Einleitung
Wir haben das brandneue Modell MPG 322UR QD-OLED X24 des Herstellers MSI erhalten. Noch bevor es im deutschen Handel erhältlich ist, wollen wir den Gaming-Monitor auf Herz und Nieren prüfen. Er bietet ein 31,5 Zoll großes QD-OLED-Panel der vierten Generation mit EL-Gen-3-Technologie und einer 4K-UHD-Auflösung von 3840 × 2160 sowie einer Bildwiederholfrequenz von 240 Hz. Die DarkArmor-Folie ermöglicht tiefere Schwarzwerte und eine höhere Kratzfestigkeit.
Die Taiwaner legen mit den Kürzeln „MEG“, „MAG“ und „MPG“ in der Modellbezeichnung bereits eine Klassifizierung des Produktes fest. Der 322UR QD-OLED X24 ist nach der Rangordnung von MSI ein MPG-Exemplar. Laut Hersteller repräsentiert es folgende Werte: „Die MPG-Serie steht für hohe Leistung und einzigartige Designs. Sie ist geschaffen für Spieler, die ihre Identität als Gamer auch über ihre Hardware präsentieren wollen.“
Mit seiner üblichen Reaktionszeit von 0,03 ms (GtG) ermöglicht das Gerät eine extrem hohe Geschwindigkeit und damit eine scharfe Bilddarstellung. Dank AMD FreeSync Premium Pro soll eine artefaktfreie Performance gewährleistet werden. Die Technologien VESA ClearMR 13000 und DisplayHDR True Black 500 sorgen für lebendige Bilder mit tiefem Schwarz und minimaler Bewegungsunschärfe. Mit MSI Uniform Luminance lassen sich HDR-Kurven optimieren. Die Funktion OLED Care 3.0 hilft, Einbrenneffekte zu verhindern und die Lebensdauer des Panels zu verlängern.
Mit DisplayPort 2.1a (UHBR20), zweimal HDMI 2.1 und einmal USB-C (DP Alt. und 98 W PD) ist der Monitor bei den Signaleingängen vielseitig ausgestattet – ideal für Gaming und Content-Creation.
Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des MSI MPG 322URDE QD-OLED X24.
Lieferumfang
Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 wird in einem Karton mit den Maßen 98,5 × 51,5 × 17 cm (B × H × T) geliefert. Heutzutage spielt eine umweltgerechte Verpackung eine wichtige Rolle. Das Gerät wird in einem farblich bedruckten, aber recycelbaren Karton versendet, bei dem auf Styropor-Elemente verzichtet wird. Stattdessen kommt im Inneren Pappe zum Einsatz, die in Form einer stabilen Schale – vergleichbar mit einem Eierkarton – verarbeitet ist. Der Karton hat für den Transport seitliche Griffmulden, sodass er leichter transportiert werden kann. Die Kabel sind allerdings alle separat in Plastiktüten verpackt, während Display und Standbein durch Kunststofffolien geschützt werden. Zumindest bei den Kabeln sollte man aus Umweltgesichtspunkten auf eine Plastiktüte verzichten und erstere mit einer Papierbanderole zusammenhalten.

Neben dem Bildschirm selbst sind darin der Standfuß, der Monitorarm, Abstandsschrauben für eine Wandmontage sowie je ein Kabel für DisplayPort, HDMI, USB-C, USB-B (Upstream) und Strom enthalten. Ferner liegen eine Schnellstartanleitung, ein Mikrofasertuch, Aufkleber, eine EU‑Konformitätserklärung, ein Monitor-Testreport und ein Energielabel bei. Letzteres stuft den Probanden in die Klasse F (SDR) bzw. G (HDR) ein. Als Besonderheit ist die enthaltene schwarze Tasche mit Drachenlogo zu nennen, in der die Kabel und weiteres Zubehör sicher verstaut werden können. Sie kann bequem mit einem Reißverschluss geöffnet und wieder verschlossen werden.
Ein ausführliches Handbuch in deutscher Sprache konnte direkt von der Produkt-Webseite heruntergeladen werden. Die Software „Gaming Intelligence“ ist ebenfalls dort zu finden.
Optik und Mechanik
Im Karton befinden sich das Display und das Zubehör, sicher verpackt. Sie können bequem über die breite Seite entnommen werden. Der Bildschirm ist mit einer Schutzhülle ummantelt. Zuerst müssen der Arm und der Standfuß montiert werden. Das geschieht werkzeuglos mit einer Flügelschraube.
Normalerweise schiebt man das Standbein so weit auf den Fuß, bis kein Spalt mehr vorhanden ist. Beim MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 wird das anders gelöst. Die Konstruktion des „schwebenden“ Standbeins ist nicht nur optisch gelungen, auch die im Fuß integrierte Drehfunktion weiß zu gefallen.
Um den MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 stabil an seinem Platz zu halten, sind an der Unterseite des Standfußes sieben Gumminoppen angebracht, die verhindern sollen, dass der Bildschirm beim seitlichen Drehen verrutscht, was auch ausgezeichnet funktioniert.
Als Basis dient eine Bodenplatte mit einer Breite von 300 mm und einer Tiefe von 240 mm. Um das Gewicht zu erhöhen und damit dem Monitor einen besseren Stand zu verleihen, verfügt die Bodenplatte über einen Metallkern.
Das Standbein wird in die dafür vorgesehene Öffnung auf der Rückseite des MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 gesteckt und nach unten gedrückt, bis es einrastet. Ein Druck auf den Schalter nach oben löst die Arretierung wieder.

