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TESTBERICHT: LG OLED55B6D Teil 5


Liegen an einem der vier HDMI-Eingänge HDR-Signale an, werden die SDR-Presets automatisch durch deutlich hellere und farbenprächtigere Bildmodi ausgetauscht. Wir empfehlen "HDR-Standard", da dieser als einziger Modus den D65-Punkt exakt trifft und folglich keinen Blaustich hervorruft. Dafür muss man allerdings Abstriche bei der Leuchtkraft hinnehmen: Während die kühle Farbstimmung den Varianten "Hell" und "Lebhaft" locker zu einer Leuchtkraft jenseits von 600 Candela verhilft, geht unser Favorit nicht über 585 Candela hinaus.

Je größer das Messfenster beziehungsweise der Weißanteil aber werden, desto stärker schrumpft die Differenz – bis im vollflächigen Weiß (Average Picture Level von 100 Prozent) bei allen drei Presets nur noch Werte von knapp über 130 Candela zustande kommen. Dieser starke Helligkeitsverlust tritt übrigens bei allen aktuellen OLED-TVs auf, wohingegen der niedrige Schwarzwert eine echte Stärke darstellt. Im Fall des OLED55B6D liegt dieser bei sehr guten 0,002 Candela.

Die Fernseher von LG sind derzeit die einzigen auf dem Markt, welche ab Werk das Dolby-Vision-Format unterstützen. Wie für HDR-10-Inhalte stehen auch für dieses speziell angepasste Bildmodi bereit.

Empfehlenswerte Bildeinstellungen

Bildmodus: isf Experte (dunkler Raum), OLED-Licht: 60, Helligkeit: 50, V Schärfe: 10, Farbton: 0, Super Resolution: aus, Kantenschärfer: aus, Farbtemperatur: Warm 2, MPEG-Rauschunterdrückung: aus, TruMotion (TV): flüssig, Dyn. Kontrast: aus, Kontrast: 96, H Schärfe: 10, Farbtiefe: 45, Farbumfang: normal, Rauschunterdrückung: aus, Gamma: 2.2, Schwarzwert: niedrig, TruMotion (Kinofilm): aus und Format: 16:9 mit Just Scan.

Die vorgeschlagenen Werte wurde ermittelt bei einem abgedunkelten Raum und HDTV-Wiedergabe über den HDMI-Eingang. Abweicheungen wegen einer eventuellen Serienstreuung sind nicht auszuschließen.

Tonqualität

Schmalbrüstig, aber dynamisch

Soundtechnisch greifen die Koreaner wieder auf das Know-how des amerikanischen Hi-Fi-Spezialisten Harman Kardon zurück. So brilliert das verbaute, 40 Watt starke Audiosystem mit einem für diese Größe sehr sauberen und dynamischen Klang. Mit steigendem Schallpegel verzerren die Lautsprecher allerdings zunehmend, und die Bässe bleiben mangels Subwoofer auf der Strecke. Hier haben die LG-Flaggschiffe der E6- und G6-Serie die Nase vorne.


Bewertung
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nicht vorhanden
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1.712,67 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Fazit

Cineasten werden mit dem LG OLED55B6D durchaus ihre Freude haben. In Sachen Bildqualität muss sich der günstigste OLED-TV der Südkoreaner nämlich keineswegs vor den teureren Brüdern verstecken – Farben, Kontrast und Schwarzwert liegen allesamt auf Top-Niveau. Bei HDR-Zuspielung legt er sogar noch eine Schippe drauf, obgleich die Leuchtkraft in hellen Szenen beziehungsweise bei großem Weißanteil (wie bei allen aktuellen organischen Fernsehern) ruhig höher sein könnte.

Darüber hinaus fällt die Ausstattung im Vergleich zur Konkurrenz ein wenig mager aus; einen Twin-Tuner beispielsweise sucht man vergeblich. Generell bieten LCD-Geräte nach wie vor mehr fürs Geld. Nichtsdestoweniger verdient sich der 55-Zöller unter dem Strich die Note "sehr gut".

Pro und Contra

Plus Naturgetreue Farben und brillantes Schwarz
Plus Guter Schärfeeindruck, hervorragende Kontrastdarstellung
Plus Umfassende HDR-Unterstützung inklusive Dolby Vision
Plus Erstklassiger Bedienkomfort dank webOS 3.0
Plus Helligkeit geht bei großem Weißanteil stark zurück
Plus In dieser Preisklasse etwas magere Ausstattung

Gesamturteil: SEHR GUT

Datenblatt

Diskussion in unserem Forum


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1 Kommentar vorhanden


Eine Frage:

Immer wieder hört man, daß dieser OLED-TV Probleme mit der Darstellung von "near black" hätte, also Farben, die fast schwarz sind. Solche Farben werden als ganz schwarz dargestellt und man verliert somit bei dunklen Bildern Details (siehe [1]). Stimmt das?

Vielen Dank!

[1] "Almost all LG OLEDs to date have had issues with near black content if you read the reviews and also we've heard about how sometimes there's not enough gradation between things and can cause jumps from say a black to a brighter black without taking proper steps. Think of it as instead of a nice smooth transition, it's a little skip. So I this down to panel processing at present? I say that because Panasonic actually took LGs panel and pretty much managed to make it so that the issue didn't seem present on near black content."

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