL3200PT von BenQ konnte uns in fast allen Bereichen überzeugen. Das Gerät besitzt einen stabilen Standfuß mit vielen Einstelloptionen, viele Anschlüsse inklusive einem USB 3.0 Hub und einem Kartenleser, einen geringen Stromverbrauch, eine kabelgebundene Fernbedienung für die Steuerung des OSDs und ein ansprechendes Design. Nur bei der Höhenverstellung hätten wir uns ein weiteres Absenken gewünscht.

Für die Bildbearbeitung ist das Gerät ebenfalls empfehlenswert, allerdings erst nach einer Kalibrierung. Das Gerät besitzt einen sehr hohen Kontrast, eine gute Blickwinkelabhängigkeit, eine sehr gute Farbreinheit und eine sRGB Farbraumabdeckung von knapp 100 Prozent. Bei der Helligkeitsverteilung müssen allerdings leichte Abstriche in Kauf genommen werden.

Filmeliebhaber kommen durch die Größe und das 16:9 Format ebenfalls auf ihre Kosten. Die verbauten fünf Watt Lautsprecher befinden sich auf TV-Niveau, das Signallevel ist bei RGB wählbar und auch bei den Bildraten wurden sowohl 60 als auch 50 und 24 Hz unterstützt.

Gelegenheitsspieler können aufgrund der kaum vorhandenen Schlieren und der guten Interpolationsleistung auch zu diesem Gerät greifen. Hardcoregamer dürfte die fehlende 120 Hz Unterstützung und die zu hohe Latenz stören. Für den Spielspaß bei voller Auflösung und hohen Details wird zudem eine potente Grafikkarte benötigt.

Empfohlen werden kann das Gerät daher als Allrounder, der vor allem Anwender ansprechen dürfte, die 2.560 x 1.440 Pixel auf einem 27 Zoll Monitor als zu klein empfunden haben. Mit einem aktuellen Preis von nur 550 Euro liegt das Gerät zudem auf einer Höhe mit vergleichbaren 27 Zoll Geräten und weist daher ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis auf.

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... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

15 KOMMENTARE

  1. Guter Test. Ich habe mir letzte Woche dieses Gerät zugelegt.
    Leider musste ich feststellen dass 2 oder mehr senkrechte Linien (Wie z. B. bei dem Namen „Willi“ die beiden Ls, bei gewissen Fonts mit wenig Abstand), die sehr nahe beieinander dargestellt werden, bei meinem Gerät zu Farbsäumen um die Linien führen, die ich mit den Einstellung bestenfalls abmildern aber nicht ganz beseitigen konnte.

  2. Mich würde interessieren, wieviele Farben der BenQ darstellen kann und auf welcher Technologie das beruht. Laut Produktdatenblatt sollen es 1,07 Milliarden sein, aber beruhen die auf einer 10-bit Technik? Ist eine entsprechende Grafikkarte wie NVidia Quadro erforderlich, um den vollen Farbumfang darstellen zu können?

  3. Danke.
    Also sind alle Monitore über 27″ für Gelegenheitsspieler.Frage ja nur weden dem Fazit.Demnach ist für Pro Gamer bei 27″ Ende.Oder ist das villeicht ein Kritikpunkt, den man „streichen“ sollte?Denn ich kann auch keinen über 27″ mit 120Hz geschweige denn 144Hz finden.
    LG.

  4. 32 Zoll Monitore mir 120 oder 144 Hz kenne ich nicht. Da dies unser erstes 32 Zoll Modell war, ist es schwierig in diesem Test Alternativen zu nennen. Für Hardcoregamer ist wohl eher die Latenz eine KO Kriterium.

  5. Schöner Testbericht.
    Es wäre schön wenn es auch Beispiele für Alternativen geben würde.
    Sie schreiben der Monitor ist nicht für „Hardcoregamer“ geeignet.Wegen der fehlenden 120Hz Unterstützung.
    Nun, welcher 32″ Monitor ab dieser Auflösung macht das denn?
    Lg.

  6. Also Schrift und Icons sind beim BenQ kleiner als beim Dell. Der Dell hat ein Pixelgröße von 0,303 und der BenQ von 0,276 – also eher wie ein 24 Zoll-Gerät. Wenn es noch größer sein soll, dann käme nativ ein Full HD 28 Zoll Gerät in Frage, was eine Pixelgröße von 0,32 besitzt.

  7. Hallo @ all,

    Danke für den Test. Ich besitze noch einen guten alten Dell 2709W mit S-PVA Panel und 16:10. Duch altersbedingte Weitsichtigkeit fällt es mir schwieriger ohne Brille am PC zu arbeiten. Deshalb suche ich einen größeren Monitor, der aber eine nicht zu hohe Auflösung besitzt. Sind Icons und Systemtexte bei so einem Gerät eigentlich physikalisch größer oder kleiner in der nativen Auflösung (DPI-Skalierung kommt für mich nicht in Frage)?

    Ist die Panelqualität (Schwarzwert, Gleichmäßigkeit der Beleuchtung, Kontrastumfang) mit der meines Monitors mit S-PVA Panel vergleichbar, oder müsste ich da große Abstriche machen?

    MfG

    Black Widowmaker

  8. Danke für den Test. Der Monitor ist aber in Deutschland seit ca. 6 Wochen nicht mehr zu bekommen. Hab den seit dem 25.06. bei einem Händler in Vorbestellung.

    Auf Anfrage bei Benq Deutschland erhielt ich folgende Antwort: “ Aufgrund einer Panelshortage und der großen Nachfrage kommt es leider zu Lieferengpässen bei diesem Model. Bitte entschuldigen sie die Verzögerung…“

    Weiterhin leider kein Liefertermin.

    Traurig für einen Hersteller dessen Kerngeschäft unter anderem Monitore sind.

  9. Sehr guter Test, ich habe schon lage darauf gewartet. Danke.

    Beim Video „Big Bucks Bunny“ ist beim Wechsel zu besonders hellen Szenen eine Änderung der Helligkeit sichtbar. Ist diese Änderung auf die Kamera, die das ganze filmt, zurückzuführen oder ändert der Monitor die Helligkeit eigenständig.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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