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TESTBERICHT: Asus XG27VQ Teil 4


Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus "Rennmodus", Gamma 2,2, Helligkeit 90 % und Kontrast 80 %.

Graubalance in der Werkseinstellung

Mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,11 liegt die Abweichung der Graubalance in einem guten Bereich, aber die Range mit einem Delta C von 3,0 zeigt nur ein befriedigendes Ergebnis. Die Abstimmung weist mit 6900 Kelvin ein etwas zu kühles Ergebnis auf. Die Gammakurve verläuft zudem abenteuerlich bei einem Mittel von Gamma 2,36.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Im OSD-Menü existiert unter den GameVisual-Einstellungen ein dedizierter sRGB-Modus. Leider ist dieser sehr stark in seinen Anpassungsmöglichkeiten eingeschränkt, und auch der Helligkeitsregler ist gesperrt, was diesen Modus durch viel zu hohe 250 cd/m² unbrauchbar macht. Die gemessenen Grauwerte liegen nahe am Ergebnis der Graubalance-Messung. Die bunten Farben erreichen mit einem Delta E94 von 2,73 ein befriedigendes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS ROG STRIX XG27VQ aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Rennmodus", Gamma: 2,2) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS ROG STRIX XG27VQ zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und Farbwerte sind gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)


Monitor kalibriert sRGB

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Sowohl die bunten Farben mit einem Delta E94 von 1,05 als auch die Graubalance mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,5 und einer Range mit einem Delta C von 1,57 konnten so weit eingefangen werden, dass ein gutes Gesamtergebnis erreicht wird. Auch die Gammakurve folgt nun fast deckungsgleich der Ideallinie bei einem Mittel von Gamma 2,19. Insgesamt ist das ein ordentliches Ergebnis für ein Gaming-Display.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter "Bildeinrichtung ->OD" zu finden. Hier gibt es die Stellungen 0 bis 5. Als Standardwert ist "3" voreingestellt.

60 Hz, Overdrive "Stufe 0"

Langsame Schaltzeiten und unauffälliger Helligkeitsverlauf

Der ASUS ROG STRIX XG27VQ zeigt bei deaktiviertem Overdrive durchweg langsame Schaltzeiten. So werden für den Schwarz-Weiß-Wechsel 19,2 ms und für den schnellsten Grauwechsel 15,3 ms benötigt. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten liegt bei 28,4 ms und der CtC-Wert bei 20,2 ms.

Der Helligkeitsverlauf zeigt sich unauffällig.

60 Hz, Overdrive "Stufe 3"

Zwar werden die Schaltzeiten gekürzt, aber sind nach wie vor nicht konkurrenzfähig

Der Schwarz-Weiß-Wechsel muss bei mittlerem Overdrive und 60 Hz weitere Zeit einbüßen und wird mit 20,6 ms gemessen. Bei den anderen Schaltzeiten kann das Display aber Zeit gutmachen. Der schnellste Grauwechsel wird mit 6,2 ms gemessen, und der Durchschnittswert an 15 Messpunkten erreicht eine Zeit von 15,9 ms. Der CtC-Wert wird mit einer Zeit von 14,6 ms gemessen.

Der Helligkeitsverlauf ist auch hier nicht auffällig.

60 Hz, Overdrive "Stufe 5"

Nach wie vor mittelmäßige bis langsame Schaltzeiten bei heftigen Überschwingern

Auch bei maximalem Overdrive will das Panel nicht richtig in Schwung kommen. Die langsamen Schaltzeiten des Schwarz-Weiß-Wechsels bleiben mit 20,2 ms nahezu unverändert. Einzig der schnellste Grauwechsel, der mit 4 ms gemessen wird, kann mit anderen Displays mithalten. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten gewinnt zwar ordentlich im Vergleich zur Messung bei mittlerem Overdrive, ist aber auch mit 8,3 ms nicht konkurrenzfähig. Ganz zu schweigen vom CtC-Wert, der mit 14,2 ms eines Gaming-Displays nicht würdig ist.

Bei solchen Werten sollte zumindest der Helligkeitsverlauf noch stabil bleiben. Leider wird auch der gesprengt, und es entstehen heftige Überschwinger.

144 Hz, Overdrive "Stufe 0"

Langsame Schaltzeiten, besonders beim CtC-Wert bei unauffälligem Helligkeitsverlauf

Der ASUS ROG STRIX XG27VQ kommt auf den ersten Blick bei 144 Hz besser klar. Bei deaktiviertem Overdrive wird der Schwarz-Weiß-Wechsel in 15,6 ms und der schnellste Grauwechsel in 10,4 ms absolviert. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten liegt bei 20,5 ms. Der so wichtige CtC-Wert benötigt allerdings länger als bei 60 Hz und wird mit 24,4 ms gemessen.

Der Helligkeitsverlauf zeigt sich unauffällig.

144 Hz, Overdrive "Stufe 3"

Nur der Grauwechsel kann seine Schaltzeiten effektiv kürzen

Bei mittlerem Overdrive und 144 Hz kann das Display einzig die Schaltzeiten beim schnellsten Grauwechsel effektiv kürzen. Die anderen Ergebnisse zeigen nur wenig Zeitgewinn. Besonders problematisch zeigt sich der wichtige CtC-Wert, der nach wie vor mit einer Schaltzeit von 22 ms unter dem Niveau von 60 Hz und deaktiviertem Overdrive bleibt.

Zumindest zeigt der Helligkeitsverlauf auch hier keine Überschwinger.

144 Hz, Overdrive "Stufe 5"

Nur der Grauwechsel kann seine Schaltzeiten effektiv kürzen

Bei mittlerem Overdrive und 144 Hz kann das Display einzig die Schaltzeiten beim schnellsten Grauwechsel effektiv kürzen. Die anderen Ergebnisse zeigen nur wenig Zeitgewinn. Besonders problematisch zeigt sich der wichtige CtC-Wert, der nach wie vor mit einer Schaltzeit von 22 ms unter dem Niveau von 60 Hz und deaktiviertem Overdrive bleibt.

Zumindest zeigt der Helligkeitsverlauf auch hier keine Überschwinger.

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2 Kommentare vorhanden


Kann mir jemand erklären, wie man einen 1080p-Gaming-Monitor mit durch die Bank maximal durchschnittlichen Leistungen in den jeweiligen Disziplinen für 500€! mit "gut" bewerten kann? Das entzieht sich gerade völlig meinem Verständnis, bei aller Liebe.
Hallo Sirmixalot,

wenn Du auf die Bewertungen schaust, dann siehst Du, dass das Display keineswegs durchschnittliche Leistungen erhalten hat. Das Gerät hat einen Durchschnitt von 2,2 und erhält damit eine gute Bewertung! Wir glauben dass das nicht falsch ist.

Viele Grüße
Oliver

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