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TESTBERICHT: NEC PA271W-BK Teil 7


Screenmanager

Dem NEC PA271W liegt keine Screenmanager-Software bei. Die kostenlos über die NEC-Webseite zu beziehende Software "MultiProfiler" erfüllt allerdings diesen Zweck, weil hier alle wichtigen Parameter beeinflusst werden können. Interessant ist MultiProfiler vor allem in Zusammenhang mit der Farbraumemulation, da hier ICC-Profile als Emulationsziel vorgegeben werden können.

Bildqualität

Laut NEC setzt der PA271W ein P-IPS Panel ein. Es dürfte sich dabei um das gleiche Panel handeln, das bereits beim DELL U2711 verwendet und hier noch als H-IPS Panel bezeichnet wurde.

Die programmierbare 14bit 3D-LUT bildet das Herzstück der Elektronik, die sich um die Signalverarbeitung kümmert. Die interne Rechengenauigkeit gibt NEC mit 16bit pro Kanal an. Das sind ideale Voraussetzungen für eine Hardwarekalibrierung über SpectraView II. Eine Softwarekalibrierung dürfte auch im direkten Vergleich kaum schlechtere Resultate erzielen: Die umfangreichen Bordmittel sollten es erlauben, den Bildschirm so nah an die Kalibrationsziele heranzuführen, das bei ausreichender Neutralität die Grafikkarten-LUT für Korrekturen kaum bemüht werden muss.

Der DisplayPort-Eingang nimmt Signale mit 8bit und 10bit pro Kanal entgegen. Die zweite Variante erfordert eine geeignete Grafikkarte und setzt die Unterstützung von Betriebssystem, Treiber und Anwendung voraus. Beim Test des NEC PA241W vermuteten wir noch ein echtes 10bit Panel. Diese Einschätzung müssen wir nach letzten Informationen revidieren. Wir erwarten in beiden Fällen den Einsatz eines Panels, das mit 8bit pro Kanal angesteuert wird.

In einem bis heute (und auch mittelfristig) üblichen 8bit Workflow, hat dieser Umstand keine negativen Auswirkungen für den Anwender. Eine Dithering-Stufe (FRC) in Scaler oder Panel sorgt für die geeignete Aufbereitung des monitorintern transformierten Signals, unabhängig davon, ob das Panel mit 8bit oder 10bit pro Kanal angesteuert wird. Gute Umsetzungen stören dabei kaum. Sichtbar ist nur ein leichtes Grieseln in dunklen Tonwerten, das auch der NEC PA271W zeigt. Die eindeutige Identifizierung eines 10bit Panels wäre erst im Rahmen einer entsprechenden Zuspielung möglich. Hier würde das FRC-Dithering umgangen. Mangels geeigneter Grafikkarte haben wir die Zuspielung mit 10bit pro Kanal nicht getestet.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen

Die leistungsstarke Elektronik zahlt sich aus: In der Werkseinstellung und den verschiedenen Bildmodi konnten wir kein Banding in Farb- und Grauverläufen ausmachen. Auch die Nutzung der Farbraumemulation, oder andere Einstellungen, die mit Bordmitteln getroffen wurden (z.B. eine Änderung der Gradation über den Gamma-Regler), änderten daran nichts. Nach der Softwarekalibrierung mit verschiedenen Parametern (u.a. auch eine sRGB- und L*-Gradation) blieb die Darstellung ebenfalls ohne störendes Banding. Der NEC PA271W verhält sich also ab Werk schon erfreulich neutral, Eingriffe in die Grafikkarten-LUT bleiben faktisch aus. Die Hardwarekalibration über SpectraView II führte erwartungsgemäß zu keinem anderen Ergebnis.

Tonwerte sind in der Werkseinstellung (Gamma 2.2) ab der vierten Stufe sichtbar. Am anderen Ende des Helligkeitsspektrums sind nur die zwei letzten Tonwerte nicht mehr differenzierbar. Durch die Änderung der Gradation macht die Auswahl des sRGB-Modus Tonwerte ab der ersten Stufe sichtbar (die Testbilder werden ohne Farbmanagement angezeigt).

Die Differenzierung heller und dunkler Graustufen wurde mittels entsprechender
Testbilder überprüft.

Die Ausleuchtung gibt keinen Anlass zur Kritik. Aufhellungen oder störende Wolkenbildungen bleiben aus. Nur unter fast schon synthetischen Bedingungen, d.h. dem Abfotografieren mit langer Belichtungszeit, zeigen sich minimale Aufhellungen. Sie sind für das menschliche Auge im Normalbetrieb nicht sichtbar. Der Schwarzpunkt liegt in der Werkseinstellung bei 0,24 cd/m². Unter Berücksichtigung der Leuchtdichte von knapp 230 cd/m² ist das ein sehr guter Wert.

Ausleuchtung des Monitors bei kurzer Belichtungszeit (links) und langer Belichtungszeit (rechts).

Der minimale Schwarzpunkt liegt, nach Messung durch das X-Rite DTP94, bei ebenfalls sehr ordentlichen (da niedrigen) 0,10 cd/m². ColorComp (NECs Kompensationsschaltung zur Verbesserung der Bildhomogenität) war dabei ausgeschaltet. Der NEC PA241W lag hier noch bei deutlich höheren 0,15 cd/m².

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