Test Monitor Philips 241P4LRYES

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Einleitung

Philips hat mit dem 241P4LRY einen Business-Monitor mit 24-Zoll TN-Panel im HD-Format vorgestellt, der mit einer besonderen Funktion aufwartet. Mit einem Ergo-Sensor möchte Philips gegen Rückenbeschwerden vorgehen, die jährlich zu zahlreichen Arbeitsausfällen durch Krankschreibungen führen. Ob das klappt, werden wir in diesem Test eingehender untersuchen. Den Philips 241P4LRY gibt es in zwei Farbvarianten als 241P4LRYES (Testgeräte) und 241P4LRYEB.

Darüber hinaus interessieren uns natürlich die inneren Werte des Monitors. Schließlich soll ein Monitor nicht nur mit neuen Funktionen, sondern auch bei den klassischen Anforderungen an einen Monitor überzeugen. Philips bewirbt vorrangig den neuen Sensor, den Monitorstandfuß, den Zero-Netzschalter und eine ökologische Wiederverwertbarkeit der Kunststoffe von 65 Prozent. Dass der Monitor ein WLED-Backlight, ein Kontrastverhältnis von 1000:1 und eine Reaktionszeit von 5ms aufweisen soll, wird nur nebenbei erwähnt. Wir überprüfen in unserem Test, in welchen Disziplinen uns der Monitor wirklich überzeugen kann.

Lieferumfang

Der gut und sicher verpackte Monitor wird in einem schlicht bedruckten Karton geliefert und wiegt inklusiv der Verpackung knapp 9 kg. Der Monitor selbst wiegt nur 6,4 kg. Der Karton ist etwas dicker als bei vergleichbaren Monitoren, da der Tragarm und die Bodenplatte vorab bereits eine stabile Einheit bilden und nicht mehr zusammengeschraubt werden müssen. Das Zubehör ist übersichtlich und deckt alle wesentlichen Aspekte ab. Neben VGA und DVI-D-Kabel sind ein Audio-, und ein Strom-Kabel beigelegt. Ein DisplayPort-Kabel fehlt leider und muss bei Bedarf im Zubehörhandel besorgt werden.

Eine grafische Kurzanleitung und ein in Englisch gehaltenes Info-Blatt zum Ergo-Sensor sind auch dabei, das ausführliche Handbuch gibt es mehrsprachig als PDF-Version auf der beigepackten CD. Darüber hinaus enthält die CD einen Treiber zur Nutzung des Monitors im Plug-and-Play-Betrieb sowie Software zur Nutzung der Smart-Control-Funktion. Aktuelle Versionen des CD-Inhalts können auch von der Herstellerseite bezogen werden.

Philips 241p4lryes Monitor Zubehoer
Zubehör und Basisständer.

Optik und Mechanik

Der Philips 241P4LRY wirkt elegant und präsentiert sich in einer Kombination aus einer silbern schimmernden Frontansicht und einer in mattem schwarz gehaltenen Rückansicht. Seitlich betrachtet wirkt der Monitor sehr schlank, was optisch durch die klar gezogene Silberlinie am Displayrand und am Tragarm vermittelt und durch den flach gehaltenen Tragarm noch verstärkt wird.

Bedientasten weist der Monitor keine auf. Sie sind nahtlos in den Displayrahmen unten rechts integriert und werden durch die Berührung der aufgedruckten Symbole angesteuert. Der Monitor erweist sich damit als sehr pflegeleicht, zumal Staub und Fingerabdrücke bei den matt gehaltenen Beschichtungen der Oberflächen kein Problem darstellen.

Philips 241p4lryes Monitor Vorne
Frontansicht des Philips 241P4LRY.

Die Rahmenbreite beträgt seitlich rund 1,5 cm. Sie ist oben leicht und unten auf circa 3,4 cm verbreitert. Der silberne Schriftzug Philips hebt sich dezent vom Displayrahmen ab. Rechts und links davon sind die beiden integrierten Lautsprecher angebracht, die optisch schwungvoll durch die kleinen Lüftungsreihen miteinander verbunden sind und dem Monitor ein freundliches Gesicht verleihen. In den Ecken des Displayrahmens wirken graue Schriftzüge dezent auf die Ausstattungsmerkmale des Monitors beziehungsweise auf die Funktionen des OSD-Menüs hin.

