BRANDHEISS

Test Projektoren & Beamer LG PW800
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3D-Wiedergabe

Eine 3D-Brille ist im Lieferumfang nicht enthalten, das kann man bei dem Preis aber auch nicht erwarten.

Bei der Brille handelt es sich um eine aktive Shutter-Brille. Das ist im Vergleich zu einfachen Polarisationsbrillen die technisch erheblich bessere Umsetzung. Laut Handbuch können alle 3D-Brillen vom Typ DLP-LINK (DLP-Ready) verwendet werden.

Da die Brille im Lieferumfang nicht enthalten ist und uns vom Hersteller auch keine zur Verfügung gestellt wurde, haben wir die 3D-Wiedergabe des PW800 nicht getestet. Angesichts der Lichtleistung des PW800 sollte hier die Erwartungshaltung aber gedämpft sein.

Sound

Der PW800 bringt zwei eingebaute Stereo-Lautsprecher mit je 1 Watt Ausgangsleistung mit. Das ist schon sehr wenig. Der LG PA1000 bietet zumindest 2 x 3 Watt.

In unserem (sehr großen) Testraum musste die Lautstärke schon auf 100 Prozent gesetzt werden, um etwas Kinoflair aufkommen zu lassen. Trotzdem überrascht es, wie viel Klang LG damit aus dem kleinen PW800 herausholt. Selbst bei voller Lautstärke kommt es nicht zum Dröhnen oder Verschlucken von Tönen. Die Tonwiedergabe ist insgesamt sehr klar und differenziert. Für den schnellen Einsatz unterwegs sind die Lautsprecher daher durchaus eine Bereicherung.

Bewertung

Keine Angaben
3.8

(GUT)
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Fazit

Die Marketing-Aussagen von LG positionieren den PW800 genau richtig. Zwar besitzt das Gerät einen enormen Funktionsumfang, adressiert aber primär das Einstiegssegment, im Speziellen Nutzer, die einen kompakten und mobilen Beamer für Heimanwendungen oder unterwegs suchen. Für professionelle Präsentationen ist er faktisch nicht geeignet.

Für den Unterhaltungsbereich hat der PW800 aber wirklich viel zu bieten. Der Käufer bekommt ein elegantes und zugleich pflegeleichtes Gerät, das mit gerade mal 650 Gramm nicht schwerer als ein Tablet ist. Sitzt man dann vor dem großen Bild, erstaunt umso mehr die Leistung, die LG dank LED-Technik in das handflächengroße Gerät gezaubert hat. Begeistern können dabei nicht nur die kräftigen Farben, sondern nicht zuletzt auch die Bedienung und das Menü des PW800 – hier hat LG Referenzcharakter erreicht.

Konkurrenz bekommt der PW800 vor allem aus dem eigenen Haus. Der PH300 ist mit 450 Gramm noch leichter, kleiner und portabler und besitzt außerdem einen integrierten Akku. Der ebenfalls bei PRAD getestete PA1000 dagegen mag auf dem Papier doppelt so schwer sein wie der PW800, ist tatsächlich aber immer noch extrem handlich und mobil. Er bietet die gleiche Auflösung (und Problematik mit der rautenförmigen Pixelanordnung), ist auch in einer Variante mit integriertem TV-Tuner erhältlich, hat aber die bessere Lichtleistung, stärkere Lautsprecher und vor allem einen deutlich dezenteren Lüfter. Gleichzeitig hat er bei der Farbabstimmung merklich besser abgeschnitten. Er ist im Online-Handel bereits für 549,00 Euro ohne und für 629,00 Euro mit TV-Tuner erhältlich – also praktisch zum gleichen Preis.

Mehr Bildqualität zu diesem Preis anderweitig zu finden, dürfte schwierig werden. Anspruchsvollere und vor allem an Heimkino interessierte Nutzer warten aber immer noch sehnsüchtig darauf, dass LG seine gekonnte Umsetzung der LED-Technik mal in einem ausgewachsenen Full-HD-Heimkino-Gerät präsentiert, das in einem größeren Gehäuse für maximale Bildqualität bei flüsterleisem Betrieb optimiert ist.

Pro und Contra

  • Elegantes und pflegeleichtes Design
  • Sehr leicht und portabel und damit vielseitig einsetzbar
  • Mustergültige Bedienbarkeit und Fernbedienung
  • Eingebauter Media-Player und TV-Tuner
  • Großer Farbraum und kräftige Farben dank LED-Technik
  • Gute Bildqualität in seiner Geräteklasse
  • Geringer Energieverbrauch und wartungsfrei
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schwächen bei Bildschärfe und Schärfeverteilung (in statischen Bildern)
  • Lüfter ziemlich laut und hochfrequent
  • Großes und schweres Netzteil
  • Kein Zoom
  • Ggfls. DLP-bedingter Regenbogen-Effekt

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Manuel Findeis

... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

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