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TESTBERICHT: Iiyama ProLite XUB2792QSU-B1 Teil 3


Während die Farbtemperaturen mit "kalt", "warm" und "normal" nur sehr rudimentär umschrieben werden, fehlt eine Möglichkeit zur Gammaeinstellung komplett.

Vordefinierte Bildeinstellungen lassen keine Modifizierung zu

Die vordefinierten Bildeinstellungen heißen bei Iiyama "i-Style Color". Die fünf Presets sind leider komplett unflexibel und lassen keine Modifizierung in Sachen Bild- und Farbeinstellungen zu. Misst man die verschiedenen Modi mit dem Kolorimeter, zeigen sie nahezu die gleiche Farbtemperatur und unterscheiden sich nur in den Gammawerten und der Leuchtdichte.

Besonders ungünstig ist der Kinomodus voreingestellt und kommt mit einem Gamma von 1,68 und einer Leuchtdichte von 365 cd/m² daher. Damit wird sich niemand einen Film anschauen wollen. Was sich die Ingenieure bei solchen Vorgaben gedacht haben, ist uns rätselhaft. Die folgende Tabelle gibt Auskunft über sämtliche Voreinstellungen der verschiedenen Modi.

Bildmodus Gamma Farbtemperatur
Standard 2,11 6042 Kelvin / 330 cd/m²
Spiel 2,12 6084 Kelvin / 360 cd/m²
Kino 1,68 6126 Kelvin /365 cd/m²
Landschaft 2,13 6058 Kelvin / 219 cd/m²
Text 2,18 6058 Kelvin / 87 cd/m²

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 80, Schärfe 3, Farbeinstellung "Warm". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Den Grauverlauf zeigt der Iiyama nahezu perfekt. Auch der für sehr viele Consumer-Geräte problematische Bereich nahe der Mitte, wo reines Weiß in helles Grau übergeht, wird sehr schön homogen dargestellt. Die Graustufendarstellung gelingt dem Display bei den hellen Stufen auch sehr gut und zeigt selbst beim äußersten Feld noch Zeichnung. Die dunklen Graustufen werden hingegen bis zum drittletzten Feld angezeigt.

Graustufen des Iiyama XUB2792QSU-B1

Bei seitlicher Ansicht zeigt sich der Grauverlauf nach wie vor sehr schön weich, und es ist keine Farbtreppe zu erkennen. Die Graustufendarstellung zeigt in den Lichtern auch hier bis zum letzten Feld Zeichnung, aber die dunklen Graustufen verlieren ein Feld. Ein Farbschimmer ist weder bei gerader noch bei schräger Draufsicht zu erkennen. Das ist ein tolles Ergebnis.

Auch bei seitlicher Sicht zeigt sich der Grauverlauf sehr schön homogen

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung Iiyama XUB2792QSU-B1 bei normaler und verlängerter Belichtung

Auch hier weiß der Iiyama XUB2792QSU-B1 zu überzeugen und zeigt das Schwarzbild nahezu perfekt an. Bei ganz genauem Hinsehen sind in den unteren Ecken minimale Highlights zu erkennen, die aber im normalen Betrieb keine Rolle spielen. Bei fünffach verlängerter Belichtungszeit sind diese zwar deutlicher zu erkennen, aber auch dann ist das Ergebnis noch besser als bei manch anderem Monitor bei kurzer Belichtungszeit.

Glow des Iiyama XUB2792QSU-B1

Schaut man schräg auf das Panel, ist auch hier ein sehr ordentliches Ergebnis zu sehen. Sicherlich kann man nun in den unteren Ecken und am oberen Bildrand die durchscheinende Hintergrundbeleuchtung erkennen, aber auch hier spielen die Beobachtungen im Normalbetrieb keine Rolle.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Iiyama XUB2792QSU-B1

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5 Kommentare vorhanden


Vielen Dank für den ausführlichen Test!
Ja, wirklich, den Monitor hab ich schon lange ins Auge gefasst.

Der Monitor ist offenbar ziemlich geil als Arbeitsgerät, hier scheint mechanische Quali und Panelabstimmung gut zu stimmen und auch Overdrive und Reaktionszeiten.

Kommt trotzdem nicht für den heimischen Einsatz in Frage. Die MINIMALE Helligkeit von fast 100 nits ist viel zu hoch. Das ist schon fast so hell wie man für normal beleuchtetes Büro am Tag empfiehlt. Damit dürfte man "bei Kerzenlicht" kaum länger arbeiten können, ohne Kopfschmerzen zu kriegen.
Was mich noch stört:
die Antireflex-Beschichtung ist eine aufgeklebte Folie, rund um den Bildschirm sieht man die Ränder. Das fällt stark auf wenn man so wie ich ein Fenster im Rücken hat, es ist quasi zwischen der Folie und dem Displayrand immer ein 0.5mm breiter glänzender Streifen. Werde ihn deswegen wahrscheinlich zurückgeben.
Bei den Monitoren mit sehr schmalem Rahmen wirst Du das aber immer sehen. Dann musst Du Dich für einen Monitor entscheiden, der noch einen richtigen Rand hat, der verdeckt das dann.
Danke für die Information. Da mir der Monitor ansonsten gut gefällt versuche ich dann vielleicht z.B. mit einem matten Lackstift den glänzenden Rand zu kaschieren.

Die minimale Helligkeit finde ich übrigens auch zu hoch, hier kann jedoch ein Programm wie f.lux helfen (Alt+PgDown reduziert die Helligkeit), auch wenn man damit einen geringeren Kontrast erhält.
Kurzes Update:
Ich habe jetzt den glänzenden Streifen mit einem schwarzen Stift nachgezogen, der Glanz ist so deutlich reduziert und ich bin zufrieden.

IPS Glow ist zwar erkennbar (für mich in den unteren Ecken) aber weniger stark als bei meinem letzten IPS-Monitor.

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