Test Monitor Asus MX34VQ

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Test ASUS MX34VQ mit gefälligem Design und hochwertiger Verarbeitung bietet Qi-Wireless-Charge

Einleitung

Mit dem ASUS MX34VQ bietet der taiwanesische Hersteller ein weiteres Display seiner preisgekrönten Designo-MX-Serie. Es handelt sich diesmal um einen Ultra-Wide-Curved-Monitor mit UWQHD-Auflösung (3440 x 1440 Pixel) und 1800R-Krümmung. Gleichgeblieben sind das rahmenlose Edge-to-Edge-Design und die Integration von hochwertigen Stereo-Lautsprechern mit Harman-Kardon-Audio- und ASUS-SonicMaster-Technologien.

Das von der Form einer Sonnenuhr inspirierte Design des Standbeins bietet auch technologisch eine Innovation durch die Integration der Qi-Drahtlos-Ladetechnologie mit aktiver Aurora-Beleuchtung beim Laden von Qi-fähigen Geräten.

Das mit zahlreichen Anschlüssen ausgestattete Gerät verspricht ein extrem hohes Kontrastverhältnis von 3000:1 und ist zum Zeitpunkt der Testerstellung im Online-Handel für ca. 800 EUR erhältlich.

Hands on Video zum Testgerät ASUS MX34VQ

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt für die Preisklasse mager aus. Neben dem Netzteil sind zwar ein HDMI- und ein DisplayPort-Kabel dabei, eine CD mit Handbuch und Treibern sucht man aber bereits vergeblich. Über die Webseite von ASUS haben wir lediglich das Handbuch gefunden, aber weder Treiber noch Standardprofil. Der ASUS MX34VQ wird somit im Gerätemanager auch nur als PnP-Monitor angezeigt.

Asus Mx34vq Monitor Lieferumfang
Lieferumfang des ASUS MX34VQ

Optik und Mechanik

Der ASUS MX34VQ befindet sich komplett vormontiert im Karton, eine Montage entfällt somit. Beim Design, was seit 2012 zum Einsatz kommt, setzt ASUS weiterhin auf bewährtes. Die Designo-MX-Serie wurde von der Form einer Sonnenuhr inspiriert.

Asus Mx34vq Monitor Ansicht Diagonal
Designed by ASUS in Taiwan

Optisch besticht der ASUS MX34VQ vor allem durch die elegante Wölbung des Displays und sein rahmenloses Design. Der Rahmen ist nur ca. 2 mm breit. Hinzu kommt wie üblich noch einmal ein ca. 8 mm breiter Rahmen vom Panel, bis das eigentliche Bild angezeigt wird.

Asus Mx34vq Monitor Ansicht Vorne
ASUS MX34VQ Ansicht vorne
Asus Mx34vq Monitor Ansicht Hinten
ASUS MX34VQ Ansicht hinten

Die Zierleiste vorne war bei den ersten Designo-Geräten noch aus gebürstetem Aluminium. Sie ist aber seit einiger Zeit anscheinend dem Rotstift zum Opfer gefallen und auch beim ASUS MX34VQ nur noch aus Kunststoff. Bemerken kann man dies aber nur beim Berühren, optisch sieht sie immer noch gut aus. Die Verarbeitung und die verwendeten Materialien machen ansonsten wie gehabt einen sehr hochwertigen Eindruck.

Das Designo-Design bietet diesmal auch eine funktionale Innovation. Der Standteller wird zur schnurlosen Ladestation für Qi-fähige Geräte (5W/1A). Während des Ladevorgangs sorgt die aktive Aurora-Beleuchtung für Ambiente. Das hat dem ASUS MX34VQ nach Angaben von ASUS dann auch gleich den „2016 Good Design Award“, den „2017 CES Innovation Award“ und den „2017 iF Award“ eingebracht.

Asus Mx34vq Monitor Standbein
Standbein mit Qi wireless Charger

Im OSD kann konfiguriert werden, ob die Funktion auch im Standby verfügbar bleibt. Ferner kann die Ladeanzeige auf Wunsch deaktiviert werden.

Asus Mx34vq Monitor ScreenS Ladefunktion
Asus Mx34vq Monitor ScreenS Ladefunktion 2
Qi wireless Charger: Kabelloses Aufladen mit 5 Watt für Smartphones (Screenshot Handbuch Asus)

Das schnurlose Laden von entsprechenden Geräten ist zweifellos eine sehr nützliche Funktion, aber genau genommen auch nicht wirklich neu. Dass ein Sonnenuhr-Design aus dem Jahre 2012 in Verbindung mit der Integration bereits bekannter Ladetechnologien dem ASUS MX34VQ gleich so viele Preise beschert, erstaunt uns etwas.

