Test Projektoren & Beamer LG PA1000

0
140

Einleitung

Mit dem PA1000 bringt LG eine günstigere Alternative zum PF80G auf den Markt. Ebenfalls mit LED-Technik, allerdings nur mit einer nativen Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln, dafür aber zu einem unschlagbar günstigen Preis. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 649 Euro. Momentan ist der Projektor im Online-Versand allerdings bereits für 525 EUR inkl. Versandkosten erhältlich. Alternativ ist auch eine Variante mit eingebautem DVB-T-Tuner erhältlich.

Lg Pa1000 Beamer Einleitung
Im Test: LG PA1000 (Bild: LG).

Was darf man für 525 EUR allerdings von einem Beamer erwarten? Auf den ersten Blick erscheint eine HD-Ready-Auflösung heute eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Da der PF80G im Test bei uns vor einem Jahr aber gut abgeschnitten hat, sind wir gespannt was der neue LG Beamer zu leisten vermag.

Lieferumfang

Letztendlich kommt es in unseren Tests hauptsächlich auf die „inneren Werte“ an. Dennoch spielt das Design und die Haptik, insbesondere bei einem portablen Gerät, eine nicht zu vernachlässigende Rolle. LG gibt sich trotz des günstigen Preises erstaunlich viel Mühe, so dass bereits das Auspacken zum Erlebnis wird und einen wertigen Eindruck vermittelt.

Auch der Lieferumfang fällt großzügig aus und beinhaltet: der Projektor, eine Fernbedienung, Netzkabel und Ladegerät, eine weiche Transporttasche, ein Poliertuch zur Reinigung, ein VGA-Kabel, ein Composite-Adapter und das Benutzerhandbuch (gedruckt und auf CD).

Lg Pa1000 Beamer Lieferumfang
Lg Pa1000 Beamer ScreenS Lieferumfang
Lieferumfang des LG PA1000.

Ein HDMI-Kabel liegt allerdings nicht bei. Auch die 3D-Brille muss separat besorgt werden. Bei dem günstigen Preis ist das aber völlig in Ordnung. Das Handbuch ist recht ausführlich, verständlich geschrieben und das Inhaltsverzeichnis der PDF-Version löblich verlinkt.

Hands on Video LG PA1000

Anschlüsse

Die Anschlüsse fallen zwar hinsichtlich Anzahl nicht besonders üppig aus, aber alle wichtigen Video-Eingänge sind vorhanden. Von links nach rechts zeigt die Abbildung: Infrarotsensor, HDMI (MHL-fähig), USB (Typ A), VGA, Composite Video, Audio-Eingang und Strom-Anschluss.

Lg Pa1000 Beamer Anschluesse
Anschlüsse des LG PA1000.

Einen kabelgebundenen Netzwerk-Anschluss bietet der PA1000 zwar nicht, dafür ist aber die Intel WiDi-Technologie an Bord. Damit lassen sich Filme, Fotos und Präsentationen kabellos vom Tablet, Smartphone oder PC übertragen.

Unterwegs braucht man aber noch nicht einmal ein Smartphone dabei zu haben. Ein USB-Stick reicht, um mit dem eingebauten und exzellent gemachten Media-Player Dokumente, Fotos und Videos anzuschauen.

Lg Pa1000 Beamer Quellwahl
Lg Pa1000 Beamer Media Player
Links: Quellwahl mit USB- und ScreenShare-Support. Rechts: Media-Player.

Die eingebauten Viewer sind mustergültig umgesetzt und können eine Vielzahl von Formaten wiedergeben. Auch das Abspielen von 1.080p-Filmen direkt vom USB-Stick ist problemlos möglich und verlief im Test performant und ruckelfrei.

Lg Pa1000 Beamer Dok Viewer
Lg Pa1000 Beamer Pic Viewer
Links: Dokumenten-Viewer. Rechts: Foto-Viewer.

Optik und Gestaltung

Mit seinen Abmessungen von 230 x 170 x 44 (B x H x T in mm) und einem Gewicht von 1,2 kg ist der PA1000 klar auf Portabilität getrimmt. Dabei ist er nicht nur klein und leicht, sondern sieht auch äußerst schick aus.

Bei entsprechendem Lichteinfall erkennt man, dass das Gehäuse des PA1000 nicht einfach nur hochglänzend schwarz ist, sondern eine Art Metallic-Lackierung besitzt.

Lg Pa1000 Beamer Ansicht Spezial
Klein und Federleicht.

Zur Gerätesicherung befindet sich auf der Rückseite die Öffnung für ein Kensington-Kabelschloss. Auch die Anschlüsse und Bedientasten sind dort zu finden.

Lg Pa1000 Beamer Ansicht Vorne
Lg Pa1000 Beamer Ansicht Hinten
Ansichten LG PA1000: vorne und hinten.

Die Waben-Gitter auf den Seiten sehen gut aus und dienen der Belüftung. Das schnörkellose Design wirkt elegant und sehr ästhetisch. Nicht verschweigen darf man allerdings die extreme Anfälligkeit der Vorder- und Oberseite für Staub- und Fingerabdrücke.

