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TESTBERICHT: Dell U2717D

Einleitung

Die UltraSharp-Modellreihe von Dell erfreut sich bereits seit über zehn Jahren großer Beliebtheit. Alle ein bis zwei Jahre spendiert Dell dabei seinen Modellen zumindest einen Refresh bzw. eine Neuauflage erfolgreicher Produkte. Der U2717D, den wir hier im Test näher unter die Lupe nehmen, ist der Nachfolger des erfolgreichen U2715H.

Gleichgeblieben ist die Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln, die sich auf einem blickwinkelneutralen 27-Zoll-IPS-Panel im 16:9-Format verteilen. Neu ist dagegen der hauchdünne InfinityEdge-Rahmen an allen vier Seiten des Monitors, der für einen nahezu nahtlosen Betrachtungskomfort – vor allem im Mehrmonitorbetrieb – sorgen soll.

Auch für eine präzisere Farbdarstellung wurde gesorgt. Sie ist ab Werk vorkalibriert mit einem Delta E < 2 und bietet eine 99%ige Abdeckung des sRGB-Farbraums. Ansonsten ist die Beschreibung auf der Webseite von Dell eher nüchtern und lässt vermuten, dass der U2717D vor allem für den Büro-Einsatz konzipiert wurde.

Auf der Webseite von Dell ist das Gerät für stolze 741,61 EUR gelistet. Zum Zeitpunkt der Testerstellung ist es im Online-Handel aber auch schon ab ca. 510 EUR erhältlich.

Hands on Video zum Dell U2717D

Lieferumfang

Im Lieferumfang sind neben dem Netzkabel auch ein DisplayPort-Kabel (Mini auf Standard) und das Kabel für den USB-3.0-Hub enthalten. Ein sehr gut illustriertes und verständlich geschriebenes Handbuch befindet sich auf der CD. Erfreulich ist, dass sich das Handbuch tatsächlich nur auf einen Monitor bezieht und nicht auf mehrere Modellvarianten wie bei manch anderem Hersteller. Das macht das Lesen doch deutlich einfacher.

Auf der CD befindet sich auch ein Standard-Farbprofil, der Treiber und die Dell-Applikation "Display Manager". Er dient zum Management eines Monitors oder einer Gruppe von Monitoren und ermöglicht eine manuelle Anpassung des dargestellten Bildes, die Zuweisung automatischer Einstellungen, die Energieverwaltung, die Fensterorganisation, die Bilddrehung und weitere Funktionen ausgewählter Dell-Modelle.

Lieferumfang des Dell U2717D

Optik und Mechanik

Die Montage gelingt beim Dell U2717D denkbar einfach. Das Standbein wird zunächst auf der Display-Rückseite eingerastet und kann mittels Push-Button wieder gelöst werden. Der Standfuß wird über eine Steckvorrichtung auf das Standbein geschoben und dann mittels Flügelschraube werkzeugfrei fixiert. Auch die Verpackung ist vorbildlich, so dass der gesamte Vorgang aus Auspacken, Aufbauen und Aufstellen kaum fünf Minuten dauert.

Montage des Standbeins (Screenshot Handbuch Dell)

Das Design des Dell U2717D ist zwar eher schlicht und funktional gehalten, hat aber dennoch Pfiff. Am Auffälligsten von vorne ist der InfinityEdge-Rahmen. Der eigentliche Rahmen ist kaum mehr als 1 mm breit. Erfrischend ehrlich sind aber auch hier die Angaben von Dell, die auch den Rahmen durch den inaktiven, schwarzen Bildschirmbereich miteinbeziehen: 7,3 mm oben, links und rechts, 8,4 mm unten.

Damit eignet sich der Dell U2717D ganz ausgezeichnet für den Mehrmonitorbetrieb, bei dem mehrere Bildschirme nahtlos aneinander gestellt werden. Den Dell U2717D gibt es übrigens dazu auch in einer Variante mit Schwenkarm (statt Standfuß). Ansonsten sind Vorbohrungen nach VESA-Standard auf der Rückseite auch hier selbstverständlich.

Ansichten: Monitor Dell U2717D vorne und hinten in der höchsten Stellung

Die Rückseite ist hellgrau und aus einem glatten, pflegeleichten Kunststoff gefertigt. Passend zum bevorzugten Einsatzzweck im Büro also quasi "ein schicker Anzug", aber ohne Extravaganzen.

Ansichten: Monitor Dell U2717D vorne und hinten in der niedrigsten Stellung

Hinsichtlich Ergonomie bietet der Dell U2717D alles, was das Herz begehrt: 13 Zentimeter Höhenverstellung, 45°-Drehung nach links und rechts, schwenkbar von -5° bis +21°. Selbstverständlich ist auch eine Pivotfunktion für das Hochformat vorhanden.

