Test Monitor BenQ EW2430
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Graustufen und Schwarzbild

In der Werkseinstellung zeigt sich ein gleichmäßiger Grauverlauf ohne Banding. In den mittleren Graustufen sind vereinzelte grünliche Farbschimmer erkennbar.

Benq Ew2430 Monitor Grau
Graustufen und -verlauf.

Beim Graustufentest kann der EW2430 nahezu alle Graustufen differenzieren, lediglich die hellste Stufe wird abgeschnitten.

Das schwarze Testbild gibt der EW2430 bemerkenswert dunkel wieder. Von der fast gänzlich schwarzen Mitte, hellt sich das Panel zu allen Randbereichen hin deutlich sichtbar auf.

Diese sehr ausgeprägte Abhängigkeit des Schwarzwertes vom Blickwinkel haben wir bislang bei allen A-MVA Panels beobachten können. Frontal betrachtet ist das Schwarz so tief, dass dabei die vier dunkelsten Graustufen gleich mit verloren gehen. Doch schon aus kleinen seitlichen Winkeln wirkt die schwarze Schirmfläche deutlich heller, dafür sind nun alle dunklen Graustufen gut differenzierbar.

Benq Ew2430 Monitor Schwarz
Das bemerkenswert tiefe Schwarz hellt sich zu den Rändern hin auf

Die scheinbaren Randaufhellungen beim Schwarzbild entstehen also nicht durch die durchscheinende Beleuchtung, sondern durch den nach außen hin zunehmenden Blickwinkel.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Der Helligkeitsbereich erstreckt sich von 63 bis 279 cd/m² und liegt damit für den PC-Betrieb sehr günstig. Der Maximalwert reicht selbst für Filme und Fotos in taghellen Räumen noch aus.

Benq Ew2430 Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Die gemessenen Schwarzwerte sind sehr niedrig. Bei voller Helligkeit messen wir nur 0,17 cd/m², daraus errechnet sich ein hervorragender Kontrastwert von rund 1.600:1, der über den gesamten Regelbereich konstant bleibt. Die Herstellerangabe von 3000:1 wird freilich nicht ganz erreicht.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Benq Ew2430 Monitor Ausleucht
Benq Ew2430 Monitor Homogen
Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Farbhomogenität

Bei der Helligkeitsverteilung wird ein Durchschnittswert von 92 Prozent erreicht, der zunächst noch gut erscheint. Allerdings lässt die Helligkeit ziemlich einseitig nur im oberen Bildschirmbereich nach, die beiden oberen Ecken liegen schon nah an der Sichtbarkeitsgrenze von 20 Prozent. Auch mit bloßem Auge betrachtet fällt der Helligkeitsabfall im oberen Bildschirmbereich bei genauerem Hinsehen schon auf, das Weißbild wirkt etwas wolkig und unruhig.

Die farbliche Homogenität fällt deutlich besser aus. Unsere Messung ergibt ein mittleres deltaC von nur 1,1, die Maximalwerte liegen alle im linken Fünftel und bleiben deutlich unter dem Grenzwert von 4,0.

Blickwinkel

Das Foto zeigt die Darstellung des EW2430 bei Blickwinkeln von +/- 70 Grad horizontal und +60 und -45 Grad vertikal.

Benq Ew2430 Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Die natürlichste Farbwiedergabe und das tiefste Schwarz erhält man bei frontaler Draufsicht. Bei Blickwinkeln bis etwa 30 Grad bleibt der Bildeindruck (bis auf das nachlassende Schwarz) noch recht konstant, darüber hellt sich der Bildschirm dann immer mehr auf und der Bildkontrast lässt stark nach. Die Farben verblassen, verändern sich aber kaum. Oberhalb von etwa 60 Grad ändert sich dann nicht mehr viel.

In der Gegenüberstellung mit deutlich teureren VA-Panels der Oberklasse überzeugt das Ergebnis natürlich nicht. Die ähnlich preiswerten TN-Panels schlägt das Bild dagegen um Längen: es bleibt in allen Richtungen wesentlich stabiler, und die Änderungen verlaufen gleichmäßiger.

Für die Fotobearbeitung sollte man den EW2430 nur im Hobbybereich einsetzen. Für das Teamwork im Büro oder den Filmabend mit Freunden ist die gebotene Farbstabilität dagegen völlig in Ordnung.

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