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BRANDHEISS

Test Projektoren & Beamer LG PW800
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Inbetriebnahme

Ein- und Ausschalten

Projektoren mit herkömmlicher Hochdrucklampe benötigen typischerweise eine Auf- und Abkühlphase. Dass solche Projektoren bis zur Anzeige des ersten Bildes ein bisschen Zeit brauchen, ist also durchaus normal. Blitzschnell dagegen ist der LG PW800 mit LED-Technik: Bereits nach 7,46 Sekunden kann man mit der Filmvorführung/Präsentation beginnen – das ist schon schneller als die meisten heutigen SMART-TVs.

Selbst im Vergleich zu anderen LED-Projektoren ist das rasend schnell. Der Optoma HD91 benötigt die doppelte Zeit alleine, um die Eingangsquelle zu erkennen, und insgesamt fast 4,5 Mal so lang wie der LG PW800.

Abkühlzeit? Fehlanzeige: Nach nur 1,42 Sekunden ist der PW800 auch wieder ausgeschaltet und lautlos. Im Gegensatz zu Projektoren mit herkömmlicher Lampentechnik stört den PW800 auch häufiges An- und Abschalten nicht. Das Gerät ist immer wieder sofort betriebsbereit.

Bereitschaftszeiten

ModusZeit
Startzeit bis Bildwiedergabe7,46 Sekunden
Startzeit bis Anzeige HDMI-Quelle, volle Helligkeit7,46 Sekunden
Abkühlzeit1,42 Sekunden

Betriebsgeräusch

Das Betriebsgeräusch beträgt laut Hersteller < 34 dBA im Normalmodus und < 26 dBA im Eco-Modus. Soweit für uns ersichtlich, hängt die Lüfterlautstärke primär mit der gewählten Eco-Einstellung zusammen, die unabhängig vom gewählten Bildmodus in drei Stufen (maximal/mittel/minimal) geregelt werden kann. Im laufenden Betrieb bleibt die Drehzahl dann – abhängig von der Raumtemperatur – jeweils konstant.

Ab Werk steht die Eco-Einstellung auf „Mittel“. Das Lüftergeräusch ist schon recht aufdringlich und liegt vor allem in einem unangenehm hohen Frequenzbereich. Bei Eco-Einstellung „Minimal“ werden die Lüfter auch nicht mehr viel lauter.

Bei Eco-Einstellung „Maximal“ sinkt das Lüftergeräusch dagegen spürbar, die Helligkeit aber leider auch. Insofern ist die Werkseinstellung „Mittel“ gut gewählt. Da der Anstieg an Lüftergeräusch und Stromverbrauch in Eco-Einstellung „Minimal“ ebenso wie die Zunahme der Lichtleistung moderat ausfällt, kann man aber auch getrost diese Einstellung wählen.

Stromverbrauch, Kühlung und Wartung

Stromverbrauch

Die Leistungsaufnahme im Betrieb wird vom Hersteller mit maximal 65 Watt angegeben. Der Verbrauch im Stand-by wird nicht genannt. Unsere Messungen bleiben hier erfreulicherweise deutlich unter der Herstellerangabe. Auch im Stand-by-Modus messen wir nur 0,3 Watt, der aktuelle Grenzwert der EU-Richtlinie 1275/2008 wird also sehr gut eingehalten.

ModusStromverbrauch
Lampenleistung: Eco Mittel39,9 Watt
Lampenleistung: Eco Minimal44,9 Watt
Lampenleistung: Eco Maximal30,3 Watt
Stand-by0,3 Watt

Kühlung und Wartung

Die Kühlluft saugt der PW800 durch Lüftungsschlitze auf der linken Seite an. Die warme Abluft wird rechts vom Objektiv nach vorne ausgeblasen. Im Abluftbereich ist schon eine recht deutliche Erwärmung spürbar, die aber aufgrund der Ausblasrichtung bei der Aufstellung keine Rolle spielen dürfte.

Bei Projektoren mit Hochdrucklampe muss die Lampe regelmäßig ausgetauscht werden. Zudem nimmt bis zum Ende der Lebensdauer die Lichtleistung merklich ab und beträgt am Ende nur noch etwa die Hälfte im Vergleich zum Anfang. Bei regelmäßiger Nutzung muss man alle zwei bis drei Jahre die Lampe und den Lüftungsfilter erneuern. Das ist durchaus kostspielig und kann jedes Mal bis zu 300 Euro kosten.

Bei LED-Projektoren dagegen ist ein Austausch von Filtern oder Lampe in der Regel gar nicht vorgesehen. Auch beim PW800 findet sich dazu weder eine Öffnung am Gerät noch ein Hinweis im Handbuch. Die Lebensdauer einer Lampe gibt LG mit 30.000 Stunden an. Damit kann man den PW800 mehr als zehn Jahre lang acht Stunden täglich reuelos in Betrieb haben, ohne sich über die Kosten pro Betriebsstunde Gedanken zu machen. Die Herstellergarantie beträgt drei Jahre.

Manuel Findeis

... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

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