Test Monitor BenQ XL2735
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Bedienung

Das OSD-Menü lässt sich entweder durch die Fernbedienung oder klassisch am Monitor bedienen. Auf eine Erklärung der Tasten wurde direkt verzichtet. Einzig der etwas größere Power-Knopf verfügt über das klassische „Power-Zeichen“, das durch eine LED von innen beleuchtet wird. Während des Betriebs leuchtet es „weiß“ und im Standby „orange“.

Benq Xl2735 Monitor Tasten
Die analogen Tasten verfügen über keine Beschriftung

Die anderen fünf Tasten tun analog ihren Dienst und geben mit einem Knacken und einem Piepton Rückmeldung über deren Betätigung. Das künstliche Piepgeräusch kann über das OSD-Menü deaktiviert werden.

Die Tasten verfügen aufgrund der fehlenden Beschriftung erst in zweiter Instanz über eine Hotkey-Funktion. Hierfür wird beim ersten Druck auf irgendeine Taste das Schnellmenü aufgerufen und zeigt direkt darüber die jeweiligen Symbole der Funktionen auf dem Bildschirm.

Benq Xl2735 Monitor Osd Eingang
Nicht jedes Symbol des Eingangsmenüs kann direkt sinnvoll abgeleitet werden

Aber auch hier kann man über deren Funktion teilweise nur spekulieren, so dass es die ersten Male nötig ist, die jeweilige Einstellungsebene mit einem dritten Tastendruck zu öffnen. Von links werden Bildmodi, Color-Vibrance-Einstellungen, Black-eQualizer-Einstellungen und das Hauptmenü geöffnet.

Benq Xl2735 Monitor Osd Hotkeys Bild
Benq Xl2735 Monitor Osd Hotkeys Color
Benq Xl2735 Monitor Osd Hotkeys Black
Als Hotkeys stehen „Bildmodi“, „Color-Vibrance“ und „Black eQualizer“ zur Verfügung

Die äußere rechte Taste dient immer zum Verlassen und trägt ein Kreuz. Betritt man das Menü oder öffnet man eine Einstellungsebene, wechseln die Icons über den Tasten zu Pfeilsymbolen und erklären die Navigation innerhalb der Ebenen. Das Bedienkonzept ist gut zu verstehen, und auch die Tastenzuordnung prägt sich schnell ein.

S-Switch-Fernbedienung

Das OSD-Menü lässt sich auch mit der kabelgebundenen Fernbedienung steuern. Es gibt fünf Tasten und ein Scrollrad mit Klickfunktion. Die obere linke Taste dient dazu, im Menü einen Schritt zurückzugehen. Das rote Rädchen oben in der Mitte dient durch die Scrollfunktion zum Auf- bzw. Abwärtsnavigieren und durch die Klickfunktion zum Bestätigen einer Einstellung oder zum Eintritt in die nächste Ebene des Menüs. Die darunterliegenden Tasten sind Sofortzugriffstasten für bestimmte Profile, die vorher gespeichert werden müssen. Die obere rechte Taste dient der Eingangswahl und ist mit „Input“ gekennzeichnet.

Benq Xl2735 Monitor S Switch
Bessere Alternative für die Bedienung des OSD-Menüs: die S-Switch-Fernbedienung

Das funktioniert hervorragend und ist der klassischen Methode direkt am Gerät vorzuziehen. Zudem muss man sich nicht verrenken und kann die Fernbedienung direkt neben sich legen, da das Kabel lang genug ist.

OSD

Das OSD-Menü ist in vier Kategorien eingeteilt und geht nicht tiefer als in die vierte Ebene. Das Layout des Menüs ist sowohl sehr modern als auch durchdacht, da die Ebenen sichtbar nebeneinander angezeigt werden und man so immer weiß, wo man sich gerade innerhalb des Menüs befindet. Nicht anzuwählende Punkte sind ausgegraut und damit hinreichend gekennzeichnet.