Lg Pa1000 Beamer Ansicht Rechts
Lg Pa1000 Beamer Ansicht Links
Ansichten PA1000: rechte und linke Seite.

Insgesamt hat uns der PA1000 bei Design und Haptik während des Auspackens und angesichts des günstigen Preises positiv überrascht. Bei Einsteigergeräten unterscheidet sich das Gefühl beim „Anschauen aus der Entfernung“ und beim „in die Hand nehmen“ oft doch ganz erheblich, zum Glück muss man beim LG PA1000 diesbezüglich keine Abstriche machen, Haptik und Qualitätsanmutung sind wirklich top.

Aufstellung

Die Flexibilität bei der Aufstellung ist durchaus ein wichtiges Kaufkriterium. Auf maximale Portabilität getrimmte Projektoren haben hier natürlich andere Schwerpunkte als ausgewachsene Heimkino-Boliden.

Lg Pa1000 Beamer Standbein
Ausschraubbares Standbein und Stativgewinde.

Im Projektor-Menü sind sämtliche Aufstellmöglichkeiten vorhanden, auch für Decken-Montage und Rückprojektion. Vornehmlich gedacht ist der PA1000 aber für eine Tischaufstellung oder der Montage auf einem Foto-Stativ. Ein entsprechendes Standard-Stativgewinde steht dafür auf der Unterseite zur Verfügung. Bei der Tischaufstellung hilft ein ausschraubbares, rutschfest gummiertes Standbein vorne bei der Nivellierung.

Lg Pa1000 Beamer ScreenS Aufstellung
Montage auf einem Foto-Stativ.

Ein Zoom oder gar einen optischen Lens Shift bietet der PA1000 nicht. Die Justierung von Bildgröße und Bildposition erfolgt ausschließlich über die Aufstellposition des Gerätes. Eine elektronische Trapez-Korrektur (Vertikal ± 15 Grad) zum Ausgleich von schiefen Bildrändern bei schräger Projektion ist allerdings vorhanden. Eine Neigung des Projektors nach oben kann man mit Hilfe eines ausschraubbaren Standbeins vorne erzielen.

Die exakte Positionierung des Bildes in eine vorgegebene Fläche wie eine Rahmenleinwand ist so fast unmöglich, dafür ist der PA1000 aber auch nicht gedacht. Wir haben uns für den Test trotzdem die Mühe gemacht ihn genau auf eine 2 Meter breite Leinwand auszurichten, um auch messtechnisch zu untermauern, was wir subjektiv bereits vermutet hatten: die vom Hersteller angegebene Lichtleistung wirkt zwar auf dem Papier recht bescheiden, ist in der Praxis aber beim PA1000 in Verbindung mit seinen tollen Farbkontrasten völlig ausreichend, um eine Leinwand in dieser Größe noch gut auszuleuchten.

Zur Schärfeeinstellung besitzt das Objektiv ein Drehrad an der linken Seite. Die Bedienung ist etwas fummelig, da es recht klein ist. Dafür bleibt das Bild beim Fokussieren absolut stabil, d.h. es findet keine Verschiebung des projizierten Bildes statt.

Lg Pa1000 Beamer Objektiv
Objektiv mit Fokussier-Rad.

Zwei Kritikpunkte sind uns im Zusammenhang mit der Aufstellung aber aufgefallen. Zum einen ist das Netzteil nicht nur ungewöhnlich groß, sondern auch richtig schwer. Das relativiert dann die Portabilität schon wieder etwas. Zum anderen erscheint uns – wie bereits beim großen Bruder PF80G – das Verhältnis Projektionsabstand zu Bildgröße relativ unglücklich gewählt. Ein 2 Meter breites Bild erreicht man aus einem Abstand von 2,90 Meter. Das heißt der Projektor steht ziemlich genau da, wo man selber sitzen möchte.

Für eine Projektion im nativen 16:9-Format kann man den Projektionsabstand zwischen 0,9 und 3,06 Metern variieren und erhält damit Diagonalen von 0,76 bis zu 2,54 Metern. LG bleibt bei seinen Angaben erfrischend realistisch. Unter kontrollierten Lichtbedingungen trauen wir dem PA1000 die Ausleuchtung einer 2,54 breiten Leinwand ohne weiteres zu. Bei einer typischen Leinwand mit 2 Metern Breite (2,3 Meter Diagonale) benötigt man einen Projektionsabstand von 2,9 Metern.

Die Distanztabellen unten zeigen die Aufstellungsmöglichkeiten detailliert für eine Projektion im 16:9 -Format.

Lg Pa1000 Beamer ScreenS Projektionsgroessen
Übersicht Projektionsgrößen (Screenshot Handbuch LG).

TEILEN
Vorheriger ArtikelTest Monitor Iiyama ProLite XB3070WQS-B1
Nächster ArtikelTest Monitor Acer XB270HAbprz
... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen