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TESTBERICHT: Samsung C34F791WQU Teil 5


Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Overdrive "Standard": Links 60 Hz, rechts 100 Hz

Overdrive "Schneller": Links 60 Hz, rechts 100 Hz

Overdrive "Schnellstens": Links 60 Hz, rechts 100 Hz

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist beim Samsung C34F791WQU zwar mit 4,1 ms wirklich sehr gut, wird aber durch die ausgeprägte Signalverzögerung von 31,8 ms wieder zunichte gemacht. Insgesamt ergibt das wenig begeisternde 35,9 ms.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input LAG) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit und wenn diese Werte tatsächlich genannt werden, ist in der Regel nicht erkennbar wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die LAG-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) im Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, dem Chromasubsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zu Gunsten oder zu Ungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem Leo Bodnar LAG Tester nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Bereits in der Werkseinstellung erreicht der Samsung C34F791WQU bei fast allen Graustufenübergängen gute Werte im Bereich von 4,8/5,4 ms. Lediglich der Inputlag sieht in den obigen Grafiken besorgniserregend lang aus. Der Spielemodus bewirkt hier leider messtechnisch auch keine Änderung des Inputlags.

In der subjektiven Beurteilung schneidet der Samsung aber wesentlich besser ab. Das Reaktionsverhalten ist subjektiv top. Beispielsweise bleiben im EIZO-Speedtest selbst bei 800 pix/sec Form und Kanten des sich schnell bewegenden Rechtecks sehr gut erhalten, Die Bewegung ist dabei schon bei 60 Hz und erst recht bei 100 Hz so flüssig, wie wir das – außerhalb von speziellen Gaming-Monitoren – nur selten zu sehen bekommen.

Daher sollte man dem Modell auch dann eine Chance geben, wenn Gaming ein wichtiger Anwendungsbereich ist, und selbst ausprobieren, ob er bei den bevorzugten Spielen seinen Zweck erfüllt.

Beworben wird das Gerät vornehmlich als Spezialist für maximales Multitasking, und dazu taugt der Monitor mit seinem gewölbten Widescreen-Display ausgesprochen gut. Der dank Quantom-Dot-Technologie erweiterte Farbraum mag für eine Bildbearbeitung im Adobe-RGB-Farbraum noch nicht reichen, bietet aber in allen anderen Anwendungsfeldern einen spürbaren Mehrwert mit kräftigeren Farben. Eine Kalibrierung ist zwar wie immer zu empfehlen, aber auch außerhalb von Farbmanagement-fähigen Anwendungen wirken die Farben nie überzogen.

Sound

Beim Samsung C34F791WQU sind zwei Lautsprecher mit immerhin je 7 Watt Ausgangsleistung unten im Display-Rahmen integriert. Die Weitergabe von Tonsignalen klappte im Test sowohl via HDMI als auch DP einwandfrei.

Ihr Klang ist zwar überdurchschnittlich, aber dennoch für Unterhaltungszwecke nur eine Notlösung. Als Lösung für einen normalen Büroarbeitsplatz taugen sie allemal, aber für Spiele und Filme dürften sie den Wenigsten ausreichen.

Kräftige Lautsprecher: 2 x 7 Watt

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2 Kommentare vorhanden


Habe mir das Gerät gegönnt jedoch fällt mir auf, dass wohl „gedithert“ wird. Ist euch das beim Testen gar nicht aufgefallen oder liegt bei mir ein Defekt vor?

Es sieht bei verschiedenen Farbtönen so aus als ob ein Linienmuster darauf liegt. Habe sowas schon bei Fernsehgeräten beobachtet aber da ist es weniger tragisch, da der Betrachtungsabstand viel Größer ist.

Nochmal: Könnt ihr das verifizieren? Was kann ich tun, denn bei einem 8Bit Panel sollte das ja eigentlich nicht sein.
Wenn uns diesbezüglich im Test was aufgefallen wäre, hätten wir es natürlich auch beschrieben.

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