Test TV LG 47LW650S

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 2 Jahre
Panelgröße Zoll/cm: 47 / 119
Panel-Technologie/Hintergrundbeleuchtung: IPS / Edge-LED
Standardauflösung/​​​​Seitenverhältnis: 1.920 x 1.080 / 16:9
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 1040 x 585 / 1194
Lautsprecher: 2 x 10 Watt
Ein- und Ausgänge: 4 x HDMI, 1 x D-Sub-VGA, 1 x YPbPr, 2 x Composite Video, 1 x F-Buchse, 1 x IEC-Buchse
Bildfrequenz [Hz]: 23,98 / 24,0 / 50,0 / 60,0
Farbmodi Preset/User: 7 / 7
TV drehbar/neigbar: Ja / Nein
Wandhalterung: VESA 400
Ausstattung: 1 x Composite-Kabel auf Klinkenstecker, 1 x YPbPr-Kabel auf Klinkenstecker, Fernbedienung, 2 x Polarisationsfilter-Brillen, Kurzanleitung, CD mit Handbuch, OEM Nero MediaHome4, Kurzanleitung, Mikrofasertuch
Gerätemaße (B x H x T) [mm]: 1119 x 749 x 255 (mit Fuß)
Gewicht [kg]: 21 (mit Fuß)
Prüfzeichen:
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: <=160/ – / <0,1 (Herstellerangabe)

Einleitung

Unsere ab jetzt in regelmäßiger Folge erscheinenden Testberichte aktueller LCD-TVs beginnen mit dem 47LW650S von LG. Kern des Testparcours bilden unsere bewährten, und um die speziellen Erfordernisse im TV-Bereich ergänzten, Testmethoden und -abläufe.

Für die Bilddarstellung zeichnet ein 47-Zoll große IPS-Panel aus eigenem Haus verantwortlich. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Seitlich verbaute, weiße LEDs sorgen für die Hintergrundbeleuchtung (Edge-LED). Der native Farbumfang tendiert mit dieser Lösung in Richtung sRGB/ ITU-R BT.709. Trotz der nicht flächigen LED-Anordnung wirbt LG mit „Local Dimming“. Wir werden im Laufe des Testberichtes auf die Möglichkeiten dieser Umsetzung eingehen.

Das Datenblatt vermerkt eine Farbtiefe von 10bit pro Kanal. Wir gehen davon aus, dass das Panel am Ende mit 8bit pro Kanal angesteuert wird. Der vorgeschalteten Elektronik präsentiert es sich dann mit Hilfe einer FRC-Dithering-Stufe als 10bit Panel. Für den Benutzer sind solche Details im Ergebnis unwichtig. Entscheidend ist eine möglichst verlustfreie Verarbeitung des Eingangssignals. Im Zusammenspiel mit gut umgesetztem Dithering wird der Tonwertumfang dann nicht weiter reduziert. Alle Einstellungen, die über das OSD getroffen wurden, sollten kein sichtbares Banding provozieren.

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Der LG 47LW650S (Foto: LG)

Eine Besonderheit stellt die Umsetzung der 3D-Funktionalität dar: LG vertraut auf eine passive Lösung, die mit einfachen und kostengünstigen Polarisationsfilterbrillen genutzt werden kann. Vor- und Nachteile gegenüber aktiven Verfahren auf Basis von Shutterbrillen werden wir im entsprechenden Abschnitt beleuchten.

Der LG 47LW650S bietet zahlreiche weitere Funktionen, von der konfigurierbaren Zwischenbildberechnung bis hin zu integrierten, erweiterbaren Applikationen und einer Unterstützung für diverse Dienste (u.a. „Netcast“ oder Streaming über DLNA). Ein Mediaplayer mit Aufnahmefunktion wurde ebenfalls implementiert.

Als Zuspieler kamen, neben einem PC, ein OPPO DV-980H (DVD-Player) und OPPO BDP-93 (Blu-ray-Player) zum Einsatz. Zusätzlich wurden zwei Videoprozessoren (Lumagen RadianceXD und iScan VP50) verwendet.

Die farbmetrischen Messungen basieren auf einem Spektralfotometer (EyeOne Pro). Für die Ermittlung des Kontrastes wurde ein Colorimeter (X-Rite DTP94) verwendet.

Lieferumfang

LG verzichtet auf umfangreiche Beigaben. Signalkabel sucht man daher vergeblich. Es wurden lediglich zwei Adapterkabel (Composite-Video + Audio und Komponente auf Klinkenstecker) beigelegt. Die obligatorische Fernbedienung ist natürlich vorhanden, ebenso wie eine Kurzanleitung, Garantiehinweise, ein Mikrofaser-Putztuch und zwei CDs. Neben dem vollständigen Handbuch als PDF-Datei, findet der Benutzer hier auch eine OEM Version von Nero MediaHome 4 (kann als DLNA-Server für das Streaming von Videoinhalten genutzt werden). Zwei Polarisationsfilter-Brillen erschließen das 3D-Erlebnis bei entsprechenden Inhalten.

Durch den separierten Standfuß fällt der Karton sehr schmal aus. Die Diagonale von immerhin 47-Zoll erfordert dennoch zwei Personen beim Transport.

