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BRANDHEISS

Test Monitor Asus PA249Q
3/7

Bildqualität

Asus vertraut auch beim PA249Q wieder auf die Vorzüge der IPS Technologie. Diesmal handelt es sich um ein AH-IPS Panel mit erweitertem Farbraum und 10-Bit LUT. Das 24 Zoll große Display ist mit 1.920 x 1.200 Pixel aufgelöst und hat ein 16:10 Seitenverhältnis. Das GB-LED Backlight erreicht eine maximale Leuchtdichte von 350 cd/m².

Das Display ist ausreichend stark entspiegelt, so dass Reflexionen nur in geringem Maße auftreten. Sehr erfreulich ist, dass nahezu kein AG-Coating auftritt.

Werkseitig ist beim Asus PA249Q der Standardmodus eingestellt mit einer Helligkeit von 50 Prozent. Wegen der hohen maximal möglichen Helligkeit sind auch 50 Prozent Leuchtdichte noch recht hell aber zumindest erträglich. Wie von Displays mit erweitertem Farbraum gewohnt, ist die Farbwiedergabe intensiver als bei Displays die auf den sRGB Farbraum beschränkt sind, man spricht auch von „Bonbonfarben“.

Im Standardmodus sind Grüntöne besonders stark gesättigt, im Custom Modus sind es Rottöne die knalliger wirken. Davon einmal abgesehen zeigt der Asus PA249Q subjektiv bereits werkseitig eine ausgezeichnete Bildqualität und Farbbrillanz. Grau- und Farbverläufe werden sehr exakt und ohne geringstes Banding dargestellt. Daraus resultiert auch eine tadellose Farbstufendarstellung. Die Anzeige wirkt kontrastreich.

Asus Pa249q Monitor PA249Q Farbverlauf
Asus Pa249q Monitor PA249Q Farbstufen
Ausgezeichnete Farbverlauf- und Farbstufendarstellung des Asus PA249Q

Neben dem Standardmodus stehen beim Asus PA249Q mit „sRGBmodus“, „Adobe RGB-Modus“, „Landschaftsmodus“ und „Theatermodus“ noch vier weitere vordefinierte Bildmodi zur Auswahl. Außerdem bietet der Asus PA249Q noch zwei unterschiedlich einstellbare Anwendermodi an wo dann auch die 6-Achsen Farbkontrolle verfügbar ist.

Je nach Bildmodus kann noch zusätzlich die Farbtemperatur verändert werden. 5000K, 5500K, 6500K und 9300K stehen zur Auswahl. Das Gamma kann auf 2.2 oder 1.8 eingestellt werden.

Insgesamt bietet der Asus PA249Q umfangreiche Farb- und Bildeinstellungen.

Graustufen

Werkseitig ist beim Asus PA249Q der Kontrastwert auf 80 eingestellt. Bildmodus unabhängig sind Weißstufen auf unserem Testbild bis 253 klar differenzierbar. Bei der Schwarzstufendarstellung variiert das Ergebnis hingegen sehr deutlich und es kommt auf den Bildmodus an ob alle (im sRGBmodus und Adobe RGB-Modus) oder wie im Landschafts- und Theatermodus Schwarzstufen erst ab Stufe 6 sichtbar sind. Im Standardmodus sowie Anwendermodus beginnt die sichtbare Darstellung ab Stufe 2.

Eine Erhöhung des Kontrastwerts bis 83 ist möglich ohne negative Auswirkungen auf die Weißstufendarstellung, allerdings auch ohne sichtbare Verbesserungen. Ab 84 und höher färben sich bestimmte Graustufen grünlich ein.

Asus Pa249q Monitor PA249Q Schwarzst
Asus Pa249q Monitor PA249Q Weissst
Überprüfung der Weiß- und Schwarzstufen Darstellung beim Asus PA249Q

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Großteils wird das Display des Asus PA249Q recht gleichmäßig ausgeleuchtet. Am linken Rand sieht man allerdings dass die Hintergrundbeleuchtung ein wenig durchscheint. Ein kleiner Schönheitsfehler aber kein wirklich störender Hotspot. Vermutlich wegen der moderaten Entspiegelung, sind Aufhellungen dunkler Tonwerte in der linken unteren Ecke auch aus zentraler Betrachtungsposition sichtbar.

Asus Pa249q Monitor PA249Q Ausl01
Asus Pa249q Monitor PA249Q Ausl02
Gleichmäßig ausgeleuchtetes Display beim Asus PA249Q

Helligkeit, Schwarzpunkt und Kontrast

Der Helligkeitsregler des Asus PA249Q arbeitet unterhalb von 50 Prozent etwas steiler, oberhalb verläuft die Reglerkurve flacher. Die Leuchtdichte (Weißwert) kann zwischen 100 und 320 cd/m² eingestellt werden. Das Datenblatt nennt 350 cd/m², diesen Wert erreichen wir nicht ganz. Für dunkle Räume ist die untere Grenze schon recht hoch angelegt, bei ernsthafter Arbeit mit farbkritischen Anwendungen dürfte das aber nie zu einem echten Problem werden.

Asus Pa249q Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Für Präsentationen in heller Umgebung wird dagegen genügend Leistung geboten, nur in sonnendurchfluteten Räumen könnten die Reserven knapp werden. Bei unserer empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² steht der Regler erst in Position 14.

Die Schwarzwerte entsprechen dem üblichen Niveau bei AH-IPS Panels, wir messen zwischen 0,11 und 0,35 cd/m². Das Kontrastverhältnis beträgt gute 920:1.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Wir untersuchen Helligkeitsverteilung und Bildhomogenität an einem weißen Testbild, das wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die Helligkeitsabweichung in Prozent und das DeltaC (d.h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den zentral gemessenen Wert.

Asus Pa249q Monitor Frein
Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Die Helligkeitsverteilung haben wir sicherheitshalber gleich zweimal gemessen, denn das Ergebnis ist eine richtige Enttäuschung: der Mittelwert liegt bei 90 Prozent, die höchste Abweichung bei -21 Prozent. Rund um die helle Mitte finden wir beinahe durchgehend Abdunkelungen mit zweistelligen Prozentwerten. Die meisten bleiben unterhalb der Sichtbarkeitsschwelle für das bloße Auge, in den beiden oberen Ecken ist der Abstand aber denkbar knapp.

Bei der Farbreinheit sieht es glücklicherweise besser aus. Das mittlere deltaE von 1,0 ist gut, selbst für den Maximalwert von 2,8 passt diese Note noch. Nicht so gut: die Positionen der größten Farbabweichung decken sich weitgehend mit den dunklen Stellen aus der Helligkeitsverteilung.

Mit dem bloßen Auge nimmt man tatsächlich einen leichten Vignettierungseffekt wahr, die Monitormitte wirkt bei genauem Hinsehen aufgehellt. Verfärbungen sind keine zu sehen. Der IPS-typische Schimmer bei größeren Blickwinkeln ist hier leicht grau gefärbt, horizontal ist er vergleichsweise schwach ausgeprägt, vertikal und diagonal etwas auffälliger.

Damian Köb

... stieß 2009 zum PRAD-Team und schreibt mit anhaltender Begeisterung fundierte Monitor-Testberichte. Als Vater von zwei Kindern verbringt er seine Freizeit mit der Familie, macht Sport, spielt Computerspiele und fährt Motorrad.

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