Der Basisständer, bestehend aus einer runden Bodenplatte mit geradem Anschnitt vorne und einem geschwungen Tragarm. Er macht einen eleganten und stabilen Eindruck. Mit einem Klick rastet er in die VESA-Halterung auf der Rückseite des Displaypanels ein und kann mit dem darunter liegenden Knopf wieder leicht entriegelt werden. Die große Ausbuchtung im Tragarm kann bequem zur Kabelführung genutzt werden.

Philips 241p4lryes Monitor Detail1
Philips 241p4lryes Monitor Detail2
Links: VESA-Entriegelungsknopf und Netzschalter. Rechts: Ergo-Sensor.

Ergonomisch erweist sich der Tragarm als sehr flexibel. So kann das Display um 5 Grad nach vorn und um bis zu 20 Grad nach hinten geneigt werden. In seiner niedrigsten Position befindet sich die Rahmenunterkante nur 2,5 cm über der Tischoberfläche. Ein Hub von 135 mm ist ebenfalls möglich und schafft damit den notwendigen Raum für eine Drehung des Displays in den Pivot-Modus.

Dabei gleitet das Display mit einem schabenden Geräusch problemlos hinauf auf zwei Schienen. Eine seitliche Drehung des Displays wird durch eine Drehung des Tragarms auf der Bodenplatte erzielt. Damit ist eine seitliche Drehung von +/-65 Grad möglich. Alternative Befestigungssysteme oder eine Wandmontage können über die VESA100-Verschraubung genutzt werden.

Philips 241p4lryes Monitor Lift
Philips 241p4lryes Monitor Pivot
Einfache Höhenverstellung und Pivot-Funktion.

Das Netzteil ist in die Rückwand integriert. Lüftungsschlitze befinden sich unauffällig an der oberen Seite der gestuften Rückwand und sind durch einen zusätzlichen Steg vor herabfallendem Staub geschützt. Viel Abwärme sollte für ein Display mit LED-Backlight nicht anfallen.

Philips 241p4lryes Monitor Drehung
Philips 241p4lryes Monitor Neigung
Einfache Drehung und Neigung des Displays.

Technik

Ergo-Sensor

„Sitzen Sie bitte 20 cm näher am Monitor“ – mit solchen Einblendungen meldet sich hin und wieder der Philips-Monitor, wenn der Ergo-Sensor im OSD-Menü aktiviert ist. Die mittig im oberen Displayrahmen eingefügte CMOS-Kamera, die Philips als Ergo-Sensor bewirbt, registriert die Zeitdauer, die Körperhaltung und den Abstand des Nutzers und gibt nach einer gewissen Zeitspanne eine kleine Meldung auf dem Display heraus, sobald der Sensor der Meinung ist, dass sich der Nutzer nicht mehr in einer ergonomisch günstigen Körperhaltung für dauerhaftes Arbeiten befindet. Philips möchte mit dem Ergo-Sensor eine gesündere Arbeitsweise fördern und damit einen Beitrag zur Reduzierung der zahlreichen Arbeitsausfälle durch Rückenbeschwerden liefern.

Langes Arbeiten am Monitor kann zu Schmerzen im Rücken, im Nacken, zu Kopfschmerzen oder auch zu einem Brennen oder Stechen in den Augen führen. Solchen negativen Folgen von zu langen und zu intensiven Monitorarbeiten möchte Philips mit dem neuen Ergo-Sensor entgegenwirken. Daher liefert der Ergo-Sensor hin und wieder Tipps für eine gerade Körperhaltung oder für eine bessere Einstellung der Neigung und der Höhe des Displays. Oder aber er lädt den Nutzer dazu ein, eine Kaffeepause zu machen, wenn man sich schon zu lange vor dem Monitor befindet. So weit kam es in unserem Falle leider nicht.

Lehnt man sich für längere Zeit entspannt zurück, aktiviert der Monitor den Stromsparmodus, reduziert die Bildschirmhelligkeit und führt den Monitor schließlich in den Schlummermodus. Ob das der Benutzer auch so wünscht, interessiert, den Ergo-Sensor nicht. Das geschieht leider auch im Minuten-Takt, wenn man konzentriert am Monitor arbeiten möchte und dabei Tastatureingaben tätigt oder die Maus bewegt. Hier entpuppt sich Philips ehrgeiziges Ziel, mit aktiviertem Ergo-Sensor auch bis zu 80 Prozent Energie einzusparen, als wenig förderlich, zumal der Monitor nicht registriert, dass man intensiv mit der Maus oder mit der Tastatur beschäftigt ist.

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