Test Monitor BenQ BL3200PT
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Bildhomogenität

Benq Bl3200pt Monitor Helligkeit
Benq Bl3200pt Monitor Homogen
Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Farbreinheit.

Bei der Helligkeitsverteilung schneidet vor allem die obere linke Ecke nicht mehr gut ab. Eine durchschnittliche Abweichung von über zehn Prozent ist ebenfalls kein gutes Ergebnis mehr. Insgesamt kann daher nur eine befriedigende Note vergeben werden. Im Alltagsbetrieb ist die Abweichung aber nicht negativ ins Auge gesprungen.

Die Farbreinheit liegt dagegen auf einem sehr guten Niveau. Keine Abweichung übertrifft den Wert von 2 und auch der Durchschnitt liegt mit unter 1 auf einem fast perfekten Niveau. Solche Werte sind ansonsten nur bei Profigeräten vorzufinden und so überrascht das Ergebnis sehr positiv.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Benq Bl3200pt Monitor Coating
Benq Bl3200pt Monitor Refcoat
Das Coating des BenQ PG2401PT (linkes Foto).

Ein Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der BenQ BL3200PT besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Benq Bl3200pt Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Der sehr hohe Kontrast des Bildschirms kann nur bei frontaler Sicht genossen werden. Je größer der Blickwinkel, umso stärker nimmt der Kontrast ab. Aufgrund der hohen Ausgangslage ist die Bilddarstellung aber auch dann noch gut.

Horizontal nimmt der Kontrast stärker ab als vertikal. Insgesamt finden wir die Abweichungen aber relativ gering und tolerierbar und vergeben eine knappe sehr gute Bewertung.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 Display Pro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Benq Bl3200pt Monitor Srgb1
Benq Bl3200pt Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Der BenQ BL3200PT deckt den sRGB-Farbraum zu 99,8 Prozent ab, wodurch er eine sehr gute Bewertung erreichen kann.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Der Monitor wird nach einem Reset auf den Bildmodus Standard mit der Farbtemperatur Normal eingestellt.

Benq Bl3200pt Monitor Standard
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

Ein hoher Kontrast von 2400:1, ein Weißpunkt der bei etwa 6750 Kelvin liegt und geringe Abweichungen bei den Grauwerten sind die positiven Eigenschaften des Monitors im Standard-Modus. Die Farbwerte zeigen dagegen sehr starke Abweichungen und die Gammakurve verschwindet sogar aus unserem Messbereich. Für farbverbindliche Arbeiten ist dieser Modus daher nicht geeignet.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Wir haben anschließend den Modus auf sRGB gewechselt und ansonsten keine weiteren Einstellungen vorgenommen.

Benq Bl3200pt Monitor Srgb
Farbwiedergabe im sRGB-Modus.

Der sRGB Modus zeigt immer noch erhöhte Farbabweichungen an, diese liegen aber deutlich unter denen im Standardmodus. Die Gammakurve liegt zwar immer noch über der Ideallinie, diesmal aber in einem konstanten Abstand und deutlich besser als im Standardmodus. Die restlichen Werte fallen sehr ähnlich aus, die Helligkeit wird in diesem Modus zum Beispiel ebenfalls nicht reduziert, was vom Anwender nachgeholt werden sollte. Für die Bildbearbeitung ist aber auch dieser Modus noch nicht ideal.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des Foto-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Das Gerät besitzt auch einen Foto-Modus den wir anschließend vermessen haben. Mit Foto scheint der Hersteller aber wohl nicht die Bildbearbeitung gemeint zu haben, wie das nachfolgende Diagramm deutlich zeigt.

Benq Bl3200pt Monitor Foto
Farbwiedergabe im Foto-Modus.

Der Wert Cyan scheint in den Farbmessungen einen neuen Negativrekord aufstellen zu wollen und auch die Gammakurve fällt nach anfänglich gutem Verlauf wieder aus unserer Messübersicht heraus. Die Grauwerte sind ebenfalls deutlich schlechter als in den anderen Modi. Für farbverbindliche Arbeiten ist dieser Modus daher überhaupt nicht zu gebrauchen.

Subjektiv wirken viele Bilder in diesem Modus aber etwas strahlender und klarer, wodurch andere Bereiche entsprechend flauer dargestellt werden. Kommt es bei der Anzeige von Bildern nicht auf eine exakte Farbwiedergabe an, könnte dieser Modus je nach verwendetem Bildmaterial daher durchaus positive Eigenschaften vorweisen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des Benutzer-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Vor der Kalibrierung haben wir das Gerät auf den Benutzer-Modus gestellt und auch die Farbtemperatur auf Benutzer angepasst ohne weitere Einstellungen vorzunehmen und haben diesen Modus ebenfalls vermessen.

Benq Bl3200pt Monitor Benutzer
Farbwiedergabe im Benutzer-Modus.

