Lesertest LG 27QN880-B: Flexibilität in nie geahntem Maß

Der 27-Zoll-Monitor konnte in allen Belangen überzeugt. Der innovative Standfuß samt Pivot-Funktion, durch den der Bildschirm für alle Aufgaben ideal nutzbar ist, aber auch die hervorragende Bildqualität stellen das größte Plus dar (Werbung)

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Einleitung

Als Sportpädagoge und Referendar mit den Fächern Politik, Wirtschaft und Sport arbeite ich derzeit extrem viel vor dem heimischen Laptop. Gerade jetzt muss ich in Zeiten des Distanzunterrichts Unterrichtseinheiten auch im Fach Sport digital durchführen. Eine möglichst hohe Flexibilität der Bildschirmausrichtung in verschiedene Ecken des Raumes sind hierbei von besonderer Relevanz, da ich im Rahmen des Homeschoolings nicht nur Frontalunterricht sitzend am Schreibtisch vollbringen, sondern teilweise auch Sportübungen aktiv anleiten muss. Daneben müssen Unterrichtsmaterialien und Aufgaben konzipiert, bearbeitet und korrigiert werden.

Philip Julius an seinem Arbeitsplatz
Philip Julius an seinem Arbeitsplatz

Gleichzeitig wird der Arbeitsplatz zeitweise von meiner Ehefrau genutzt, die als Ärztin wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen häufig nach Feierabend zu Hause fertigstellt. Hierzu ist insbesondere ein schnelles und einfaches Anschließen der unterschiedlichen Laptops ohne aufwendigen Wechsel von Strom oder Verbindungskabeln eine Voraussetzung für einen reibungslosen Arbeitsablauf und ein friedliches Eheleben.

Um beide möglichst ergonomisch arbeiten zu können, haben wir das Arbeitszimmer mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch ausgestattet. Besonders wichtig für den Arbeitsalltag ist hierbei zusätzlich eine schnelle, unkomplizierte und ergonomische Anpassung der Bildschirmhöhe auf unsere unterschiedlichen Arbeitsplatzbedingungen.

Wir waren also auf der Suche nach einem Monitor, der sowohl flexibel im Raum für unterschiedliche Aufgaben zu nutzen ist als auch unterschiedlichen Anforderungen am Arbeitsplatz gerecht wird. Daneben wollen wir natürlich keine Abstriche in puncto Bildqualität und Darstellung machen. Kann der LG 27QN880-B all dies leisten?

Optik und Mechanik

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem 27-Zoll-Display der ergonomische Standfuß mit Schraubzwinge, ein 1,8 m langes Netzkabel, ein 1,8 m langes HDMI-Kabel sowie ein 1,8 m langes USB-C-auf-USB-C-Kabel. Zudem finden sich ein Kabelhalter, eine Kurzbedienungsanleitung, eine Bedienungsanleitung auf CD und diverse Papierunterlagen (Garantie-Information, Adapter-Information, Sicherheitshinweise etc.).

Bereits beim Auspacken fallen die hochwertige Verarbeitung und die angenehme Haptik des Gerätes auf. Der Monitor ist in einem Dunkelanthrazit mit mattem Finish gehalten. Die Ecken sind abgerundet, die Bildschirmränder zur Seite und nach oben mit ca. 2 mm äußerst schmal und kaum wahrnehmbar.

Verpackung des LG 27QN880-B
Verpackung des LG 27QN880-B
Detailansicht Rahmen
Detailansicht Rahmen

Lediglich der untere Bildschirmrand misst circa 15 mm. Mittig befindet sich dort zudem ein kleines, nicht zu aufdringliches LG-Logo. Die Rückseite des Monitors ist abgerundet und flacht sowohl zu den Seiten als auch nach oben hin ab, wodurch ein filigraneres Erscheinungsbild erzeugt wird. Zum Glück befinden sich auch keine roten Applikationen wie bei der LG-UltraGear-Gaming Reihe auf der Rückseite. Die Bildschirmtiefe misst am oberen Seitenrand circa 15 mm und mittig circa 25 mm, am unteren hingegen sind es seitlich 25 mm und mittig 40 mm, was auf den ersten Blick kaum auffällt. Die Lüftungsschlitze sind sowohl am oberen als auch am unteren Bildschirmrand angebracht. Während die Lüftungsschlitze am oberen Bildschirmrand ebenfalls kleiner und feiner angelegt wurden, sind die am unteren Bildschirmrand, entsprechend der dort vorliegenden größeren Bildschirmtiefe, größer angelegt.

Genau zentral in der Mitte der Bildschirmrückseite befindet sich die Verbindungsstelle zum Standfuß. Nach Montage des Standfußes an der Tischplatte kann dieser dann kinderleicht mittels eines einfachen Klicksystems und ohne weiteres Werkzeug mit dem Monitor verbunden werden. Rechts daneben befindet sich die Eingangsbuchse mit zweifachem HDMI-Anschluss, einem DisplayPort 1.2, zwei USB-3.0-Ports und dem heiß erwarteten USB-C-Anschluss. Zudem ist an der Rückseite wie bei vielen anderen LG-Monitoren das ebenfalls in Schwarz gehaltene LG-Logo in Lackfinish vorhanden, wodurch der Markenname dezent in Szene gesetzt wird, ohne dabei aber unsichtbar zu sein. Dies finde ich besonders schön, da in meinem Arbeitszimmer der Schreibtisch nicht mit der Rückseite gegen eine Wand gestellt ist, sondern frei im Raum steht und der Monitor somit von allen Seiten überaus ansehnlich ist.