Ansichten: Seitlich mit Neigungswinkel

Die Neigungsverstellung funktioniert dabei "butterweich" und bleibt gleichzeitig stabil in Position. Das Gleiche gilt für die Drehung. Nur der Schwenk in die Pivotstellung erfordert etwas mehr Kraftaufwand.

Verstellmöglichkeiten im Überblick (Screenshot Handbuch Dell)

Ansicht in Pivotstellung

Zum Bündeln und Durchführen der Kabel hat das Standbein eine kreisrunde Öffnung.

Standbein

Das Netzteil ist direkt im Gehäuse integriert, das Gerät erwärmt sich dennoch auch nach längerem Betrieb kaum. Ein schmaler und relativ gut staubgeschützter Schlitz auf der Rückseite sorgt zusätzlich für die Ableitung entstehender Wärme.

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim Dell U2717D keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby als auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Nur mittels spezieller Testbilder ist dem Dell U2717D ein Surren zu entlocken. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 74 W 32,7 W
Betrieb typisch k.A. -
140 cd/m² k.A. 20,6 W
Betrieb minimal k.A. 13,9 W
Energiesparmodus (Standby) 0,5 W 0,4 W
Ausgeschaltet (Soft Off) k.A. 2,3 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) - -

* Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

Dell nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 74 Watt. Nach unseren Messungen liegt der Maximalverbrauch mit 32,7 Watt sogar 56 Prozent darunter. Im Stand-by-Modus messen wir 0,4 Watt. Eigenartig ist allerdings, dass der Power-Button den Verbrauch nur auf 2,3 Watt reduziert und damit ein deutlich schlechteres Ergebnis liefert, als das bequeme Stand-by. Wir haben das mehrfach nachgemessen, die Ergebnisse waren konsistent. Den USB-Hub haben wir für die Messungen nicht angeschlossen.

Im Menü gibt es unter "Energie" die Einstellung "Aus während Bereitschaft" für den USB-Hub. Möglicherweise schaltet der Monitor also im Stand-by den USB-Hub aus, nicht aber bei "Power off". Einen Netzschalter, um den Monitor komplett vom Stromnetz zu trennen, hat der Dell U2717D nicht.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 20,6 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu ausgezeichneten 1,4 cd/W.

Anschlüsse

Die Kabel werden von unten nach oben gesteckt. Das ist bei häufigem Wechsel etwas fummelig. In Verbindung mit der Öffnung im Standbein ermöglicht diese Lösung dafür eine gute Kabelführung.

Alle wichtigen Digitaleingänge sind vorhanden: 1 x HDMI (MHL), 3 x DisplayPort (normal, MST, mini).

Anschlüsse des Dell U2717D

Zusätzlich bietet der integrierte USB-3.0-Hub eine komfortable Möglichkeit, um z. B. USB-Sticks anzuschließen. Zwei der Eingänge sind sehr gut zugänglich im Rahmen links integriert, zwei weitere Geräte können auf der Rückseite angeschlossen werden.

USB-Eingänge links

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über fünf Tasten auf der Rahmenunterseite rechts. Die Tasten haben einen klaren Druckpunkt, sind aber etwas klein und schwergängig. Angenehm ist dagegen, dass das Display dennoch auch bei der Bedienung stabil bleibt. Bei manch anderen Geräten führt jede Berührung des Displays zu langem Nachwackeln – nicht so beim Dell U2717D.

Tasten: Gut zugänglich, aber etwas klein

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1 Kommentar vorhanden


Hallo, ich habe mir letzte Woche zwei Dell U2717DA gekauft (Version mit Schwenkarm) und bin auf Anhieb erstmal enttäuscht, vor allem von der Blickwinkelstabilität. - Ich hatte bisher zwei Dell U2713HM, mit denen ich im Großen und Ganzen zufrieden bin, einziger Kritikpunkt am alten Modell bisher: Nuancen der Farbe Schwarz gehen beim U2713HM zu schnell unter. - Zum Neuen: Der schlanke Rahmen des U2717D war so verlockend, dass ich mich für ein Upgrade entschieden habe: Im direkten Vergleich vom alten U2713HM und neuem U2717D schneidet der Neue bei dunklen Bildern aber gar nicht gut ab: Vor allem im Bereich Blickwinkelstabilität, kippen dunkle/schwarze Bereiche in den Randbereichen schnell in "milchiges Schwarz" um, und bei zwei 27ern nebeneinander muss man zwangsläufig ständig schräg aufs Bild gucken. - Insgesamt löst das gesamte Bild/Darstellung des neuen U2717 bei mir leider keinen WOW-Effekt aus, ich werde den Monitoren noch ein paar Tage Eingewöhnungszeit gönnen, bevor ich entscheide ob ich die Geräte umtausche und mich vielleicht Richtung Eizo 2750-BK orientiere...

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