Der Benutzermodus fällt ohne weitere Einstellungen ähnlich aus wie der sRGB-Modus, besitzt aber höhere Abweichungen bei den Farbwerten. Soll der Monitor ohne Kalibrierung genutzt werden, empfehlen wir daher den Einsatz des sRGB-Modus. Angepasst werden sollten dort aber der Gammawert, der in unserem Fall auf 1 die besten Ergebnisse erzielte, und die Helligkeit, die wie üblich zu hoch voreingestellt wurde.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Die Messungen wurden während des Kalibrierungsvorgangs gegenüber der Werkseinstellung wie folgt verändert: Helligkeit 36, Rot 100, Grün 97, Blau 97, Gamma 1.

Benq Bl3200pt Monitor Kalibriert
Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung bewegen sich alle Werte nah an den Idealwerten. Lediglich der Range-Wert bei den Grauwerten sticht etwas heraus, insgesamt ist dies aber ein gutes Ergebnis. Die Profilvalidierung liefert ebenfalls ein gutes Ergebnis. Der Kontrast ist bei guten 2300:1 geblieben und zusammen mit der sRGB-Farbraumabdeckung von knapp 100 Prozent, kann der Monitor nach einer Kalibrierung auch problemlos für die Bildbearbeitung eingesetzt werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

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... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

15 KOMMENTARE

  1. Guter Test. Ich habe mir letzte Woche dieses Gerät zugelegt.
    Leider musste ich feststellen dass 2 oder mehr senkrechte Linien (Wie z. B. bei dem Namen „Willi“ die beiden Ls, bei gewissen Fonts mit wenig Abstand), die sehr nahe beieinander dargestellt werden, bei meinem Gerät zu Farbsäumen um die Linien führen, die ich mit den Einstellung bestenfalls abmildern aber nicht ganz beseitigen konnte.

  2. Mich würde interessieren, wieviele Farben der BenQ darstellen kann und auf welcher Technologie das beruht. Laut Produktdatenblatt sollen es 1,07 Milliarden sein, aber beruhen die auf einer 10-bit Technik? Ist eine entsprechende Grafikkarte wie NVidia Quadro erforderlich, um den vollen Farbumfang darstellen zu können?

  3. Danke.
    Also sind alle Monitore über 27″ für Gelegenheitsspieler.Frage ja nur weden dem Fazit.Demnach ist für Pro Gamer bei 27″ Ende.Oder ist das villeicht ein Kritikpunkt, den man „streichen“ sollte?Denn ich kann auch keinen über 27″ mit 120Hz geschweige denn 144Hz finden.
    LG.

  4. 32 Zoll Monitore mir 120 oder 144 Hz kenne ich nicht. Da dies unser erstes 32 Zoll Modell war, ist es schwierig in diesem Test Alternativen zu nennen. Für Hardcoregamer ist wohl eher die Latenz eine KO Kriterium.

  5. Schöner Testbericht.
    Es wäre schön wenn es auch Beispiele für Alternativen geben würde.
    Sie schreiben der Monitor ist nicht für „Hardcoregamer“ geeignet.Wegen der fehlenden 120Hz Unterstützung.
    Nun, welcher 32″ Monitor ab dieser Auflösung macht das denn?
    Lg.

  6. Also Schrift und Icons sind beim BenQ kleiner als beim Dell. Der Dell hat ein Pixelgröße von 0,303 und der BenQ von 0,276 – also eher wie ein 24 Zoll-Gerät. Wenn es noch größer sein soll, dann käme nativ ein Full HD 28 Zoll Gerät in Frage, was eine Pixelgröße von 0,32 besitzt.

  7. Hallo @ all,

    Danke für den Test. Ich besitze noch einen guten alten Dell 2709W mit S-PVA Panel und 16:10. Duch altersbedingte Weitsichtigkeit fällt es mir schwieriger ohne Brille am PC zu arbeiten. Deshalb suche ich einen größeren Monitor, der aber eine nicht zu hohe Auflösung besitzt. Sind Icons und Systemtexte bei so einem Gerät eigentlich physikalisch größer oder kleiner in der nativen Auflösung (DPI-Skalierung kommt für mich nicht in Frage)?

    Ist die Panelqualität (Schwarzwert, Gleichmäßigkeit der Beleuchtung, Kontrastumfang) mit der meines Monitors mit S-PVA Panel vergleichbar, oder müsste ich da große Abstriche machen?

    MfG

    Black Widowmaker

  8. Danke für den Test. Der Monitor ist aber in Deutschland seit ca. 6 Wochen nicht mehr zu bekommen. Hab den seit dem 25.06. bei einem Händler in Vorbestellung.

    Auf Anfrage bei Benq Deutschland erhielt ich folgende Antwort: “ Aufgrund einer Panelshortage und der großen Nachfrage kommt es leider zu Lieferengpässen bei diesem Model. Bitte entschuldigen sie die Verzögerung…“

    Weiterhin leider kein Liefertermin.

    Traurig für einen Hersteller dessen Kerngeschäft unter anderem Monitore sind.

  9. Sehr guter Test, ich habe schon lage darauf gewartet. Danke.

    Beim Video „Big Bucks Bunny“ ist beim Wechsel zu besonders hellen Szenen eine Änderung der Helligkeit sichtbar. Ist diese Änderung auf die Kamera, die das ganze filmt, zurückzuführen oder ändert der Monitor die Helligkeit eigenständig.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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