Test Monitor LG 34UB67-B
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Bedienung

Die Bedienung erfolgt über einen Joystick, der sich mittig unter dem Frontrahmen befindet. Dieser lässt sich drücken und in vier Richtungen bewegen. Die Steuerung über den Joystick war sehr angenehm und präzise, wodurch das Navigieren durch die Menüs problemlos möglich ist.

Wird der Joystick nach links oder rechts bewegt, kann die Lautstärke leiser oder lauter gestellt werden. Bei einer Bewegung nach vorne oder hinten erscheint leider keine Schnellauswahl, hier wird das Potenzial also unnötigerweise verschenkt. Durch einen Druck kann aber ein weiteres Schnellauswahlmenü aufgerufen werden, welches im folgenden Abschnitt genauer erläutert wird.

Lg 34ub67 B Monitor Bedienung
Joystick mittig unter dem Frontrahmen.

OSD

Wird auf den mittigen Joystick gedrückt, öffnet sich immer dasselbe Schnellauswahlmenü, welches sich auch nicht individuell belegen lässt. Gewählt werden kann zwischen dem ausführlichen Menü, dem Bildmodus, dem PbP-Modus und der Option, den Monitor auszuschalten. In diesem Bereich wird wieder eine Schnellauswahl verschenkt, da der Monitor auch durch einen langen Tastendruck ausschaltbar ist und daher eigentlich keinen zusätzlichen Menüpunkt benötigt.

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Übersicht der Schnellauswahlmöglichkeiten.

Das OSD besitzt sechs Reiter, wobei einer den Monitor auf die Werkseinstellungen zurücksetzt und unter dem Soundabschnitt nur die Quelle gewählt werden kann.

Im ersten Reiter lassen sich die Helligkeit, der Kontrast, das Eingangssignal und die Bildanzeige wählen. Im zweiten Abschnitt befinden sich die Einstelloptionen für den Bild-bei-Bild-Modus, den wir in einem späteren Abschnitt genauer erläutern.

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Schnelleinstellungen und Bild-bei-Bild-Optionen (Quelle: Handbuch).

Die wichtigsten Einstelloptionen befinden sich im dritten Reiter. Dort kann zwischen vordefinierten Bildmodi gewählt oder eigene Modifikationen vorgenommen werden. Auch die klassischen RGB-Anpassungen und eine sechsachsige Farboption sind verfügbar. Einstellbar sind außerdem der Gammawert, die Reaktionszeit und die Schärfe.

Unter den allgemeinen Einstellungen können die Sprache gewählt, die LED im Frontrahmen ein- und ausgeschaltet sowie der Energiesparmodus aktiviert werden.

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Bildeinstellungen und allgemeine Optionen (Quelle: Handbuch).

Zusatzfunktionen

Screen-Split

Über die Software Screen-Split lässt sich der Monitor in vordefinierte Abschnitte einteilen und die Programme dann bequem genau in der gewünschten Größe anzeigen. Ein Programm wird dafür in den gewünschten Abschnitt gezogen, dieser bekommt einen grünen Rahmen und vergrößert die Software anschließend automatisch auf die gewünschte Größe.

Bequem einstellbar sind so zum Beispiel ein Programm auf der rechten und zwei Programme übereinander auf der linken Seite. Im Test funktionierte dies mit allen getesteten Tools wie zum Beispiel einer Word-Seite, dem Windows-Explorer, Firefox oder Spotify problemlos.

Lg 34ub67 B Monitor Screensplit
Vordefinierte Abschnitte in der Screen-Split-Software.

Bild-bei-Bild-Modus

Der Monitor bietet über die Schnellauswahl des OSD eine Auswahlmöglichkeit an, mit der zwei Signale gleichzeitig nebeneinander angezeigt werden können. Das Bild wird dabei genau in der Mitte geteilt.

Anpassungen der Bildaufteilung sind nicht möglich, und auch ein Bild-in-Bild-Modus ist nicht vorhanden. Gewählt werden können die Bildverhältnisse der beiden Quellen sowie die Tonzuordnung. Mit einem einfachen Tastendruck lassen sich die beiden Anzeigen zudem bequem wechseln.

Wir haben einen PC mit Windows 7 und ein MacBook Air mit aktuellem OS X nebeneinander betrieben. Nach der Aktivierung hat der Windows-PC die Auflösung automatisch auf 1.280 x 1.080 Pixel angepasst.

Unter OS X erfolgte keine automatische Anpassung, in der Auswahl der Desktop-Auflösungen tauchte diese Option aber plötzlich auch auf und war so bequem wählbar. Mit beiden Systemen war also eine optimale Ausnutzung der Fläche ohne unschöne Verzerrungen möglich.

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MacBook und Windows-PC teilen sich die Bildschirmfläche.

Dual-Controller

Wirklich interessant wird die Bild-bei-Bild-Option allerdings erst durch die Dual-Controller-Software, die der Hersteller mitliefert. Diese funktioniert sowohl unter Windows als auch OS X und lässt sich auch betriebssystemübergreifend mit beiden Geräten gleichzeitig verwenden.

Die Software muss auf beiden Geräten installiert und eines davon als Haupt- und das andere als Subsystem zugewiesen werden. Die Software arbeitet über das Netzwerk mit den beiden Systemen zusammen, so dass sich diese zusätzlich beide im gleichen Netzwerk befinden müssen.

Nach der Aktivierung können die Maus und Tastatur des Hauptrechners auch für das Subsystem genutzt werden. Dafür lässt sich mit der Maus zum Beispiel einfach über den Rand in der Mitte fahren, und der Nager des Windows-PCs steuert nun problemlos den Mac. Wurde der Mac als Hauptgerät definiert, konnte über das Touchpad des MacBooks entsprechend der Windows-PC gesteuert werden.

Die Software bietet aber eine weitere Option an, die noch wesentlich hilfreicher ist, und zwar die Übertragung von Dateien zwischen den beiden Geräten. Dafür wird zum Beispiel auf dem Mac eine Datei markiert und mit „Strg+C“ kopiert und anschließend mit der Maus auf den Desktop des Windows-PCs gewechselt und mit dem vordefinierten Tastenkürzel „Strg+F7“ die Datei eingefügt. Dies funktionierte in unserem Test in beide Richtungen ohne Probleme.

Die Software bietet mit dem kleinen Programm daher eine große Arbeitserleichterung beim Betrieb mit zwei Geräten an einem Monitor an.

Lg 34ub67 B Monitor Dual1
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Dual-Controller-Software in der Übersicht.

Lesemodus

Das Gerät bietet gleich zwei Lesemodi an, die sich aber nur gering voneinander unterscheiden. In beiden wird wahrscheinlich der Blauanteil aus dem Bild entfernt, wodurch die Augen beim Lesen von längeren Texten nicht so schnell ermüden sollen.

Eine weiße Seite mit schwarzem Text wird dadurch eher gelblich als weiß dargestellt, wodurch keine farbechte Darstellung mehr möglich ist und das Bild auch nicht mehr so ansprechend wirkt. Für Anwender, die häufig lange Texte am Computer lesen, könnte der Modus aber durchaus einen Mehrwert darstellen.

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... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

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