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TESTBERICHT: Asus Zenbook UX31E

Autor: Erich Roos
16.03.2012

Einleitung

Mit dem Namen der Zenbook-Modellreihe verweist Asus auf buddhistische Ideale, das konzentrische Muster des Deckels soll für den Kreis als Symbol der Leere und Vollendung stehen. Im Auftreten findet sich dagegen zunächst wenig Neues, hier lehnen sich die ultraflachen Zenbooks in vielen Details auffallend eng an Apples Vorbild MacBook Air an. Flache Silhouette, geringes Gewicht und viel Leistung mit Core i5- und i7-Prozessoren verkörpern Intels Ultrabook-Richtlinien in nahezu idealer Weise. Im folgenden Test werden wir feststellen ob das Asus Zenbook UX31E mit 13,3 Zoll Display hält, was es verspricht.

Optik und Handhabung

Auf die mit sicherer Hand gezeichnete geradlinige Optik und das silbern gebürstete Hairline-Finish des Asus Zenbook UX31E passt das Wort "edel" hundertprozentig. Die puristische Formgebung könnte tatsächlich eine wesentliche Idee des Zen aufnehmen, nämlich die Konzentration auf den Augenblick, die von keiner Ablenkung gestört wird.

Edle Schlichtheit: das UX31E von vorn (Fotos: Asus).

Auch die Tugend der Vollendung findet sich wieder, denn die Verarbeitung des Aluminiumgehäuses ist schlicht hervorragend. Zudem wirkt der tatsächlich aus dem Vollen gefräste Body unglaublich stabil und solide, da muss selbst Apples Unibody-Gehäuse zurück stehen.

Auch der Displaydeckel ist ungewöhnlich verwindungssteif, die Scharniere arbeiten stramm und spielfrei - da braucht es schon sehr holprige Fahrten, bis sich das Display ungewollt verstellt. Dennoch klemmt hier nichts, der geschlossene Deckel lässt sich einhändig aufklappen, ohne gleich das ganze Gerät vom Tisch zu heben. Nach hinten ist der Öffnungswinkel auf etwa 135 Grad beschränkt.

Ultraschmale Silhouette von rechts (Fotos: Asus).

Ein schmales Gummiband fasst den Deckel ein und dichtet das zugeklappte Notebook gegen Staub ab. Ein wenig scharfkantig wirkt der vordere Rand auch beim Asus Zenbook UX31E, doch bei vielen Konkurrenten ist das noch deutlich stärker ausgeprägt.

Unser Test offenbahrt, die Tastatur im silbernen Alu-Look ist nicht schlecht, aber auch nicht begeisternd. Die großen Tasten mit ihren gut 3 Millimeter breiten Zwischenstegen haben einen sauberen Druckpunkt, können aber recht laut sein. Zudem haben sie ein wenig zuviel Tastenhub, daher geraten die Finger immer wieder mal auf die harten Stege - ein Nachteil des Chiclet-Designs. Hintergrundbeleuchtet sind die Tasten ebenfalls nicht, doch oft reicht schon das Streulicht vom Display für die Orientierung. Leider sitzt der Powerschalter zwischen Backspace und Entfernen an prominenter Stelle in der obersten Tastenreihe, dadurch aktiviert man beim Schreiben schon mal versehentlich den Standby-Modus.

Freude macht dann wieder das großzügig dimensionierte Touchpad. Der untere Teil ist für die beiden Maustasten reserviert, die übrige im Ganzen klickbare Fläche ist für den Mauszeiger zuständig und sogar Multi-Touch-fähig. Der Druckpunkt wird nach oben hin härter, doch das stört nicht wirklich. Die deutlich klickenden Tasten sind im Vergleich zu den meisten Notebooks eine Wohltat, sogar die Kanten zur Handballenauflage hin wurden ergonomisch abgeschrägt.

Zubehör

Viel Zubehör will man mit einem Ultrabook gar nicht herumschleppen. Hier finden wir nur ein Netzteil, zwei Adapter für die Anschlüsse, und einen praktischen Sleeve, der das Gehäuse beim Transport vor Kratzern schützt. Dazu noch einen Kabelbinder, die üblichen Unterlagen – das hört sich fast schon nach mehr an als es tatsächlich ist.

Schickes Netzteil, unschöner Eurostecker (Foto: Asus).

Auch das schwarze 45 Watt Netzteil ist passend gestaltet und kommt nicht als der übliche Anthrazit-Riegel daher. Doch hierzulande leidet die Perfektion des Quadrates ein wenig, denn anders als bei der US-Version ist der Eurostecker-Aufsatz starr und lässt nicht so dezent einklappen wie die kurzen amerikanischen Flachstifte.

Auf dem Netzteil klebt auch der Lizenznachweis (CoA) für Windows 7 Home Premium 64 Bit. Das ist sicherlich eine nette Lösung, die das edle Design des Asus Ultrabook nicht durch einen profanen Sticker verunstaltet. Andererseits ist ein defektes oder verlorenes Netzteil für gewöhnlich kein Unglück, doch hier kann es zu einem Lizenzproblem werden, bei dem man in die Mühlen zwischen Asus und Microsoft gerät. Da wäre ein Aufkleber an der Unterseite doch auch nicht so sehr schlimm gewesen.

Connectivity

Für Anschlüsse bietet das Asus Zenbook UX31E naturgemäß wenig Platz, und die Ultrabook-Spezifikation sieht auch gar nicht viele vor. Je eine Buchse mit USB 2.0 und 3.0, Mini-HDMI, Mini-VGA, Kopfhörerklinke und Netzteilbuchse wurden gleichmäßig auf die linke und rechte Seite verteilt. Dazu noch ein Slot für den SD-Kartenleser, schon sind die winzigen Seitenflächen voll belegt.

Mehr Anschlüsse wären kaum unterzubringen.

Einen LAN-Anschluss bekommt man mit dem USB-Adapter, der beiliegende gibt sich als Gigabit-LAN zu erkennen. Auch für normales VGA oder HDMI sind Adapter nötig, die VGA-Version liegt ebenfalls bei.

WLAN bietet der onboard Atheros Chip AR9485WB-EG in den Versionen 802.11 b/g/n. Verbindungen kamen zuverlässig zustande, doch die Übertragungsleistung überzeugte uns nicht. Zu unserer Fritzbox 7270 baute er trotz großer Kanalbreite (300 MBit/s) nur eine 150er Verbindung auf. Der Durchsatz betrug 121 MBit/s bei 3 Meter Entfernung, Tendenz: mit zunehmender Entfernung sehr schnell fallend.

Bei Bluetooth ist das Asus Zenbook UX31E mit der Version 4.0 schon hochmodern, auch wenn es dafür zur Zeit noch kaum Gegenstellen gibt.

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