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TESTBERICHT: Samsung S27A950D Teil 7


Ein derart schnelles Panel bringt natürlich beste Voraussetzungen für den 120 Hz Betrieb mit. Die Messung bei dieser hohen Bildrate zeigt, dass der Overdrive etwas zurückhaltender arbeitet, wodurch sich die Schaltzeiten gegenüber dem Betrieb mit 60 Hz ein klein wenig verlängern. Ein Verlust ist das nicht: zeigt sich hier doch deutlich, dass dieses Panel nicht mit Extrembeschleunigung auf Tempo gebracht werden muss, sondern einfach schnell genug ist.

Reaktionszeit Schnellstens (120 Hz): Kurze Schaltzeiten, etwas flachere Überschwinger.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Beim S27A950D messen wir beim Betrieb mit 60 Hz eine lange Signalverzögerung von 22 Millisekunden, anscheinend wird immer ein Frame zwischengespeichert. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen dann im Durchschnitt nur noch 2,5 Millisekunden (Reaktionszeit schnellstens), die mittlere Gesamtlatenz ist aber mit insgesamt 24,5 Millisekunden deutlich länger als bei Computermonitoren üblich.

Bei 120 Hz verkürzt sich die Signalverzögerungszeit auf 13 Millisekunden, zusammen mit der halben Bildwechselzeit von jetzt 2,8 Millisekunden erhalten wir eine Gesamtlatenz von 15,8 Millisekunden.

Backlight

Die LED-Hintergrundbeleuchtung des S27A950D ist PWM-gesteuert, bei Helligkeiten unterhalb von 100 Prozent werden kurze Dunkelzeiten eingelegt. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir sowohl bei 60 wie bei 120 Hz Bildrate eine Umschaltfrequenz von 180 Hz, das Tastverhältnis beträgt 56 Prozent. Bei diesen relativ niedrigen Werten könnten sehr sensible Menschen bereits ein Backlight-Flimmern wahrnehmen, dieser Effekt tritt allerdings nur bei wenigen Benutzern und individuell sehr unterschiedlich auf.

Das Backlight ist PWM-gesteuert, hier bei 120 Hz Bildrate.

Sound

Der S27A950D bietet keine Lautsprecher für die direkte Ausgabe von Audiosignalen. Es ist jedoch ein analoger 3,5 Millimeter Klinke-Ausgang vorhanden. Über das OSD lässt sich die Lautstärke regeln. Als Quelle kann hier nur einer der digitalen Display-Eingänge genutzt werden. Ein separater Audio-Eingang steht nicht zur Verfügung.

3D-Technik

Die 3D-Funktionalität eines Bildschirms lässt sich aufgrund der Technik nur subjektiv bewerten. Fotos der Darstellungsqualität sind durch die Shutter-Technik nicht möglich. Wir beurteilen im Folgenden die im Lieferumfang beiliegende aktive Shutter-Brille sowie die 3D-Funktionen des Bildschirms im Praxistest.

3D-Funktionen

Der Samsung S27A950D unterstützt natives 3D. So erkennt beispielsweise die Playstation 3 den Monitor direkt als 3D-fähiges Gerät. Das ist für das Abspielen von 3D-Material an solchen Geräten nötig. Hierzu verfügt der Monitor über ein 120 Hz-Panel, das im 3D-Betrieb jedem Auge ein eigenes Bild mit 60 Hz anbietet. Es werden vom Monitor mehrere Funktionen bezüglich der 3D-Darstellung unterstützt.

3D: Die reine 3D-Darstellung arbeitet nur mit richtigem 3D-Material zusammen. Dabei wird Material im Upside-Down-Verfahren sowie im Side-by-Side-Verfahren angenommen. Gewöhnliche 3D-Blurays liegen meist im Side-by-Side-Verfahren vor. So auch die getestete 3D-Bluray von "Tron: Legacy". Zunächst wurden die mitgelieferten Trailer betrachtet. Dazu gehört auch der 3D-Trailer zu "Fluch der Karibik 5". Sofort stellt sich 3D-Gefühl ein. Das Bild wirkt plastisch und tief und ist dabei auf den ersten Blick absolut scharf.

Es zeigt sich jedoch, dass ein bewegtes Bild ab einer gewissen Geschwindigkeit leicht schmierig wird, vor allem in der hinteren Szene. Spätestens beim 3D-Menü des Hauptfilms fällt auf, dass im Hintergrund eine Animation des alten Flynn auf weißem Hintergrund gut sichtbares Ghosting aufweist. Das erklärt auch die sichtbare Unschärfe bei Bewegung. Bei laufendem Film fällt das aber nur bei extrem kontrastreichem Bild auf. Ansonsten beschränkt sich der Effekt auf die genannte leichte Unschärfe. Diese Unschärfe fällt teilweise auch im Vordergrund auf, der aus dem Bild ragen soll, wie beispielsweise dem Säbel in der Türe. Hier wird der vordere Teil des Säbels etwas weniger scharf als der Rest der Szene. Das 3D-Erlebnis ist in jedem Fall gegeben und sieht fast immer gut aus.

Im OSD des Samsung sind während der Nutzung von 3D die Funktionen HDMI-Schwarzwert und Reaktionszeit ausgegraut und nicht verfügbar. 3D zu 2D: Der Monitor unterstützt eine Funktion für das Rückführen von 3D-Material in 2D. Dazu blendet das Gerät eine Hälfte des Side-by-Side-Signals aus und zeigt den Rest als normales 2D-Bild an. Das funktioniert soweit einwandfrei. Man beachte jedoch, dass hierbei maximal 60 Hz Bildfrequenz möglich sind.

2D zu 3D: Mit der 2D-zu-3D Funktion ist es möglich, normales 2D-Bild in ein 3D-Bild umzuwandeln. Hierzu wurde der gleiche Film "Tron: Legacy" in der 2D-Bluray-Version verwendet. Es wurde der gleiche Trailer von "Fluch der Karibik" angeschaut. Der gezeigte 3D-Effekt ist deutlich von dem nativen 3D zu unterscheiden. Die Szene wirkt viel flacher, es ist nur ein sehr geringer 3D-Effekt auszumachen. Im 3D-Menü des OSD ist nun eine Funktion für die Tiefe des 3D-Effekts verfügbar. Diese ermöglicht eine Justierung von 1 bis 10 und steht ab Werk auf 4.

Eine Erhöhung des Werts erzeugt einen stärkeren 3D-Effekt. Selbst auf der Stufe 10 kommt das Ergebnis aber bei Weitem nicht an das native 3D heran. Zudem erzeugt diese Funktion deutlich stärkeres Ghosting, das bei Erhöhung des Tiefe-Faktors sogar noch massiv ansteigt. Auf Stufe 10 lässt sich Ghosting in sehr vielen Szenen ausmachen. Zudem fällt beim Hauptmenü der Blu-Ray auf, dass das teilweise transparente Menü sich bei dahinter bewegenden Szenen nicht stabil verhält sondern Verschiebungen zeigt. Das liegt an der Software-seitigen Umrechnung von 2D in 3D. Das auf Stufe 10 erzeugte 3D-Bild strengt die Augen sehr an, viel mehr als natives 3D.

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