Test Acer Nitro XV273KP – Zocken und Bildbearbeitung geht doch!

Schnelle Shooter spielen, ganz ohne Lag und gleichzeitig im sRGB-Farbraum Bilder bearbeiten, mit dem Acer Nitro XV273KP ist dies möglich

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Einleitung

Mit dem XV273KP (XV273KPbmiipphzx) erreicht uns ein Gaming-Display der Nitro-Serie von Acer. Obwohl es sich um einen Adaptive-Sync-Monitor handelt, müssen neuere NVIDIA-Karten der Baureihen GTX10 und RTX20 nicht mehr außen vor bleiben, wenn es um eine Synchronisation der Aktualisierungsrate zwischen Grafikkarte und Monitor geht. Der Acer XV273KP ist sogar einer der wenigen offiziell von NVIDIA als „G-Sync Compatible“ zertifizierten Bildschirme.

Das ist aber noch nicht alles. Das native 120-Hz-Display lässt sich sogar auf 144 Hz übertakten. Das ist allerhand für ein UHD-Panel mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten und erfordert natürlich ein leistungsstarkes System, das das IPS-Panel mit ausreichend Frames versorgt. Bei der Reaktionszeit hält sich Acer bedeckt und spricht von 1 ms bei „Visual Response Boost“, was mit der verbreiteten Messmethode „G2G“ nichts mehr zu tun hat. Anscheinend muss man sich langsam an diese fiktive Messung der Reaktionszeit gewöhnen, da dies nicht der erste Monitor ist, für den solche Werte genannt werden.

Neben den Gaming-Specs wartet der Proband mit einer 90%igen Abdeckung des DCI-P3-Farbraums und einer DisplayHDR-400-Zertifizierung auf, die Filmliebhaber aufhorchen lässt. Ob der XV273KP ein solcher Allrounder ist, wie es anhand der Spezifikationen zu erwarten ist, klären wir in diesem Test.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Acer Nitro XV273KPbmiipphzx Datenblatt.

Lieferumfang

Der ziemlich unhandliche, tiefe Karton des Acer XV273KP bringt satte 12,7 kg auf die Waage. Das wird auch der Grund sein, warum er nicht über eine praktische Trageschlaufe auf der Oberseite, sondern über Kunststoff-verstärkte Griffmulden auf den Außenseiten verfügt. Somit ist der Transport ein echter Akt, der ein gutes Frühstück erfordert.

Das Entpacken des Monitors gestaltet sich hingegen sehr angenehm, obwohl der Karton auf der Oberseite geöffnet wird. Das liegt an der bereits enormen Tiefe von 350 mm, während viele andere Displays hier nicht mal 200 mm aufweisen.

Farbenfroher, aber unhandlicher Motivkarton des Acer Nitro XV273KPbmiipphzx
Farbenfroher, aber unhandlicher Motivkarton des Acer Nitro XV273KPbmiipphzx

Nach dem Öffnen liegt an oberster Position die Schachtel, in der die Blendschutzhaube verpackt ist. Im Inneren sind die drei Teile erneut in Schaumstoffbeuteln verpackt, damit sie nicht verkratzen können. Darunter befindet sich eine Styroporschicht mit mehreren Fächern, in denen das reichhaltige Zubehör aufgeteilt ist.

Die Blendschutzhaube des Dsiplays wird in einer Schachtel geliefert
Die Blendschutzhaube wird in einer Schachtel geliefert
Dreiteilige Blendschutzhaube des Acer Nitro XV273KPbmiipphzx vor der Montage
Dreiteilige Blendschutzhaube vor der Montage

Neben jeweils zwei DisplayPort- und USB-3.0-Kabel befindet sich jede Menge Papier im Lieferumfang. Das etwas dickere Heft scheint zunächst wie ein Handbuch, beinhaltet allerdings nur eine Kurzeinführung in etlichen Sprachen. Neben einigen Garantieblättern finden wir auch ein Blatt, das über eine werkseitige Kalibrierung samt Testwerten informiert. Handbuch, Treiber und Farbprofile sind auf der Website von Acer zu finden.

