Test TV Samsung UE40F6470
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Inbetriebnahme und Stromverbrauch

Das Paket ist schnell ausgepackt und bis zur Aufstellbereitschaft braucht es nur wenige Handgriffe. Der Kreuzfuß muss mit 4 Kreuzschrauben am Halteblock aus ABS-Kunststoff befestigt werden, welcher dann wiederum mit 4 Kreuzschrauben an der Gehäuserückwand fixiert wird.
Beim ersten Start gibt es ein kleines Video zu sehen und anschließend findet man sich sofort im übersichtlichen Setup Guide wieder. Dieser ist zügig durchgeklickt und im Idealfall hat man nach wenigen Minuten ein fertig eingerichtetes Gerät vor sich.

Den Stromverbrauch gibt Samsung mit max. 124 Watt und typischen 63 Watt an. Der tatsächliche Stromverbrauch hängt natürlich von unzähligen Faktoren ab, insbesondere aber von den gewählten Einstellungen. Durch den standardmäßig aktivierten „Öko-Sensor“ scheinen die Herstellerangaben bei Auslieferungseinstellungen und von einem typischen Fernsehverhalten ausgehend durchaus realistisch.

Um tatsächliche Richtwerte abbilden zu können, wurde der Öko-Sensor deaktiviert. Hinter diesem grünen Namen versteckt sich nichts weiter als ein Umgebungslicht-Sensor, der die Helligkeit des Bildschirms flüssig und unauffällig automatisch an die Lichtverhältnisse im Raum anpasst.

Zum Test treten die 4 bereitgestellten Bildmodi Dynamisch, Standard, Natürlich und Film in ihren jeweiligen Standardeinstellungen an. Die Option Energiesparmodus kommt nun deaktiviert, gering, mittel und hoch zum Einsatz, was nicht nur den Öko-Sensor in festen Größen simuliert, sondern in der Praxis auch mit diesem kombinierbar ist (oft ist die Kombination aus Öko-Sensor an und Energiesparmodus gering in der Praxis gut verwendbar).

Würde man bei den Messungen ein Testbild verwenden, hätte man sehr exakte Werte. Da man in der Regel jedoch keine Testbilder schaut, wenn man sein Smart TV bemüht, wurde während einer laufenden 1080i-Sendung über den integrierten DVB-S2 Tuner und inklusive CI+ Karte gemessen. Die Messungsschwankungen bei den Szenenwechseln sind zu vernachlässigen und im Folgenden wurden die Mittelwerte übernommen.

Energiesparmodes

Bildmodus aus gering mittel hoch
Dynamisch 112 W 75 W 59 W 37 W
Standard 83 W 61 W 50 W 36 W
Natürlich 76 W 54 W 47 W 32 W
Film 97 W 68 W 55 W 36 W

Das lüfterlose LED TV-Gerät blieb während des gesamten Tests geräuschlos; es kam zu keinen vernehmbaren hochfrequenten Tönen.

Bedienung

Bei der Bedienung kleckert Samsung nicht und packt neben der Universalfernbedienung noch eine „Smart Touch Remote“ samt Sprachsteuerung und eine kabelgebundene IR Blaster Version mit in den Karton.

Die unbeleuchtete aber sehr gut in der Hand liegende Universalfernbedienung TM1260B lässt sich dank der individuell geformten Tasten sehr gut blind bedienen. Das Gehäuse besteht aus einfachem schwarzen Kunststoff, macht jedoch einen robusten Eindruck.

Bei der TM1390 „Smart Touch Control mit Voice Control“ wird es nun schon spannender. Diese ist überraschend schwer, wertiger und mit der gebürsteten Oberflächenoptik und dem Tastendesign an die beleuchtete Comfort Fernbedienung anderer Modelle angelehnt. Eine Vorgängerversion wurde bereits bei den 7500er und 8000er Modellen der E- bzw. ES-Serie eingeführt und nun hält sie ab der F6400-Reihe Einzug in die darunter liegende Klasse.

Samsung Ue40f6470 Fernseher Bedienung1
Samsung Ue40f6470 Fernseher Bedienung2
Gleich zwei Fernbedienungen sind im Lieferumfang enthalten.

Was kann das Gadget nun? Unter der Gehäuse-Unterseite verstecken sich nicht nur die beiden AAA-Batterien, sondern auch der Pairing-Button, mit dem die Bluetooth/Infrarot-Fernbedienung am TV angemeldet werden will. Eine animierte Infobox in der linken unteren Ecke zeigt den Verlauf und anschließend die Funktionalität an.

Nun stehen dem Nutzer neben den normalen IR-Steuerfunktionen auch das Touch Pad und die Sprachsteuerung über das in die Fernbedienung integrierte Mikrofon zur Verfügung.

Das Touch Pad steuert sich beim Testgerät etwas hakelig und ist mit entsprechenden Notebook-Komponenten nicht gleichzusetzen. Gerade in der Internet Browser App kommt es vereinzelt zu kleinen Sprüngen oder Hängern. Nach kurzer Eingewöhnungszeit funktioniert die Browser- und Smart Hub Navigation jedoch ausreichend gut für gelegentliche Einsätze. Gerade im Browser und anderen Mouse-unterstützenden Apps ist diese Lösung besser, als die Bedienung über die Pfeiltasten der Universalfernbedienung. Die Königslösung ist jedoch schlicht und einfach die Samsung Smart View App auf dem Android- oder iOS-Smartphone.

Die Bedienung via Android/iOS-App vereint alle Fernbedienungsvorteile inkl. absolut flüssiger Touch Pad Bedienung und alphanumerischer Tastatur. Letztere wird in der App jedoch – wie auf dem Bildschirm selbst auch – nur eingeblendet, wenn eine Texteingabe möglich ist.

Der mitgelieferte IR Blaster ist ein Gadget, das die Steuerung von Geräten ermöglicht, die in der Regel ihre eigenen, spezifischen Fernbedienungen erfordern. Während des Setup-Prozesses lernt das Smart TV über den IR Blaster die Infrarot-Frequenz des externen Gerätes, wie z.B. der Kabel-Box oder des externen SAT-Receivers.

Anschließend kann man nun dieses externe Gerät mittels der Samsung Fernbedienung steuern. Dabei wird die Eingabe in Echtzeit von der Fernbedienung über den F6470 zum IR Blaster und von diesem zum Gerät gesendet. Das Gadget muss hierzu nahe dessen IR-Empfängers platziert werden. Vorzugsweise sollte der IR Blaster vor das Gerät unter den Empfänger gestellt und das Kabel darunter entlang zum Fernseher geleitet werden. Das lange Kabel schafft Flexibilität bei der Installation.

Wenn die Verbindung funktioniert, kann dies durchaus eine Bedienungserleichterung und eine Hilfestellung im Fernbedienungsdschungel sein. Zudem sind so auch Sprach- und Gestensteuerung externer Geräte eingeschränkt möglich.

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