Test TV Samsung UE40F6470
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Ausleuchtung

Das VA-Panel ist seidenmatt entspiegelt, was in hellen Umgebungen gerne für weiche Raumlicht-Reflexionen sorgt. Die Wolkigkeit bei schwarzem Bildinhalt ist bei längerer Belichtung zwar deutlich sichtbar, jedoch recht gleichmäßig verteilt. Im typischen Betrieb stört sie generell nicht. Es kommt zu keinerlei Flashlights an Kanten oder Ecken.

Das erste Foto zeigt die Schwarz-Darstellung unter normalem Umgebungslicht. Hier werden nur die auffälligen Schwächen sichtbar. Das zweite Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient der deutlicheren Darstellung der Helligkeitsverteilung.

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Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Bei gänzlich weißen Bildern sind jedoch in allen 4 Ecken Grauverläufe sichtbar, was die 15-Felder-Messung zur Bildhomogenität auch deutlich widerspiegelt:

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Bildhomogenität Samsung UE40F6470.

Der hier aufgezeigte Umstand wird hauptsächlich in hellen bis sehr hellen Szenen wahrgenommen und wirkt wie ein dezenter Vignetten-Effekt. Vermutlich handelt es sich hierbei um die Kehrseite der beim Schwarzbild vermiedenen Flashlights. Insbesondere die Ecken liegen alle im Sichtbarkeitsbereich von 20 Prozent.

Blickwinkel

Ein typischer, bauartbedingter Nachteil der von Samsung verwendeten VA-Technologie ist die im Gegensatz zu IPS-Panels geringere Blickwinkelstabilität. Sitzt man nicht auf gleicher Höhe mit dem Fernseher oder in einem zu großen diagonalen Winkel, bleichen die Farben aus, wird Schwarz zu Grau und der Kontrast baut ab.

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Blickwinkel Samsung UE40F6470.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der UE40F6470 nach Anpassung der Einstellungen und bei typischem Betrachtungswinkel insgesamt ein gutes Bild mit einem sehr guten Schwarzwert bietet. Einzig die zu dunklen Ecken können in hellen Szenen störend wirken.

Zudem bietet Samsung eine Fülle von Einstellungsmöglichkeiten, um das Bild an den persönlichen Geschmack anzupassen, oder aber auch mit Hilfe von gängiger Spezial-Hardware kalibrieren zu können.

3D

Zur Vorgängerserie hat das LED TV auch im Bereich 3D ein wenig zugelegt. Die 3D-Wirkung kommt bei dem aktuellen Gerät nochmals plastischer daher und überzeugt somit vom dreidimensionalen Eindruck. Auch die 2D zu 3D-Wandlung ist nun überhaupt etwas als solche wahrnehmbar. Realistische 3D-Filmszenen werden mit diesem Gimmick technologiebedingt aber niemals möglich sein.

Auf der Negativseite gibt es jedoch einen groben Abzug: Waren die aktiven 3D-Shutterbrillen der ES-Serie schon einfach verarbeitet und von nachteiligem Design, wird hier bei der F-Serie sogar noch eins draufgepackt.

Die 3D-Brillen sind in den letzten Jahren massiv im Preis gefallen, aber auch in der Qualität. So kostet eine einfache Zusatzbrille lediglich noch 19,00 EUR UVP.

Heraus kamen bei dieser Entwicklung kleine, leichte Brillen aus billigem Plastik, die immer weiter abgespeckt wurden. So boten die kleinen, abgerundeten Gläser der ES-Serien-Brillen gepaart mit ihren dünnen Bügeln bereits beste Voraussetzungen für Spiegelungen der Umgebung auf den äußeren Teilen der Innenseiten.

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Shutterbrille des UE40F6470 (rechts bzw. oben) im Vergleich zu einer Brille der Vorserie.

Wenn man die Hände seitlich an Brille/Kopf legte und somit breite, abschirmende Bügel nachahmte, verschwand der Effekt, doch ist es mit solch sportlichen Übungen schnell aus mit dem unbeschwerten Filmgenuss in der Dritten Dimension.

Zu den gerade beschriebenen Defiziten gesellen sich bei der F-Serien-Brille (SSG-5100GB) noch der wegrationalisierte Nasensteg, die nochmals kleineren Gläser, sowie die nun fehlende Möglichkeit, die Bügel einklappen zu können. Die ES-Brille (SSG-3050GB) ist übrigens trotz minimal höheren Gewichts (30 statt 24 g) wegen des Nasenstegs angenehmer zu tragen, als das neue Modell.

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Shutterbrille des UE40F6470 (links bzw. oben) im Vergleich zu einer Brille der Vorserie.

Das einzig Gute, was der Brillenvergleich zeigte, war, dass sich die ES-Brillen problemlos am F6470 anmelden und betreiben ließen.

Smart Hub

Die F-Serie kommt mit einem völlig neu gestalteten Smart Hub daher. Dieser gleitet nun beim Aufruf einblendend aus dem Hintergrund über das TV-Bild und bietet ein klares Kachel-Design.

Die 4 Bereiche „Meine sozialen Netzwerke“, „Meine TV-Apps“, „Meine Filme & Serien“ und „Meine Fotos, Videos & Musik“ sind in farbig codierte Slides gegliedert, die auf Knopfdruck ähnlich des von Apple bekannten Cover Flows vorbeigleiten.

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Samsung Smart Hub: „Meine TV-Apps“ und „Meine sozialen Netzwerke“.

Die weich angelegten Animationen sind nicht immer ganz ruckelfrei, doch merkt man hier sehr deutlich die gegenüber der Vorgängerserie massiv gesteigerte CPU-Leistung des verbauten Dual-Core-Prozessors. Endlich lässt sich der Smart Hub flüssig bedienen, wie man sich es bei der 6er ES-Serie gewünscht hätte.

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Samsung Smart Hub: „Meine Filme & Serien“ und „Meine Fotos, Videos & Musik“.

Auch die grafisch bisher weit dem Stand eines Full-HD-TVs hinterherhinkende Medienverwaltung ist nun endlich Geschichte. Auf- und zuklappende Kacheln mit direkter Thumbnail-Anzeige von Fotos und Videos, kleinere und vor allem längere Textdarstellungen und – wie bereits angeführt – die flotte Bedienung, ohne lästige Eingabe-Verzögerungen, machen die einstige Qual zur Freude.

Beim Stöbern im Netzwerk via DLNA, auf USB-Sticks, externen Festplatten, Speicherkarten oder in der Samsung Cloud gibt es nun zwischen der Standard-Auswahl Foto/Video/Musik auch die willkommene zusätzliche Option „Alle Inhalte“.

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