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TESTBERICHT: Iiyama ProLite G2773HS-GB1 Teil 7


Sehr kurze Schaltzeiten mit vollem Overdrive (+2), dazu starke Überschwinger.

Naturgemäß werden derart kurze Schaltzeiten mit starken Überschwingern erkauft. Während sie bei den hellen Messpunkten noch moderat ausfallen, werden sie bei den dunklen Messpunkten extrem groß. Für sehr schnelle Spiele mag das sinnvoll sein, der Filmgenuss wird davon allerdings schon sichtlich beeinträchtigt.

Am anderen Ende der Skala ist der Overdrive deaktiviert, dennoch gehört das Panel auch hier nicht gerade zu den langsamen Vertretern. Der Durchschnittswert von 13,4 Millisekunden zeigt, dass das Tempo beim Bildaufbau auch für Videos mit schnell bewegten Szenen immer noch ganz locker reicht. Wer es gern optimiert liebt, dem sei dafür die neutrale Overdrive-Position "0" empfohlen: sie liefert die kürzesten Schaltzeiten, die noch ohne Überschwinger möglich sind.

Auch ohne Overdrive ist das Panel immer noch recht schnell.

Die Messwerte bei 60 Hz zeigen genügend Potential für den 120Hz-Betrieb. Tatsächlich stellen sich auch bei der erhöhten Bildfrequenz praktisch dieselben Ergebnisse ein. Ein wenig kleiner fallen die Überschwinger aus, daher verlängern sich auch die Schaltzeiten ein ganz klein wenig – solch minimale Unterschiede bei den Messwerten sind in der Praxis nicht relevant. Deaktivieren würden wir den Overdrive bei 120 Hz aber nicht mehr, die Null-Position sollte jetzt die unterste Wahl sein.

Auch Bildwechsel mit 120 Hz werden mühelos bewältigt (hier mit Overdrive +2).

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Iiyama G2773HS messen wir eine lange Signalverzögerung von 18,1 Millisekunden – für einen Gaming-Monitor ist das sehr erstaunlich. Auch wenn dann bis zur Soll-Helligkeit nur noch ganz kurze 1,7 Millisekunden vergehen, fällt die mittlere Gesamtlatenz mit insgesamt 19,8 Millisekunden nicht so kurz aus wie erwartet.

Warum sollte ein Gaming-Monitor einen Bildframe zwischenspeichern? Des Rätsels Lösung könnte der an sich so vorteilhafte 120Hz-Modus sein: beim genauen Blick auf die Helligkeitsverläufe unter dem Oszilloskop zeigt sich, dass jedes Bild bei 60 Hz in zwei Schritten aufgebaut wird. Intern arbeitet der Bildschirm scheinbar nur noch mit 120 Hz, die (bislang noch) normalen 60Hz werden in einer Art Kompatibilitätsmodus verarbeitet.

Nur extrem schnelle Gamer werden den Bildzwischenspeicher überhaupt bemerken, der leider auch bei 120 Hz noch arbeitet. Auch wenn das Lag dann mit 8,4 Millisekunden nur noch halb so lang ist, scheint dies dann doch ein Designfehler der Entwickler zu sein.

Backlight

Die LED-Hintergrundbeleuchtung des G2773HS ist PWM-gesteuert, Helligkeiten unterhalb von 100 Prozent werden erzielt indem kurze Dunkelphasen eingelegt werden. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir eine Umschaltfrequenz von 218 Hz, das Tastverhältnis ist mit nur 45 Prozent recht niedrig. Die Wahrscheinlichkeit für ein störendes Backlight-Flimmern ist daher bei sehr empfindlichen Menschen schon erhöht.

Das Backlight ist PWM-gesteuert.

Subjektive Beurteilung

Bei einem Gamer Monitor, der mit 120 Hz Bildwiederholrate beworben wird, sollte man auch bei schnellen Bewegungen ein sehr sauberes und scharfes Bild erwarten können. Im subjektiven Test konnte der Iiyama die hochgesteckten Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllen. Die Bewegungsunschärfe wirkt nicht besser als bei anderen Monitoren mit 60 Hz Technik. Bei gewöhnlichen Spielen und Videos sind keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen.

Schnelle Bewegungsabläufe wirken jedoch nicht flüssig, sondern etwas unruhig und abgehackt. Dies mag das Resultat aus der schnellen Reaktionszeit und dem mit einem Zwischenbild emulierten Kompatibilitätsmodus sein. Das Aktivieren der Overdrive-Funktion ändert an diesem Eindruck nur wenig. Bei zu starker Einstellung werden dagegen Corona-Effekte erkennbar.

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