Optik und Verarbeitung

Der Auftritt des LG 47LW650S ist eher schlicht. Auf umfangreiche Design-Spielereien wurde konsequent verzichtet. Das Gehäuse besteht aus hochglänzendem Kunststoff, eingefasst von einem transparenten Rahmen. Während der optische Effekt reine Geschmackssache ist, müssen wir als klaren Nachteil die Empfindlichkeit solcher Oberflächen nennen. Mikrokratzer mehren sich auch bei korrekter Pflege schnell – teilweise sind sie auch schon ab Werk vorhanden.

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Der LG 47LW650S.

Aufgrund der Edge-LED Hintergrundbeleuchtung benötigt der Bildschirm, ohne Berücksichtigung des Standfußes, kaum Platz in der Tiefe. Der Rahmen selbst fällt weder besonders üppig noch besonders schmal aus.

Der Standfuß erfüllt seinen Zweck, hätte aber für einen Bildschirm dieser Größe deutlich stabiler ausfallen können. Er erlaubt eine völlig ausreichende Drehung in der Horizontalen.

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Seitliche Drehung des LG 47LW650S.

Die Verarbeitungsqualität liegt auf befriedigendem Niveau. Ein besonders hochwertiger Eindruck will sich aber nicht einstellen. Die Spaltmaße sind meist gering, nur an einigen Stellen können wir etwas größere Abstände ausmachen.

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Die Rückseite des LG 47LW650S.

Der schmale Bildschirm bietet sich für eine Wandmontage an. Sie ist über eine VESA400-Verschraubung dann auch problemlos möglich.

Die Entscheidung für eine Edge-LED Hintergrundbeleuchtung wirkt sich auch positiv auf die Wärmeentwicklung aus. Auf der Rückseite reichen wenige Lüftungslöcher für eine rein passive Abführung.

Der LG 47WL650S verhält sich im Betrieb entsprechend unauffällig. Direkt über den Lüftungsschlitzen können wir nur ein minimales Summen, unabhängig von der gewählten Helligkeit, ausmachen. Spezielle Testpattern mit harten Kontrasten führen zu keiner Veränderung.

Da allerdings gerade die Geräuschentwicklung in der Regel einer erheblichen Serienstreuung unterliegt, können wir an dieser Stelle wie immer keine absolute Aussage für alle Geräte treffen.

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Seitliche Rückansicht des LG 47WL650S.

Stromverbrauch

Die Leistungsaufnahme ist in Relation zur Panelgröße auf niedrigem Niveau und liegt etwa im Bereich von 24 bis 27 Zoll Bildschirmen mit CCFL-Hintergrundbeleuchtung. Die Herstellerangabe von maximal 160 Watt wird in jeder Testkonfiguration unterschritten.

Leider reduziert sich die Leistungsaufnahme bei Auswahl der „Screen off“ Option im Vergleich zum Betrieb mit minimaler Helligkeit nur wenig. Im Standby-Zustand können wir aber erfreulicherweise keinen Energieverbrauch mehr feststellen.

Die deutliche Diskrepanz zwischen minimaler und maximaler Leistungsaufnahme lässt auf einen großen Regelungsbereich der Hintergrundbeleuchtung schließen. Ein separater Netzschalter ist nicht vorhanden.

Hersteller Gemessen
160 W 120,7 W
k.A. 75,6 W
k.A. 37,0 W
k.A. 25,1 W
< 0,1 W 0 W
0 W 0 W

Anschlüsse

Für die Zuspielung stehen diverse Eingänge zur Verfügung. Digitale Signale verarbeitet der LG 47LW650S über 4 HDMI-Eingänge. Analoge RGBHV-Signale werden über einen D-Sub-VGA-Eingang entgegengenommen. Die Verarbeitung von YPbPr- und Composite-Formaten erfolgt über je eine Klinkenbuchse (ein Cinch-Eingang für Composite-Video ist aber auch vorhanden). Entsprechende Adapter liegen bei. Der integrierte Tuner wird über je eine IEC- (DVB-C, Kabel analog) und F-Buchse (DVB-S) verbunden. DVB-T wird ebenfalls unterstützt. Audiosignale können, je nach Bildeingang, auch über vorhandene Klinkenbuchsen zugespielt werden. Für einen verlustfreien Abgriff sorgt eine TOSLINK Buchse. Die Verbindung mit Heimnetzwerk und Internet wird über eine RJ45 Buchse hergestellt.

Die meisten Anschlüsse wurden senkrecht oder seitlich angebracht. Das erleichtert die Verkabelung, insbesondere bei Verwendung einer Wandhalterung mit geringem Wandabstand.

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Die Signaleingänge des LG 47LW650S.

Neben den klassischen Videoeingängen können über zwei USB-Eingänge auch externe Festplatten oder USB-Sticks mit dem Bildschirm verbunden werden. Der Anschluss einer dedizierten Festplatte eröffnet, nach spezieller Formatierung durch den integrierten Mediaplayer, auch die Möglichkeit zur Programmaufnahme.

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... ist seit 2008 dabei und hat Medieninformatik sowie Druck-/ Medientechnik studiert. Es ist für die Bereiche Farbmesstechnik, -metrik und -management zuständig und entwickelte die PRAD-Test-Software. Nach wie vor verfasst er Testberichte über Grafik-Monitore.

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