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TESTBERICHT: NEC P232W Teil 7


Reaktionsverhalten

Den P232W haben wir in nativer Auflösung bei 60Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt finden wir zwei Reaktionszeiten: 14 Millisekunden (typisch) sowie 8 Millisekunden (GtG). Die Beschleunigungsoption Response Improve (dt. Reaktionsverbesserung) bietet die Einstellungen Aus und Ein, voreingestellt ist Aus.

So konfiguriert messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,3 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 10,2 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 14,4 Millisekunden.

Response Improve aus: Zügige Schaltzeiten, geringfügige Überschwinger.

Diese Charakteristik finden wir derzeit bei IPS-Panels sehr häufig. Die gleich langen Balken im linken Chart zeigen uns, dass die Schaltzeiten an all unseren Messpunkten ähnlich lang sind. Im rechten Chart sieht der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent recht neutral aus, die kleinen Überschwinger sind noch unproblematisch.

Ganz ohne Beschleunigung arbeitet diese Einstellung aber keinesfalls. Am dunklen Ende unseres Messbereiches werden die Überschwinger plötzlich sogar ziemlich kräftig, was die Neigung zu Bildartefakten speziell in sehr dunklen schnell bewegten Bildbereichen deutlich erhöht.

Response Improve ein: Kürzere Schaltzeiten mit deutlichen Überschwingern.

Mit aktivierter Overdrive-Option gehen die Schaltzeiten kaum nennenswert zurück, doch jetzt finden wir schon bei den Grauwechseln mit mittlerer Helligkeit deutliche Überschwinger. Beim hier dargestellten Bildwechsel 80-50 sind es bereits 25 Prozent Überhöhung, bei den dunkleren Bildwechseln erreicht die Anstiegsflanke das Doppelte der Sollhelligkeit.

Die Neigung zu Bildartefakten in schnell bewegten Bereichen ist daher hoch, der kleine Gewinn bei den Schaltzeiten steht in keinem guten Verhältnis zur möglichen Einbuße an Bildqualität.

Wer nicht gerade schnelle Shooter spielen will, der lässt die Overdrive-Option am besten ausgeschaltet. Ein wenig mehr Engagement der Entwickler bei der Abstimmung des Overdrives hätte dem P232W schon gut zu Gesicht gestanden.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Auch hier zeigt der P232W keine Spielerqualitäten, denn die Signalverzögerung ist mit 17,8 Millisekunden recht lang.

Da kann auch die gar nicht mal so unflotte halbe mittlere Bildwechselzeit mit 5,7 Millisekunden (Response Improve Ein) nicht mehr viel ausrichten: 23,5 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz sind für Gamer nicht attraktiv.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des P232W arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Auch bei voll aufgedrehtem Backlight werden ganz kurze Pausen eingelegt, mit nur 1 Prozent Pausenanteil (entspricht einer Tastrate von 99 Prozent) sind die aber nicht wahrnehmbar. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) sehen wir die PWM-typische Rechteckschwingung im Chart.

Die Schaltfrequenz ist mit 180 Hz nicht sehr hoch, die Tastrate liegt bei 51 Prozent. Käufer mit besonderer Empfindlichkeit gegen Backlight-Flimmern sollten daher einen Praxistest machen.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Obwohl die Reaktionszeit des Monitors nicht unbedingt als besonders schnell bezeichnet werden kann, fallen in Spielen nur geringe Schlieren auf. Die recht hohe Latenz ist von Gelegenheitsspielern wohl kaum wahrnehmbar. Ambitionierte Gamer, für die dieser Monitor allerdings auch keinesfalls konzipiert wurde, werden mit einem 120Hz oder 144Hz Monitor sicherlich glücklicher.

Sound

Der Monitor besitzt keine eingebauten Lautsprecher. Er besitzt zudem keinen Audioausgang, so dass per HDMI zugespielte Audiosignale nicht an eine externe Quelle weitergegeben werden können.

DVD und Video

Den Blu-Ray Player haben wir für die nachfolgenden Tests per HDMI mit dem Monitor verbunden.

Der gute Standardmodus sollte auch für die Betrachtung von Filmen beibehalten werden, da kein spezieller Filmmodus zur Verfügung steht. Zusätzliche Einstellungen müssen ebenfalls nicht durchgeführt werden, dass Videobild hat uns in diesem Betrieb gut gefallen und es waren auch keine auffälligen Schlieren erkennbar. Durch das 16:9 Format können viele Quellen zudem bildschirmfüllend wiedergegeben werden. Der gute Blickwinkel ist als weiterer positiver Punkt zu erwähnen, allerdings muss auch der schon ausführlich angesprochene IPS-Glow Effekt beachtet werden.

Test der Videoeigenschaften.

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