Test Minibeamer Aiptek Pocket Cinema V10

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Einleitung

Die ersten Minibeamer sind also nun marktreif und als einer der ersten, hat Aiptek den PocketCinema V10 auf den Markt gebracht. Nach dem Auspacken ein erstes Staunen – das Gerät begeistert optisch sofort. Es ist super klein, stylish und liegt gut in der Hand. Wirklich überraschend. Bedienungsanleitung ? Ist dabei, braucht man aber für die ersten Schritte nicht wirklich. Das Gerät lässt sich sehr intuitiv bedienen.

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Aiptek Pocket Cinema V10

Nachdem der Akku mit beiliegendem USB Ladegerät geladen ist, kann man die im eingebauten 1GB Flash Speicher mitgelieferten Fotos ruck zuck an die Wand beamen. Und da wird zum ersten mal klar: die LED ist definitiv zu schwach.

An einem schattigen Platz im Zimmer schafft man ein halbwegs erkennbares Bild mit max. A5 Größe – bei Dunkelheit ist eine Projektion an die Zimmerdecke (ca. 1 m Bilddiagonale) ganz in Ordnung. Wenn es wirklich stockfinster ist, dann ist auch eine Diagonale von knapp 2 m brauchbar.

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Seitliche Ansichten des Pocket Cinema V10: Links Stirnseite und rechts Bodenseite.

Die Bildschärfe lässt sich recht einfach mit einem mechanischen Schieber einstellen, mit dem man die Linse im Gehäuse vor und zurück bewegt.

Das Gerät verstaut an am besten im mitgelieferten Softcase. Auch ein kleines Dreibeinstativ ist im Lieferumfang enthalten.

Bildqualität

Generell muss man leider festhalten, dass Farbabstufungen regelrecht „absaufen“. Die Digitalbilder einer Fuji F40fd (SD Karte in den PocketCinema V10 einschieben und fertig) sind zwar gut erkennbar, wirken aber flau und strukturlos. Da ist am LCOS Chip noch viel Verbesserungsbedarf. Die Einstellungen, die man hinsichtlich Kontrast und Helligkeit am Gerät machen kann, verbessern das Ergebnis nicht wirklich. Etwas unglücklich ist, dass man Helligkeit und Kontrast nur im blau gefärbten Einstellungsmenü-Bildschirm einstellen kann. Man hat damit kein Bild als Referenz im Blick, sondern muss immer zwischen Bild und Einstellungsmenü hin und herschalten.

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Der Minibeamer Pocket Cinema V10 ist nicht größer als ein kleines Handy.

Die Auflösung für Bilder und Video ist prinzipiell OK. Man darf aber von 640 x 480 Bildpunkten nicht zu viel erwarten.

Es macht auf jeden Fall viel Spaß, seine Fotos „aus der Hand“ einfach mal an die Wand zu werfen – da drückt man für die Qualität schon mal ein Auge zu.

Videos

Der Aiptek Pocket Cinema V10 spielt MPEG4 und MJPEG ab . Die mitgelieferte Software (Arcsoft Media Konverter 2.5) konvertiert AVIs schlüsselfertig und ohne viel Einstellungsarbeit benutzerfreundlich nach MPEG4 und MJPEG. MJPEG ist allerdings ungeeignet, da die Videos riesig werden. Generelles Problem: DVDs kann man nicht umwandeln, weil kopiergeschützt. Und Youtube Videos etc. werden als Quelle nicht akzeptiert (nur AVI). Daher konnte uns die mitgelieferte Software und die Handhabung nicht überzeugen.

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Ein vom Minibeamer Pocket Cinema V10 an die Wand projiziertes Bild.

Eine neue Version von Arcsoft’s Media Konverter ist bereits angekündigt. Ob diese aber auch späteren PocketCinema Geräten beiliegt, kann man heute noch nicht sagen. Es besteht außerdem die Möglichkeit einen DVD Player analog anschließen. Beim vorliegenden Testgerät ging der Ton dann aber nicht.

Musik

MP3s kann der PocketCinema V10 natürlich auch abspielen – SD Karte rein und los geht’s. Der eingebaute Lautsprecher klingt für seine geringe Größe ganz akzeptabel.

Handhabung

Wie schon vorher gesagt, ist das Gerät sehr intuitiv und einfach zu bedienen. Wirklich negativ aufgefallen ist eigentlich nur, dass Videos nicht vorgespult werden können. Man kann nur zum nächsten/vorherigen Clip springen.

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Menü des Aiptek Pocket Cinema V10.

Bei Bildern fällt auf, dass sich der V10 die Einstellungen für Diashows nicht merkt. Auch dass sich bei eingelegter SD Karte die Staubschutzabdeckung nicht mehr schließen lässt, wird hoffentlich bald von Aiptek erkannt und behoben. Was die Akkulaufzeit betrifft, ist in knapp 2 Stunden Schluss. Um Fotos unterwegs herzuzeigen, reicht es allemal.

Anschlüsse

An das Gerät kann man mit einem Adapterkabel eine analoge Bildquelle anschließen. Der PocketCinema erkennt das automatisch. Ansonsten gibt es den besagten SD Speicherschacht. Einen Eingang für VGA (z.B. vom Notebook) gibt es leider nicht.

Verbesserungen

Abschließend lässt sich eine Liste der unbedingt wünschenswerten Verbesserungsmaßnahmen für die zweite Serie machen, wobei die Reihung gleich der Priorität ist:

  • Hellere LED
  • Vorspulfunktion für Videos
  • Bessere Farbabstufungen der Bilder / Videos
  • höhere Auflösung (800 x 600 wäre schon gut)
  • Aktuelle Videokonverter Software dazugeben
  • VGA Anschluss für Notebooks

Fazit

Tolles Gerät, sehr viel Potential. ABER: in der momentanen Version eine sehr teure Spielerei (rund 300,00 Euro) ohne wirkliche Praxistauglichkeit für z.B. eine Powerpoint Präsentationen im Büro.

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Aiptek Pocket Cinema V10.

Mit Sicherheit gehört die Zukunft den kleinen Beamern. Der Aiptek ist durch den SD Schacht ein Novum – das macht ihn derzeit so interessant. Anderen Minibeamern (z.B. LG) fehlt dieser noch.

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