Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: NEC EX341R Teil 6


Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus "sRGB"

Einen speziellen Bildmodus für sRGB gibt es beim NEC EX341R nicht. Wir haben den DV-Modus auf Standard belassen, nach Studium des Handbuchs aber im Menü "Farbe" den Wert von 0 auf 4 gesetzt. Die Passage im Handbuch lautet:

"Mit dem Modus 4 (sRGB) wird die Wiedergabetreue der Farbdarstellung in der Desktop-Umgebung bedeutend verbessert. Dabei wird nur ein einziger RGB-Farbraum verwendet. Diese Farbunterstützung ermöglicht es dem Bediener, Farbwerte einfach und zuverlässig zu übermitteln. In den meisten Situationen ist keine zusätzliche Farbverwaltung erforderlich."

Wir kennen keinen Monitor, der mehrere RGB-Farbräume gleichzeitig verwendet, aber nach der Beschreibung sollte diese Einstellung einem dedizierten sRGB-Modus entsprechen.

Tatsächlich liegt zumindest die Farbtemperatur jetzt punktgenau bei 6500 K. Der Gammaverlauf und die Abweichungen in den Graustufen haben sich dafür noch weiter verschlechtert. Die Farbabweichungen sind gerade noch zufriedenstellend. Da hilft auch die bereits ab Werk sehr gute Abdeckung des sRGB-Farbraums nichts: Das Gesamtergebnis ist insgesamt mangelhaft.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Für die Kalibrierung im OSD wurden folgende Werte eingestellt:

Bildmodus (DV): Standard
Helligkeit: 44
Kontrast: 50
Gamma: keine Einstellmöglichkeit
Farbtemperatur: Einstellung 4 entsprechend sRGB als Ausgangspunkt
RGB: 99,5/93,8/94,3
Color-Gamut: k. A.
DUE Priority: aus
Schärfe: keine Einstellmöglichkeit
Reaktionszeit: Verbesserung ein

Profilvalidierung

Der NEC EX341R zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Mittels Kalibration lassen sich alle Farbwerte problemlos auf ein Delta E94 < 1,5 und die Primärfarben sogar auf ein Delta E94 < 1 bringen. Insgesamt ist das Ergebnis sowohl bei den Farbwerten als auch bei den Grauwerten gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den NEC EX341R haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden, kann allerdings lediglich ein- und ausgeschaltet werden. Über eine Feineinstellung verfügt er nicht. Ab Werk ist die Option aktiv.

60 Hz, Overdrive "Aus"

Selbst bei abgeschaltetem Overdrive ist die Abstimmung nicht vollständig neutral. Die Schaltzeiten sind recht mäßig.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

60 Hz (Overdrive "Aus"): Langsame Schaltzeiten und leichte Überschwinger

 << < 1 2 3 4 5 6 7 8 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!