Auf den ersten Blick wird klar, dass wir es hier mit einem Gaming-Display zu tun haben, da die Spieloptionen an erster Stelle noch vor den grundlegenden Bildeinstellungen stehen. Die Auswahl der Spieloptionen bietet zwar nichts Neues, dafür ist aber alles Nötige zu finden und schnell zur Hand.

Benq Xl2735 Monitor Osd Spiel
OSD-Spieleinstellungsebene des BenQ XL2735 an erster Stelle

Die Kategorie „Bild“ bietet für ein Gaming-Display viele Bildeinstellungsoptionen. Zwar werden Gamma und Farbtemperatur nicht mit Werten, sondern nur allgemein benannt, aber sie sind zumindest vorhanden. Hier sind auch die voreingestellten Modi zu finden.

Benq Xl2735 Monitor Osd Bild
OSD-Bildeinstellungsebene mit Farbeinstellungen in der vierten und damit tiefsten Ebene

Ob man mit den Einstellungen so zufrieden ist, steht auf einem anderen Blatt und ist auch völlig unerheblich, da sie im Gegensatz zu vielen anderen Monitoren komplett anpassbar sind. So stehen anstatt drei satte acht Speicherplätze zur Verfügung. Diese bleiben so lange erhalten, bis man das Display auf Werkseinstellungen zurücksetzt. Über die Fernbedienung sind allerdings nur die drei vorgesehenen Speicherplätze direkt anwählbar.

Insgesamt ist das OSD-Menü sehr gut umgesetzt und bildet mit der Fernbedienung, neben der mittlerweile oft anzutreffenden Einstellungsmethode über einen Fünf-Wege-Joystick, eine gute Alternative.

Bildqualität

Die Oberfläche des Panels ist matt entspiegelt und bricht den Lichtstrahl einer Taschenlampe, der auf das Display gerichtet ist, stark. Personen mit heller Kleidung werden auch in sehr heller Umgebung nur schwach reflektiert.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 39, Kontrast 50, Schärfe 7, Gamma 2, Farbtemperatur „bläulich“, Bildmodus „FPS1“. Doch bereits der erste Blick auf das kontrastarme und flaue Bild macht klar, dass niemand diese Einstellung im Alltag verwenden wird. Die Messung des Gammawerts mit einem Gamma von 1,41 macht auch direkt klar, weshalb das Bild so flau wirkt. Wir haben uns deshalb für den Bildmodus „Standard“ entschieden. Hier sind folgende Werte vorgegeben: Helligkeit: 50, Kontrast 50, Schärfe 5, Gamma 3, Farbtemperatur „Normal“. Aber auch hier bekommt man erst das beste Ergebnis, wenn abweichend auf „Gamma 4“ umgestellt wird, da „Gamma 3“ mit einem Wert von 1,83 leicht milchig wirkt. „Gamma 4“ zeigt sich einfach kräftiger.

Diese Werte werden auch für den weiteren Test verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf zeigt sich sehr schön homogen, und auch die eigentliche Problemzone der meisten Monitore nahe der Mitte zeigt hier keine Schwäche, was eher selten und erfreulich ist. Auch die Graustufendarstellung ist sehr gut, da sich sowohl bei den hellen als auch bei den dunklen Grautönen alle Felder vom Hintergrund absetzen. Ein Farbstich ist ebenfalls nicht zu erkennen.

Benq Xl2735 Monitor Grau
Graustufen des BenQ XL2735

Da wir es hier mit einem TN-Panel zu tun haben, hängt das Ergebnis natürlich extrem von der Sitzposition ab, und man wird bei seitlicher Ansicht mit den technologiebedingten Schwächen konfrontiert. Der gerade noch hochgelobte Grauverlauf erhält nun eine harte Kante nahe der Mitte, und das Bild, insbesondere die hellen Grautöne, zeigt die für TN-Panels unschöne Gelbfärbung. Je weiter man sich aus dem Zentrum wegbewegt, desto stärker wird dieser Effekt.

Benq Xl2735 Monitor Grau Seite
Bei seitlicher Ansicht wird das Bild stark gelbstichig

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