Das Zubehör des Acer Nitro XV273KPbmiipphzx beinhaltet insgesamt drei Kabel, davon zwei DisplaPort-Kabel
Das Zubehör beinhaltet insgesamt drei Kabel, davon zwei DisplaPort-Kabel

Zusätzlich befindet sich eine metallische Halterung im Paket. Laut Produkt-Website lässt sich das Display auch an alternativen VESA-100-Halterungen betreiben, wofür die Halterung sicherlich benötigt wird und auch die passenden Lochabstände aufweist. Wie die Demontage des Tragarms oder eine Montage an alternative Tragesysteme abläuft, wird allerdings mit keinem Wort im Handbuch erläutert. So ist man angehalten, selbst auszuprobieren, in der Hoffnung, die Kunststoffteile nicht zu beschädigen.

Optik und Mechanik

Der Acer Nitro XV273KPbmiipphzx besteht bis auf den metallischen spinnenartigen Fuß vollständig aus schwarzem Kunststoff in verschiedenen Texturen. Das Panel wird oben und an den Seiten von einem 15 mm und unten von einem 23 mm breiten Rahmen in Position gehalten. Neben dem Acer-Logo mittig am unteren Rahmen ist auf der linken Seite ein Aufkleber mit der Aufschrift „Color Accuracy“ angebracht. Auf der rechten Seite befindet sich die kleine Betriebs-LED. Während des Betriebs leuchtet sie blau und im Standby gelb. Im OSD-Menü unter „System -> LED-Steuerung“ kann die LED in zehn Schritten in ihrer Helligkeit reduziert werden.

Color-Accuracy-Badge am linken unteren Rahmen vom Display
Color-Accuracy-Badge am linken unteren Rahmen
Große Belüftungsöffnungen hinten am Monitorgehäuse sind schön in das Design integriert
Große Belüftungsöffnungen sind schön in das Design integriert

Die Tiefe des Monitors beträgt an den Seiten etwa 20 mm. Zur Mitte wölbt sich die Rückwand, um Platz für die Technik zu schaffen. Die Rückwand ist durch die Belüftungsöffnung, die wie ein aufsteigender Pfeil gestaltet ist, zweigeteilt.

Die Öffnungen sind im Grunde viel zu groß gestaltet, da wir es mit einem LED-Display zu tun haben und weder ein internes Netzteil noch ein G-Sync-Modul für zusätzliche Wärme sorgen. Hier spielt das Design wohl die größere Rolle.

Lichtsensor auf der Oberseite des Displayrahmens
Lichtsensor auf der Oberseite des Rahmens
Das Logo auf der Displayrückseite hebt sich von der restlichen Oberfläche ab
Das Logo hebt sich von der restlichen Oberfläche ab

Auf der Oberseite des Rahmens befindet sich der kleine Lichtsensor. Seine Funktion kann über das OSD-Menü aktiviert und konfiguriert werden.

Im oberen linken Bereich hebt sich das Acer-Logo von der Oberfläche ab, die einer Aluminiumoberfläche nachgeahmt ist, während der Bereich unter den Belüftungsschlitzen über eine raue und matte Struktur verfügt.

Anschluss-Panel auf der Monitorrückseite wird von einer Blende verdeckt
Anschluss-Panel wird von einer Blende verdeckt
Anschluss-Panel auf der Monitorrückseite ohne Blende
Anschluss-Panel ohne Blende

Hier befindet sich auf der linken Seite auch die Bedienungseinheit für das OSD-Menü. Das Anschluss-Panel ist mit einer Blende verdeckt, um das Design zu wahren.

Über ein Gelenk, das für die Neigungsverstellung von 25 Grad nach hinten und 5 Grad nach vorn zuständig ist, mündet der Monitor in den Schlitten der Höhenverstellung.

Maximaler Neigungswinkel des Displays nach hinten
Maximaler Neigungswinkel nach hinten
Maximaler Neigungswinkel des Displays nach vorn
Maximaler Neigungswinkel nach vorn

Dieser läuft innerhalb des Monitor-Arms und erlaubt einen Weg von 100 mm. In tiefster Stellung befindet sich die Unterseite des Rahmens 750 mm von der Tischoberfläche entfernt. Im unteren Bereich des Monitor-Arms befindet sich das Fenster für das Kabelmanagement.

