Test Reinigungsmittel für Monitor, Fernseher und Notebook

Welches Reinigungsmittel ist für die Säuberung eines Displays am besten geeignet? PRAD testest sechs Bildschirmreiniger und die alternative Reinigung mit Wasser

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Welche Reinigung ist zu empfehlen?

Anfang 2000 begann der Siegeszug der Flachbildschirme, und egal ob Monitore, Notebooks, Fernseher, Tablets oder Smartphones, die Frage nach der korrekten und besten Reinigungsmethode stand von Anfang an bei unseren Lesern im Fokus. Obwohl sich in den letzten Jahren diesbezüglich eigentlich nichts geändert hat, wollen wir uns diesem Thema erneut widmen und die möglichen Reinigungsoptionen vorstellen sowie einige am Markt erhältliche Produkte begutachten.

Test Bildschirmreiniger
Im Test: Sechs Bildschirmreiniger für Monitore, Fernseher, Tablets, Notebooks oder Smartphones

Doch eines möchten wir vorab unbedingt klarstellen: Letztendlich ist entscheidend, welche Reinigungsmethode der Hersteller des jeweiligen Produkts empfiehlt. Wer seinen Garantieanspruch nicht verlieren will, sollte sich daran halten. Das Risiko einer Oberflächenbeschädigung durch eine der hier vorgestellten Reinigungsmethoden oder Produkte ist vergleichsweise gering, wenn nicht gar unmöglich. Dennoch übernehmen wir keinerlei Haftung.

In unserem Test begutachten wir insgesamt sechs Reinigungsmittel, die je 100 ml zwischen 0,78 und 8,45 Euro kosten. Wir konzentrieren uns dabei auf Produkte mit einer haushaltsüblichen Füllmenge von 200 bis 250 ml. Bis auf das günstigste Produkt liegt allen Reinigungsmitteln ein Mikrofasertuch bei. Ein Erzeugnis wirbt damit, zu 100 % biologisch abbaubar zu sein. Wir werden zum Vergleich zusätzlich eine Reinigung mit Leitungswasser durchführen. Falls dem Produkt kein Mikrofasertuch beiliegt, verwenden wir ein Tuch von Vileda: Das „Microfibre Universal“, das im Handel ca. 1,40 Euro kostet und eine Größe von 38 x 36 cm besitzt.

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Um die Vergleichbarkeit mit allen Produkten zu ermöglichen, auch wenn kein Reinigungstuch im Lieferumfang vorhanden ist, geben wir bei der Reinigung mit Wasser und mit dem Produkt „ednet. Screen Cleaner“ bei der Bewertung des Preises zwei Werte an. Der erste ist der tatsächliche Preis je 100 ml, der zweite inklusive eines separat zu erwerbenden Mikrofasertuchs im Wert von 1,40 Euro.

Staub

Staub ist in erster Linie eine Verunreinigung auf dem Display und stört natürlich umso mehr, je größer die Fläche ist. Ein 65-Zoll-Fernseher sollte deshalb schon in regelmäßigen Abständen vom Staub befreit werden. Doch ist dazu überhaupt ein Reinigungsmittel notwendig? Aus unserer Sicht nicht. Zudem ist in der Anwendungsanleitung diverser Reinigungshersteller nachzulesen, dass Staub vor einer Reinigung unbedingt zu entfernen sei. Als Grund wird ein mögliches Verkratzen der Oberfläche genannt.

Für die Entfernung von Staub auf der Display-Oberfläche ist aus unserer Sicht ein Staubwedel die geeignetste Lösung. Es gibt in diesem Segment zahlreiche Hersteller und Produkte. In der Praxis hat sich der Swiffer Staubmagnet als praxistauglich herausgestellt. Ein Set aus Staubwedeln und einem Handgriff kann im Handel für wenige Euros erworben werden.

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Wie reinige ich richtig?

Einsprühen, wischen, fertig. Was soll da schon groß passieren? Wir wollen es an dieser Stelle nicht komplizierter machen, als es ist. Dennoch sollten einige Punkte vor Beginn des Reinigungsprozesses bedacht werden. In keinem Fall sollten Sie herkömmliche Glasreiniger verwenden, die Alkohol, Essig oder Zitronensäure enthalten können. Die Display-Oberfläche sollte kühl sein, da bei entsprechender Wärme das Reinigungsmittel zu schnell verdunstet. Das bedeutet: Keinesfalls putzen, wenn der Bildschirm durch direkte Sonneneinstrahlung oder durch den Betrieb aufgewärmt ist.

Vermeiden Sie jegliche Kraft bei der Reinigung, und drücken Sie keinesfalls mit dem Tuch auf der Oberfläche oder rubbeln bei gröberer Verschmutzung auf einer Stelle herum. Sollte nach der Reinigung noch nicht alles sauber sein, wiederholen Sie den Prozess einfach. Verwenden Sie ein möglichst feines, fusselfreies und weiches Mikrofasertuch, um etwaige Kratzer in jedem Fall zu vermeiden.

Die Hersteller empfehlen, die Reinigungsprodukte auf das Mikrofasertuch aufzusprühen, und zwar nebelfeucht. Gerade bei großen Flächen ist das aber nervig. Wer das Reinigungsmittel direkt auf die Oberfläche sprühen möchte, sollte dies sparsam tun und im unteren Randbereich komplett darauf verzichten. Wer hier zu viel Flüssigkeit verwendet, verursacht kleine Rinnsale, die in den unteren Rahmen laufen können. Dies muss natürlich unbedingt vermieden werden. Wer direkt sprüht, muss dies also sparsam tun und so schnell nachwischen, dass ein Eindringen von Flüssigkeit in den unteren Teil des Rahmens ausgeschlossen ist. Und wer auf Nummer sicher gehen will, zieht vor der Reinigung den Stromstecker!

Oberflächenverschmutzung im Test

Ein herzhafter Nieser, Fingertapser, das Zerquetschen von Mücken und Gewittertierchen sowie feuchte Tiernasen oder -pfoten – alles Umstände, die zu einer sichtbaren Verunreinigung führen. Die aus unserer Sicht hartnäckigste Variante sind jedoch fettige Fingertapser auf der Oberfläche. Aus diesem Grund cremen wir unsere Hände mit einer fetthaltigen Creme ein und verteilen dann für den Test diverse Tapser auf der matten Display-Oberfläche eines Monitors.

Wir überprüfen, inwiefern die Reinigungsmittel Fett lösen können und eine streifenfreie Reinigung ermöglichen. Wir beurteilen die Qualität des mitgelieferten Mikrofasertuchs und das Preis-Leistungs-Verhältnis des Testprodukts. Außerdem nennen wir die Inhaltsstoffe, soweit diese angegeben wurden.

Die im folgenden getesteten Reinigungsmittel bestehen hauptsächlich aus Wasser und Duftstoffen sowie etwa 5 % anionischen Tensiden. Tenside werden auch als „waschaktive Substanzen“ bezeichnet. Sie bewirken, dass sich beispielsweise Fett in Wasser löst. Einfach ausgedrückt umhüllen Tenside den Schmutz und übergeben ihn dann ans Wasser. Sie können sowohl aus Erdöl als auch aus Pflanzenöl gewonnen werden.

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