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TESTBERICHT: LG 34UM88-P Teil 5


Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Reaktionszeiten Overdrive "Aus" (links), "Mittel" (mittig) und "Schnell" (rechts)

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim LG 34UM88-P messen wir mit 11 ms eine befriedigende Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist bei mittlerem Overdrive 7,9 ms schnell, wodurch sich insgesamt eine mittlere Gesamtlatenz von 18,9 ms ergibt. Bei schnellster Overdrive-Einstellung verringert sich dieser Wert auf 15,8 ms.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für ermüdungsfreies Arbeiten geeignet.

LED-Backlight ohne Pulsbreitenmodulation (PWM)

Subjektive Beurteilung

Wie oben beschrieben, ist die schnelle Overdrive-Einstellung nur nutzbar, wenn starke Doppelbilder in Kauf genommen werden. Wir haben das Gerät daher zum größten Teil bei mittlerer Einstellung betrieben, die wir auch für so gut wie alle Nutzergruppen empfehlen. Die Latenz und die Reaktionszeit sind in diesem Modus aber etwas höher, als sie sich Hardcore-Gamer wünschen würden. Auf einen 120- oder 144-Hz-Modus kann ebenfalls nicht zurückgegriffen werden.

Spieler bekommen dafür aber viele voreingestellte Gamer-Modi, die bequem per Schnellzugriff wählbar und auch verstellbar sind. So können für Shooter zum Beispiel andere Parameter als für Strategiespiele hinterlegt werden. Der Black Stabilizer kann dort ebenfalls angepasst werden. Wird dieser aktiviert, werden Objekte in dunkler Umgebung heller dargestellt, ohne dass das gesamte Bild aufgehellt wird. Die Technik hellt dafür die dunkelgrauen Farben auf, um diese besser von schwarzen Bereichen trennen zu können, was in der Praxis gut funktioniert und damit für Gamer einen Mehrwert darstellt.

Die FreeSync-Funktion verrichtet ihre Dienste wie erwartet und verhindert Tearing deutlich. Das Anzeigen von mehreren Bildern, die nicht zu 100 Prozent zusammenpassen, auf einer Fläche gehört damit also der Vergangenheit an. Allerdings funktioniert diese Funktion nur in einem Bereich von 40 bis 60 Hz. Gerade über dieses Feature und die vielen Gamer-Modi sollen vor allem Spieler auf diesen Monitor aufmerksam gemacht werden. Durch die etwas zu langsame Reaktionszeit und den auf schnellster Stufe übertrieben stark eingestellten Overdrive-Modus werden aber viele Punkte verspielt, so dass das Gerät eher Gelegenheitsspielern und keinen Hardcore-Gamern empfohlen werden kann.

Sound

Der Monitor besitzt zwei Sieben-Watt-Lautsprecher, die für den gelegentlichen Einsatz auch ausreichend sind. Der Klang ist nicht dumpf, wie das bei Konkurrenzprodukten häufig der Fall ist, zeigt aber auch keine deutlichen Höhen. Eine Basswiedergabe ist bauartbedingt zudem kaum möglich. Für Windows-Sounds und YouTube-Clips ist die Qualität aber durchaus ausreichend.

DVD und Video

Der Monitor besitzt zwar zwei HDMI-Signale, so dass sich dort zum Beispiel eine Konsole und ein BD-Player gleichzeitig anschließen können. Nur funktioniert das gleichzeitige Darstellen nicht, da immer nur einer der beiden Anschlüsse angesprochen werden kann.

Das 21:9-Format des Monitors bietet sich natürlich vor allem für Kinofilme an, die in diesem Format ausgegeben werden, da so keine schwarzen Balken vorhanden sein dürften. Da vor allem moderne Serien aber auf das 16:9-Format setzen, werden bei diesen entsprechend dicke schwarze Balken im linken und rechten Bereich angezeigt.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Alle zugespielten Signale konnten mit einem der angebotenen Modi ohne Verzerrungen wiedergegeben werden. Der große Vorteil des 21:9-Monitors liegt aber in den beiden Cinema-Modi. In diesen werden Videos, die im 2,35:1-Format vorliegen, bildschirmfüllend ohne schwarze Ränder an einer Seite angezeigt. Da viele BDs und DVDs auf dieses Format setzen, kann hier entsprechend der Vorteil des Formats ausgespielt werden. Der zweite Cinema-Modus lässt einen schwarzen Bereich im unteren Teil frei, damit dort Untertitel angezeigt werden können. Unsere nachfolgende Gegenüberstellung der drei Modi zeigt den Vorteil des Cinema-Modus deutlich.



