8 Millionen Pixel für 2015: ViewSonic sieht Ultra-HD als zentralen Trend bei Bildschirmen

0
33

Monitore mit einer Ultra HD-Auflösung (UHD bzw. 4K2K) werden nach Meinung von ViewSonic im kommenden Jahr erheblichen Einfluss auf den Display- und Bildschirmmarkt haben. Dies gilt sowohl für den Einsatz der hochauflösenden Displays bei Privatanwendern als auch im gewerblichen Umfeld. So erwartet ViewSonic, dass in 2015 rund 10% aller verkauften Displays über acht Millionen Pixel haben werden. Zu den treibenden Kräften gehören dabei neben den niedrigen Preisen auch die steigende Beliebtheit von Streaming-Anbietern, der große Absatz anspruchsvoller Computerspiele und die wachsende Verbreitung hochwertger Digital Signage-Systeme im gewerblichen Bereich.

ViewSonic VX2880ML (Bild: ViewSonic)

Im Gegensatz zu herkömmlichen Full HD-Bildschirmen, die mit eine Auflösung von 1920 x 1080 rund 2 Millionen Pixel bieten, warten Ultra HD-Monitore mit 3840 x 2160, also über 8 Millionen Pixel auf. Die Vorteile liegen auf der Hand: Höhere Detailgenauigkeit, einfacherer Darstellung mehrere Inhalte auf einem Bildschirm (Split-Screen) und die bestmögliche Darstellung von Filmen und anderen Dateiformaten.

„Waren 4K2K-Bildschirme bis vor Kurzem noch Exoten, so setzen sich dieses Displays immer mehr durch. Wir erwarten hier in fast allen Einsatzbereichen eine stark steigende Nachfrage“, so Mark Lufkin, Managing Director Europe bei ViewSonic. „Allerdings gilt es beim Kauf einer entsprechenden Displays einiges zu bedenken, damit die Erwartungen an die ultra hohe Auflösung auch tatsächlich erfüllt wird.“

Ein Aspekt dabei ist die Bildwiederholungsrate. Hier bieten die Hersteller Bildschirme mit 30Hz, 60Hz und 144Hz. Letztere ist jedoch lediglich für allerhöchste Ansprüche, beispielsweise bei professionellen Computerspielern, notwendig. Für die meisten Nutzer sind laut AOC Modelle mit 30Hz oder 60Hz absolut ausreichend. Von einer Nutzung von 30Hz können wir aus eigener Erfahrung aber eher abraten und 4k-Monitore mit 144Hz sind uns zum jetzigen Zeitpunk nicht bekannt.

Weitere Überlegung, die gewerbliche und private Nutzer beim Kauf eines 4K2K-Bildschirms in Betracht ziehen sollten: Anschlussoptionen und Panel-Typ. Wird der Bildschirm vor allem für das Abspielen von Videos oder für Spiele benötigt, dann empfehlt ViewSonic möglichst flexible Anschlussmöglichkeiten wie HDMI mit MHL sowie Display-Port. Kommt der Bildschirm beispielsweise für CAD/CAM-Anwendungen zum Einsatz, dann ist drauf zu achten, ob in dem Monitor ein IPS-/MVA- oder PLS-Panel verbaut ist. Wobei hier anzumerken ist, dass mit HDMI 1.4 lediglich 30Hz bei einer UHD-Auflösung möglich ist. Erst HDMI 2.0 ermöglicht die Darstellung auch bei 60Hz, nur gibt es momentan so gut wie keine Grafikkarten oder Monitore, die diese Eingänge überhaupt verwenden.

Um sicherzustellen, dass die volle Ultra HD-Qualität zu Tragen kommt, rät ViewSonic dazu, auch die anderen Komponenten unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehören beispielsweise die entsprechenden, leistungsfähigen Grafikkarten. Führende Anbieter wie Intel, AMD und NVidia bieten entsprechende Produkte.

Außerdem ist vor allem dann, wenn die Computer über ein Netzwerk auf die Inhalte zuzugreifen sicherzustellen, dass das Netzwerk schnell genug ist. Zu geringe Bandbreite im Netzwerk oder im WLAN kann das Ultra HD-Erlebnis bremsen.

„Privatanwender sollten zudem wissen, dass es aktuell noch keine DVDs oder Blu-Ray‘s gibt, die Filme in 4K beinhalten. Momentan sind alle 4K2K-Filme nur online als Download oder per Streaming von Anbietern wie Amazon, Netflix oder Sony verfügbar“, so Mark Lufkin. „Daneben können aber private Nutzer auch eigene Inhalte in Ultra HD-Auflösung erstellen. Die gelingt mit einigen Smartphones, Actioncams sowie Camcordern und Videokameras, die Aufzeichnungen in 4K2K ermöglichen.“

Für den Einsatz als Digital Signage-Lösungen bieten einige Hersteller 4K2K-Bildschirme mit bis zu 55 Zoll. Auch hier gilt es sicherzustellen, dass die Abspielgeräte über eine entsprechende Rechenleistung verfügen und eine schnelle Datenverbindung verfügen, um die Inhalte flüssig abzuspielen. Neben einem schnellen Mediaplayer muss die Hardware auch über den entsprechenden Speicherplatz verfügen, denn die Ultra HD-Dateien sind um ein Vielfaches größer als konventionelle Videodateien.

„Egal ob Digital Signage, Einsatz im Büro oder am heimischen PC – wir raten beim Kauf eines neuen Bildschirms die Option eines Ultra HD-Displays zu prüfen. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden 2 bis 3 Jahren zahlreiche weitere Anwendungen und Angebote in 4K2K auf den Markt kommen werden. Wer sich schon heute für einen Ultra HD-Bildschirm entscheidet, steht in der Zukunft auf der sicheren Seite“, so Mark Lufkin. „Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer eines Bildschirms von bis zu 5 Jahren macht der Einstieg in Ultra HD schon jetzt Sinn. Die wachsende Nachfrage der vergangenen Monate zeigt, dass sich diese Erkenntnis bei Privatkunden und Geschäftskunden zunehmend durchsetzt.“

Einen Aspekt den ViewSonic völlig außen vor lässt, ist die Unterstützung der UHD-Auflösung durch das Betriebssystem und die verwendete Software. Unter Windows 7 ist der Einsatz eines 4K-Monitors nicht besonders empfehlenswert und auch Windows 8 hat noch Defizite, auch wenn das Arbeiten hier mit UHD-Auflösungen in jedem Fall möglich ist. Insbesondere bei kleineren Bildschirmdiagonalen ist die Skalierung von Schrift und Icons unumgänglich. Die Software-Hersteller haben hier noch einiges an Arbeit vor sich, denn bei den wenigsten Programmen funktioniert das Skalieren perfekt. Ältere Software ist meist nicht in der Lage eine einwandfreie Skalierung von Schrift und Icons zu ermöglichen.

Aus unserer Sicht kann die Mehrheit der Nutzer ruhig noch 1 bis 2 Jahre warten, bis Microsoft und die Software-Hersteller nachgebessert haben. Zumal wird in dieser Zeit die Hardware leistungsstärker und in der Regel günstiger.

Wann halten Sie den Einstieg auf einen UHD-Monitor für gekommen?

Weiterführende Links zur News

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen