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BRANDHEISS

Test Monitor Samsung S27A950D
4/7

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Samsung S27a950d Monitor Kal
Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung stimmen Farbtemperatur und Gammaverlauf optimal mit den Vorgaben überein. Farbabweichungen lassen sich allerdings immer noch nicht vermeiden, hier wirkt sich die geringe Farbraumabdeckung aus. Bei der Fotobearbeitung ist die Verbesserung deutlich erkennbar, dennoch ist der Monitor auch im kalibrierten Zustand nur für den Hobbybereich geeignet.

Für die Kalibrierung mussten alle Farbregler zunächst auf Werte von maximal 48 herunter geregelt werden, um überhaupt eine saubere Einstellung erzielen zu können. Der Weißpunkt 6516K wurde schließlich bei R-G-B = 39-48-48 gefunden, die Werkseinstellung war 50-50-50 (von jeweils 100). Schließlich erwies sich noch der Gammawert in der Voreinstellung Gamma 1 als zu niedrig, stattdessen haben wir die Einstellung Gamma 3 gewählt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Der Samsung S27A950D bietet im OSD eine Einstellmöglichkeit für das anzuzeigende Bildformat. Es lässt sich dabei zwischen der Einstellung „Breit“ und „Auto“ wählen. Leider war es nicht möglich, diese Einstellungen in der Praxis auf die Wirkung zu untersuchen. Trotz vielfacher Versuche, neuer Grafikkarten-Treiber und neuer Bildschirm-Treiber direkt vom Hersteller zeigt die Einstellung der Skalierung zu keinem Zeitpunkt eine sichtbare Wirkung.

Der Grafikkarten-Treiber zeigte an, dass neben der Einstellung der Skalierung über die GPU keine weitere Quelle für Einstellungen vorhanden sei. Es kommt noch hinzu, dass eine Veränderung der Skalierungseinstellung über die Grafikkarte keinen Einfluss auf das gezeigte Bild hat. Wie bereits erwähnt brachten auch hier Treiber-Aktualisierungen keine Besserung. Ein Vergleich mit anderen Monitoren zeigte, dass dieser Fehler nur beim S27A950D auftrat.

Die Schärfe-Einstellung lässt sich beim SamsungS27A950D im Bereich von 0 bis 100 in vierer Schritten wählen. Die Grundeinstellung liegt bei 60. Eine Absenkung des Wertes erzeugt eine gleichmäßig stärker werdende Unschärfe des gesamten Bildes. Die maximale Ausprägung ist hierbei sichtbar größer als bei anderen Bildschirmen. Es lassen sich so künstlich massive Doppelkonturen und eine starke Unschärfe des Bildes provozieren. Eine Erhöhung der Einstellung führt zu einer Überschärfung des Bildes mit einhergehenden Konturfehlern. Die Grundeinstellung ist hier die beste Wahl bei nativer Auflösung.

Samsung S27a950d Monitor Gitter Nativ
Samsung S27a950d Monitor Gitter 720
Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.
Samsung S27a950d Monitor Text Nativ
Samsung S27a950d Monitor Text 720
Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Darstellung und Schärfe bei nativer Auflösung ist wie zu erwarten sehr gut. Bereits die vom Bildformat her gleiche Auflösung 720p zeigt jedoch eine Verschlechterung in Form einer sichtbaren Unschärfe des Bildes. Dieser Eindruck bestätigt sich bei jeder anderen getesteten Auflösung. Das Ergebnis ist hierbei gleichmäßig. Keine der getesteten Auflösungen zeigt eine weitere Verschlechterung oder etwa eine Verbesserung des subjektiven Bildeindrucks.

Reaktionsverhalten

Den S27A950D haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss und bei 120 Hz am DisplayPort vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird die Reaktionszeit mit 2 Millisekunden (GtG) angegeben. Nachdem wir die Overdrive-Option „Reaktionszeit schnellstens“ gewählt haben, messen wir den schnellsten Grauwechsel mit 3,2 Millisekunden, für Schwarz-Weiß erhalten wir 4,1 Millisekunden. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte ist mit 4,9 Millisekunden ebenfalls sehr kurz.

Der Helligkeitsverlauf zeigt eine deutliche Beschleunigung mit teilweise starken Überschwingern. Für den Abschluss eines Helligkeitswechsels werden dann zwei Bildframes benötigt.

Samsung S27a950d Monitor Reaktion 60 2
Samsung S27a950d Monitor Over 60 2
Reaktionszeit Schnellstens (60 Hz): Sehr kurze Schaltzeiten, deutliche Überschwinger.

Ab Werk ist die Reaktionszeit auf die mittlere Option „schneller“ voreingestellt. Dadurch werden die Schaltzeiten aber nicht so sehr viel länger, wir messen 4,4 (GtG) bzw. 4,3 Millisekunden (Schwarz-weiß). Überschwinger treten jetzt viel seltener auf, dadurch verlängert sich der Mittelwert über alles auf – immer noch schnelle – 7,7 Millisekunden. Diese recht neutrale Voreinstellung ist für Videos sehr gut geeignet.

Samsung S27a950d Monitor Reaktion 60 1
Samsung S27a950d Monitor Over 60 1
Werkseinstellung Schneller (60 Hz): Minimal längere Schaltzeiten, neutrale Beschleunigung.

Ein derart schnelles Panel bringt natürlich beste Voraussetzungen für den 120 Hz Betrieb mit. Die Messung bei dieser hohen Bildrate zeigt, dass der Overdrive etwas zurückhaltender arbeitet, wodurch sich die Schaltzeiten gegenüber dem Betrieb mit 60 Hz ein klein wenig verlängern. Ein Verlust ist das nicht: zeigt sich hier doch deutlich, dass dieses Panel nicht mit Extrembeschleunigung auf Tempo gebracht werden muss, sondern einfach schnell genug ist.

Samsung S27a950d Monitor Reaktion 120 2
Samsung S27a950d Monitor Over 120 2
Reaktionszeit Schnellstens (120 Hz): Kurze Schaltzeiten, etwas flachere Überschwinger.

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