Oben Original, mittig Breitbild, unten Cinema

Bei den Bildraten konnten die üblichen 60 als auch 50 Hz angezeigt werden. Die Darstellung von 24 Hz war nicht möglich.

50 Hz sind einstellbar

Overscan

Das Gerät besitzt keine Overscan-Einstellung.

Farbmodelle und Signallevel

Bei den Farbmodellen und dem Signallevel konnten keine eigenen Einstellungen vorgenommen werden. Es muss daher auf die Automatik des Monitors vertraut werden.


Bewertung
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570,34 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Der LG 34UM88-P ist aus unserer Sicht ein toller Allrounder, mit einigen guten Features im Gaming-Bereich, die auch einen Mehrwert darstellen. Zusätzlich punktet der 34 Zoller mit AMDs FreeSync. Dennoch ist der LG 34UM88-P kein klassischer Gaming-Monitor, dafür sind Reaktionszeit und Latenz nicht schnell genug. Zumal ist die Overdrive-Funktion in der höchsten Stufe zu aggressiv eingestellt worden.

Gefallen hat uns dagegen die gute Voreinstellung des Gerätes und vor allem die Darstellung nach der Kalibrierung, die den Monitor auch für farbkritische Arbeiten interessant macht, solange kein erweiterter Farbraum benötigt wird. Positiv fallen zudem der hohe Kontrast, die sehr gute sRGB-Farbraumabdeckung und die Bildhomogenität auf. Die vorhandene Möglichkeit einer Hardware-Kalibrierung hat uns dagegen nicht überzeugt.

Die Bedienung über den Joystick ist innovativ und praxisnah, zudem wird auch eine Software für die Steuerung per Maus beigelegt. Der Stromverbrauch des Gerätes ist bezogen auf die große Bildfläche gering, und die ergonomischen Funktionen des Standfußes bis auf Pivot und eine seitliche Drehfunktion gegeben. Mit dem 21:9-Format und den vorhandenen Cinema-Modi eignet sich das Modell außerdem für die Filmwiedergabe.

Ein Straßenpreis von 770 Euro ist für die Ausstattung und die gebotene Leistung angemessen. Insgesamt führt dies zu einem knappen "sehr gut" in der Gesamtwertung.

Gesamturteil: SEHR GUT


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4 Kommentare vorhanden


Hallo.
Ich bin etwas verwundert darüber, dass der 34um88 eine schlechtere Bewertung in der Kategorie "Gelegenheitsspieler und Hardcorespieler" als der 34uc98, welcher deutlich höhere Werte bei dem Test hatte, als der 88er.
Wie kommt das zustande?
Wollte mir einen 34 Zoll uwqhd Monitor zum 3D-Content erstellen als auch zum Spielen holen und bin demnach nun etwas unentschlossen.
Hoffe Ihr könnt mich aufklären wie die Bewertung zustande gekommen ist.
Neben den reinen Zahlen, wird die Spieletauglichkeit auch im Einsatz beurteilt. Da fließt auch die subjektive Empfindung des Redakteurs mit ein. Aus diesem Grund kann es hier schon mal Unterschiede geben.
Welche Unterschiede, bzw. Vorteile gibt es zwischen dem 88 und dem 68?

Suche derzeit einen großen 21:9 Monitor (28" oder größer) zum normalen Gebrauch und spielen. (GPU - RX 480)

Spiele auch mit dem Gedanken einen curved zu nehmen, würde aber gerne unter 750,- bleiben. Hat sich jemand damit auseinander gesetzt, und kann vllt einen empfehlen?
@Nutellacreme

Wenn ich das Richtig sehe, ist der Hauptunterschied die höhere Auflösung beim 88er.

Full HD ist bei der Größe nicht ganz ausrechend für ein Premium-new-feel, nach meinem gefühl als Upgrade von einem 24" FHD

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