Display in der niedrigsten Stellung von vorn
In der niedrigsten Stellung von vorn
Display in der niedrigsten Stellung von hinten
In der niedrigsten Stellung von hinten
Display in der höchsten Stellung von vorn
In der höchsten Stellung von vorn
Display in der höchsten Stellung von hinten
In der höchsten Stellung von hinten
Das Kabelmanagement wird durch ein Fenster im Monitorstandbein realisiert
Das Kabelmanagement wird durch ein Fenster realisiert
Metallische Füße sorgen für einen stabilen Stand des Acer Nitro XV273KPbmiipphzx
Metallische Füße sorgen für einen stabilen Stand

Im Bereich, in dem Tragarm und Fuß aufeinandertreffen, existiert ein weiteres Gelenk für die seitliche Drehung des Bildschirms. Der mögliche Radius von nur 20 Grad zu beiden Seiten ist allerdings sehr begrenzt.

Monitor mit seitlicher Drehung nach links
Seitliche Drehung links
Monitor mir seitlicher Drehung nach rechts
Seitliche Drehung rechts

Zuletzt kann noch die Blendschutzhaube angebracht werden. Zunächst müssen die seitlichen Blendenteile angebracht werden. Hierfür existieren in beide Blenden integrierte Schrauben, die in die Schraublöcher an den Monitor-Außenseiten gedreht werden.

Montage der Seitenteile am Monitorrahmen
Montage der Seitenteile am Monitorrahmen
Das Oberteil der Blendschutzhaube wird aufgelegt und durch die Seitenteile gehalten
Das Oberteil der Blendschutzhaube wird aufgelegt und durch die Seitenteile gehalten

Das Oberteil der Blendschutzhaube wird anschließend nur noch auf die Oberseite des Monitors gelegt und findet durch die montierten Seitenteile Halt nach vorn.

Die Blendschutzhaube verfügt sowohl über eine Öffnung für eine Kalibrierung als auch über ein kleines Loch für den Lichtsensor, damit sich das Display an das Umgebungslicht anpassen kann.

Kalibrierfenster mittig der Oberseite und Öffnung für den Lichtsensor im hinteren Bereich
Kalibrierfenster mittig der Oberseite und Öffnung für den Lichtsensor im hinteren Bereich
Frontansicht des Acer Nitro XV273KPbmiipphzx mit angesetzter Abschattungsblende
Frontansicht mit angesetzter Abschattungsblende

Optisch ist der Acer XV273KP in unseren Augen sehr gelungen. Er zeigt in der Front Minimalismus und verfügt über das eine oder andere futuristische Detail, das allerdings nicht zu übertrieben daherkommt.

Auch die Verarbeitung ist erstklassig, da sämtliche beweglichen Teile sauber und ruhig laufen, während das Panel sauber in den Rahmen eingepasst ist.

Design des Acer XV273KP ohne Abschattungshaube
Design des Acer XV273KP ohne Abschattungshaube

13 KOMMENTARE

  1. Danke für den super ausführlichen Test! Hast du mir einen Tipp? Ich würde gerne deine Meinung zwischen diesem und dem Acer Predator XB321HK hören. Ist der XB321HK was die Farben angeht genau so gut? Man liest nur gutes über den und ich schwanke zwischen 32 Zoll und 27 mit 120hz.

    danke 😉

  2. Danke für den ausführlichen Test!

    Hast du mir vielleicht eine persönliche Einschätzung der Bildqualität zwischen diesem Monitor und dem Acer XB321HK?
    32 Zoll finde ich eigentlich besser aber ich hätte schon gerne die 120hz mit G-Sync.

    Reicht das ältere Panel des Acer Predator XB321HK an dieses heran? Der 32 Zoll Acer wird in vielen Test als sehr gut bewertet und mich würde deine Einschätzung interessieren.

    Danke!!

  3. Sehr interessant wäre auch ein Test der „Interpolation“ für FullHD gewesen. Gerade bei 4K sollte es ja sehr gut klappen. Ich persönlich finde die Kombination sehr interessant um in FullHD spielen zu können, aber auf dem Desktop eine 4K Auflösung zu nutzen.