Leider bleibt die Ergonomie beim Design auf der Strecke.  Außer einer Neigungsfunktion (-5 bis +15 Grad) sind keine weiteren Verstellmöglichkeiten vorhanden. Insbesondere eine Höhenverstellung wird schmerzlich vermisst, denn wer halbwegs aufrecht am Schreibtisch sitzen möchte, wird den ASUS MX34VQ wohl auf ein zusätzliches Podest stellen müssen.

Asus Mx34vq Monitor Ansicht Seitlich 1
Asus Mx34vq Monitor Ansicht Seitlich 2
Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel

Schön gelöst ist das Kabelmanagement. Das Einstecken der Kabel von unten nach oben ist aufgrund der Enge zwar zunächst etwas fummelig. Anschließend kann man aber mit der beiliegenden Abdeckung die Anschlüsse verschließen. Optisch sieht dieser nahtlose Abschluss natürlich klasse aus.

Asus Mx34vq Monitor Kabelmanagement
Asus Mx34vq Monitor Kabelmanagement 2
Abdeckung zum nahtlosen Verstecken der Kabel

Die Stromversorgung ist beim ASUS MX34VQ in einem externen Netzteil untergebracht. Das reduziert die Abwärme im Gehäuseinneren. Auch nach längerem Betrieb ist nur im mittleren Bereich eine leichte Erwärmung zu spüren. Auf Belüftungsschlitze verzichtet das Gerät daher vollständig.

Das Netzteil ist vergleichsweise groß, muss schließlich aber auch die Ladefunktion versorgen. Im normalen Betrieb (ohne Laden) wird es gerade mal handwarm.

Asus Mx34vq Monitor Netzteil
Groß dimensioniertes Netzteil, um auch die Ladefunktion sicherzustellen

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim ASUS MX34VQ keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby als auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Auch der Wechsel von 60 Hz auf 100 Hz machte hier keinen Unterschied. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 W 60,5 W
Betrieb typisch k.A.
140 cd/m² k.A. 39,2 W
Betrieb minimal k.A. 20,8 W
Energiesparmodus (Standby) < 0,5 W 0,32 W
Ausgeschaltet (Soft Off) < 0,5 W 0,26 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

*Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

ASUS nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 100 Watt. Nach unseren Messungen liegt der Maximalverbrauch mit 60,5 Watt sogar 40 Prozent darunter. Die Benutzung des Power-Buttons kann man sich sparen, da er kaum einen Unterschied zum Standby macht und bereits hier der Verbrauch fast auf null sinkt.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 39,2 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu zufriedenstellenden 1,0 cd/W. Da wir keine Angaben zur Pixelgröße in den Spezifikationen finden konnten, mussten wir die Größe schätzen.

Anschlüsse

Mit Anschlüssen ist der ASUS MX34VQ großzügig ausgestattet: Dreimal HDMI (V2.0) und einmal DisplayPort (V1.2) sowie ein analoger Kopfhörerausgang.

Asus Mx34vq Monitor Anschluesse
Asus Mx34vq Monitor ScreenS Anschluesse
Anschlüsse: links: Foto von schräg unten, rechts schematische Darstellung aus dem Handbuch (Screenshot Handbuch ASUS)

Bedienung

Die Bedienung erfolgt beim ASUS MX34VQ über einen Fünf-Wege-Joystick und zwei kleine Zusatztasten rechts und links daneben. Eine beliebige Betätigung des Joysticks ruft zunächst ein Schnellauswahlmenü auf, das hier aber wenig Sinn hat. Außer dem Wechsel der Signalquelle und dem Aufruf des eigentlichen OSDs bietet es keine Auswahlmöglichkeiten.

Der Joystick bedient sich zudem etwas schwammig und kann mit dem restlichen Qualitätseindruck des ASUS MX34VQ nicht so ganz mithalten. Ansonsten ist die Navigation mit dem Joystick intuitiv und angenehm.

Asus Mx34vq Monitor Tasten
5-way OSD Navigation Joystick
Asus Mx34vq Monitor Bedienung
Bedienung mit Schnellauswahl (Screenshot Handbuch ASUS)

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... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

1 KOMMENTAR

  1. Danke für den Test! Ich besitze den Monitor selbst auch und hätte hier deutlich bessere Testergebnisse bei der Qualität und Repsonsetime erwartet.
    Die Ergonomischen Möglichkeiten sind leider wirklich schlecht, vor Allem wenn man den Preis betrachtet. Also ich bin glücklich mit dem Monitor. Wollte mir erst den Samsung C3491 holen, aber nachdem euer Test nich so gut für den Ausfiel habe ich mir „blind“ den Asus geholt.

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