Mit einem Gewicht von insgesamt 9,4 kg, wovon etwa 2,8 kg auf das Standbein entfallen, ist das Display ausreichend stabilisiert und wackelt bei der Bedienung faktisch nicht.

Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 präsentiert sich dezent und fügt sich mühelos in jede Umgebung ein. Bei der seitlichen Ansicht macht das sehr dünne Design mit 4 mm an den Außenseiten, das natürlich nur bei OLED-Displays möglich ist, ebenfalls richtig etwas her. Dazu tragen auch das dreiseitige, rahmenlose Design und der untere Rahmen bei. Der umlaufende Rahmen ist nur 1 mm breit, während der Panel-Rand bis zum Beginn des eigentlichen Bildes oben 6 mm und seitlich 10 mm misst. Der untere Rahmen ist 16 mm breit, zu dem weitere 4 mm bis zum Bildrand hinzukommen.
Aus ergonomischer Sicht bietet der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 neben der Veränderung des Neigungswinkels (-5°/+15°) eine Höhenverstellung (11 cm) und eine seitliche Drehfunktion (30° nach links und rechts). Die Drehung erfolgt über ein Gelenk im Standfuß. Eine Pivot-Funktion ist nicht vorhanden. Dennoch kann das Display um 10° nach links und rechts gedreht werden, ähnlich wie im Pivot-Modus.
Der Schlitten für die Höhenverstellung läuft ruhig und angenehm. Das obere Gelenk für die Einstellung des Neigungswinkels, jedoch auch das Drehgelenk im Standfuß machen einen hervorragenden Eindruck. Jede eingestellte Position wird zuverlässig gehalten.
Damit die Kabel nicht ungeordnet herunterhängen, werden sie durch eine Öffnung im Standbein nach hinten geführt.

Der MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 ist mit einem internen Netzteil ausgestattet. Im oberen und seitlichen Bereich des Erkers befinden sich Lüftungsschlitze. Der Monitor erwärmt sich allerdings nur im Dauerbetrieb oder HDR-Einsatz merkbar.

Auf der Rückseite ist der Erker, in dem die Technik untergebracht ist, mit einer Art Metallrelief versehen, und auf einer Seite ziert der MSI-Drache in Hochglanzoptik die Rückseite. Auch der Standfuß hat hinten und oben hochglänzende Elemente.
Technik
Betriebsgeräusch
Obwohl wir dem MSI MPG 322URDE QD-OLED X24 spezielle Testbilder mit harten Kontrasten zuspielten, konnten wir ihm keinerlei Störgeräusche entlocken. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.
Stromverbrauch
| Hersteller | Gemessen | |
| Betrieb maximal 100 % APL (Weiß) | k. A. | 125 W |
| Betrieb maximal 100 % APL (50 % Grau) | k. A. | 39,7 W |
| Betrieb typisch 100 % APL (Weiß) | – | |
| Betrieb minimal 100 % APL (Weiß) | k. A. | 27,3 W |
| 140 cd/m² (34 %), 100 % APL (Weiß) | k. A. | 63,4 W |
| 140 cd/m² (33 %), 100 % APL (50 % Grau) | k. A. | 28,2 W |
| Energiesparmodus (Stand-by) | 0,5 W | 0–0,63 W |
| Ausgeschaltet (Soft-off) | 0,5 W | 0–0,47 W |
Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher
Die Ermittlung des Strombedarfs bei LC-Displays ist recht einfach, da sie über eine kontinuierliche Hintergrundbeleuchtung verfügen. Bei OLED-Monitoren ist dies sehr viel schwieriger, weil der Stromverbrauch von der Helligkeitseinstellung, der Bildschirmgröße, der Anzahl der aktiven Pixel und der Art des dargestellten Inhalts abhängt. In Szenen mit dunklen Bildinhalten ist die Leistungsaufnahme niedriger, da die OLEDs in diesen Bereichen weniger oder gar kein Licht erzeugen müssen. In hellen Szenen steigt der Energiebedarf dann entsprechend an. Bei einem flächigen Weißbild und 100 % Helligkeit ist solch eine Messung natürlich das schlimmste Szenario, was einem OLED-Bildschirm passieren kann. Hier ermitteln wir 125 Watt, was aber deutlich unter dem vom Hersteller genannten typischen Bedarf von 290 Watt liegt.
Die Effizienz bei 140 cd/m² und 100 % APL in Weiß zeigt ein sehr schlechtes Ergebnis von 0,6 cd/W. Mit 100 % APL und einem Hintergrund von 50 % Grau verbessert sich das Resultat auf einen Wert von 1,4 cd/W, was noch für eine sehr gute Wertung reicht. Im Soft-off zeigt das Messgerät schwankende Werte zwischen 0 und 0,47 Watt und im Stand-by zwischen 0 und 0,63 Watt an.
Die EU-Energieeffizienzklasse wird vom Hersteller mit „F“ (SDR) und „G“ (HDR) angegeben.




