Rückseite Arbeitsplatz
Rückseite Arbeitsplatz

Der Monitor selbst hat ein Gewicht von 4,8 kg, mit dem Standfuß zusammen sind es 8,7 kg. Monitor und Standfuß sind bei Lieferung nicht direkt montiert, was jedoch meines Erachtens durch die zuvor notwendige Montage des Standfußes an der Tischplatte bedingt ist, die durch eine fertige Montage von Bildschirm und Ergo-Stand unnötig erschwert werden würde. Nichtsdestoweniger ist es natürlich bei der Montage des Bildschirms durchaus möglich, den Standfuß zuerst mit dem Monitor zu verbinden und dann beides als Ganzes an den Tisch anzubringen. Dabei würde ich jedoch eine Montage zu zweit empfehlen.

Der Standfuß selbst ist aus einem Metall in Dunkelanthrazit gefertigt – ebenfalls in mattem Finish. Zur Montage des Standfußes an der Tischplatte stehen zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen kann der Standfuß mittels Schraubzwinge seitlich an der Tischplatte montiert werden, zum anderen könnte er bei bestehender Bohrung innerhalb der Tischplatte mit einer weiteren, im Lieferumfang enthaltenen Montageplatte von unten fest mit dem Tisch verbunden werden. Wichtig ist zu beachten, dass die Tischplatte bei Montage mittels Schraubzwinge nicht über 9 cm, bei Montage innerhalb der Tischplatte sogar nicht über 6 cm stark sein darf.

Schraubzwinge
Schraubzwinge

Da durch die Montage mittels Schraubzwinge ein Maximum an Platzersparnis am Schreibplatz erreicht werden kann, würde ich jedem Anwender diese Montagemöglichkeit empfehlen. Nach Anbringung des Standfußes an der Tischplatte mittels Schraubzwingen wird der Monitor ganz einfach via Klicksystem am Standfuß befestigt. Lösen könnte man das Display simpel durch Drücken des unter der Verbindungsstelle angelegten Druckknopfs. Die Montage ist insgesamt als kinderleicht zu bewerten, und selbst für mich als handwerklich unbegabten Menschen hat dies nicht länger als zwei Minuten gedauert. Auch wirkt die Schraubzwinge und damit die Anbringung des Monitors absolut fest und stabil. LG liefert im Übrigen eine schöne Abdeckung mit, mit der nach fertiger Montage die Schrauben am Fuß des Ergo-Stands verdeckt werden können.

Um den Bildschirm in Betrieb nehmen zu können, müssen im Anschluss nur noch die benötigten Kabel (in meinem Fall Monitor-Stromkabel und USB-C-Kabel) durch die in den Standfuß integrierte Kabelführung gelegt werden. Wenn die Kabel direkt aus dem Karton kommen, ist die Führung durch den Kabelkanal etwas fummelig. Das wird sich aber mit der Zeit legen und war eigentlich kein Problem. Es resultiert ein vollkommen sauberes Erscheinungsbild ohne den bisher so störenden Kabelsalat neben Laptop und Bildschirm. Besonders begeistert haben mich dabei die kleinen Ringe, die sich an allen mitgelieferten Kabeln befinden. Dadurch wird ein zu weites Hereinrutschen der Kabel in den Standfuß verhindert, wodurch zu jeder Zeit genug Spielraum der Kabel zur Ausnutzung der ergonomischen Features des Monitors zur Verfügung steht.

Kabelkanal
Kabelkanal

Nach korrekter Montage und Anschluss der Kabel kommt es zur ergonomischen Feinjustierung des Arbeitsplatzes. Insgesamt verfügt der Standfuß über vier Gelenke, wodurch der Monitor in bisher ungeahntem Maß an die individuellen Bedürfnisse des Anwenders angepasst werden kann. Das erste Gelenk befindet sich direkt zwischen Säule des Standfußes und Schwenkarm und erlaubt eine Höhenverstellung des Bildschirms über 13 cm. Somit befindet sich der obere Bildschirmrand je nach Einstellung zwischen 60,5 und 47,5 cm oberhalb der Tischplatte – wodurch die Anforderungen sowohl eines 1,85 m großen Mannes als auch einer 1,68 m großen Frau hinsichtlich ergonomisch optimaler Bildschirmhöhe erfüllt werden. Am Schwenkarm selbst finden sich zwei weitere Drehgelenke, durch die der Monitor zum einen in einem Radius von bis zu 270° gedreht, andererseits sowohl vom Anwender weg- als auch zum Anwender bewegt werden kann.

Als krönenden Abschluss befindet sich am Ende des Dreharms ein Kugelgelenk, mit dem der Bildschirm sowohl um 13° nach oben und unten geneigt als auch um 90° rotiert werden kann (Pivot-Funktion). Dies führte vor allem bei meiner Frau zu wahren Begeisterungsstürmen, die im Rahmen ihrer Arbeit häufig lange Texte lesen muss und durch Rotation des Bildschirms ins Hochformat nun deutlich mehr Text auf einen Blick zur Verfügung hat. Insgesamt verfügt der Bildschirm durch sein Ergonomie-Konzept über ein Höchstmaß an Flexibilität, das durch Ausfahren, Einfahren, Schwenken, Drehen, Neigen und Höhenverstellung eine optimale Positionierung des Displays ermöglicht und in allen Anwendungssituationen für ein angenehmes Benutzer-Erlebnis sorgt.