    • Hallo Norlatch,
      das bereitet 4K Panels keine Probleme, da 1 Pixel einfach auf 4 Pixel dargestellt werden. Der Qualitätsverlust ist da sehr gering und durchaus eine gute Möglichkeit für schwächere Grafikkarten!

      Viele Grüße
      Oliver

      • Wurde das tatsächlich getestet oder ist das eine Vermutung? Mir ist bewusst das das mathematisch sehr gut klappt aber in der Praxis wäre ich auch nicht überrascht wenn das Display dennoch in irgendeiner Form ‚interpoliert‘. Genau so etwas wünsche ich mir in Test damit man es vorher weiß.

  4. Einerseits empfehlt ihr, „den Acer XV273KP bei 120 Hz und mittlerem Overdrive zu betreiben“. Andererseits schreibt ihr, man erlebe bei eingeschaltetem FreeSync „letztendlich ein sehr flüssiges Gameplay, das aufgrund der feinen Auflösung des UHD-Bildschirms eine wahre Augenweide“ sei. Weiter vorn steht allerdings, dass Overdrive und FreeSync sich nicht gleichzeitig aktivieren lassen. Was ist denn nun die beste Einstellung für Gaming? Overdrive oder FreeSync? Oder wovon hängt das ab?

    • Hallo Tobias,
      da hast Du wirklich recht, dass das sehr verwirrend geschrieben ist! Dafür möchte ich mich auch entschuldigen. Bei abgeschaltetem Freesync ist die beste Einstellung 120Hz + mittlerer Overdrive. Das beste Gameplay wird allerdings bei aktiviertem Freesync erreicht. Hier ist der Overdrive fix auf „Mittel“ eingestellt.

      Viele Grüße und sorry für das Durcheinander
      Oliver

  5. Hey, das könnte genau das Teil sein, auf das ich gewartet habe. Wie sieht es mit dem IPS Glow bei dunkler Umgebung und dunklen Bildinhalten aus? Habt Ihr dazu vielleicht ein Video? Bei YouTube habe ich ein paar gefunden und dort sieht es echt gut aus.

  6. Vielen Dank für den Test. Genau auf diesen habe ich gewartet. Jetzt bin ich mir sicher, dass es dieser Monitor werden soll.

  7. das ist doch einmal ein Lichtblick!

    ein Gerät mit gleichen Eckdaten, das Euren Test mit ähnlichem Ergebnis absolviert, jedoch in 32 Zoll…
    …und dann würde auch ich schwach werden. Und bitte auch OHNE künstliche Krümmung!

    Desktop in 2160p, sim-racing in 1080p wäre meine Wünschkombo. Von 24 auf 28 Zoll allerdings ist mir das viele Geld nicht wert. Das ist dann bestimmt eine gute Pixeldichte für Dokumentenbearbeitung und scharfe Textdarstellung. Und bestimmt auch toll für shooter-Spieler. Aber es gibt eben auch andere Spiele-genres, die von schnelleren Bildwiederholraten profitieren. Auch wenn ich es im Allgemeinen begrüße, wenn wir baldmöglichst die 60Hz-Ära bei den Bildschirmen komplett beenden… (auch wenn das bislang eher unrealistisch anmuten mochte)

    Wurde die farbmetrische Beurteilung eigentlich bei 60Hz oder 120 Hz vorgenommen? Das wurde mir beim Lesen des Textes leider nicht deutlich oder ich habe es überlesen.

    • Das würde mich auch interessieren. Da die Gesamtlatenz bei 120hz sinkt, finden hier vl. Weniger exakte Emulationsschritte für srgb statt. Daher macht es vl. Einen unterschied..

    • Hallo @Heiko, @Peter Pan
      ich messe die Monitore immer bei 60Hz. Kann ich aber in der Zukunft auch bei höheren Aktualisierungsraten vornehmen. Dafür muss das Gerät auch für die Bildbearbeitung geeignet sein. Bei TN-Panels ist der Aufwand natürlich Blödsinn.

      Viele Grüße
      Oliver

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