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TESTBERICHT: Acer S243HLbmii Teil 6


Der werksseitige Schwarzpunkt ist mit 0,32 cd/m² sehr hell, fast zu hell mit Blick auf die im Profiltest der Werkseinstellung erreichte Helligkeit von 241 cd/m². Der resultierende Kontrast von 752:1 weicht von der Herstellerangabe (1.000:1) deutlich ab. Nach der Kalibrierung sinkt der Kontrast auf das deutlich schlechtere Verhältnis von 470:1.

Helligkeitsverteilung

Die Helligkeitsverteilung ermittelten wir an 15 einzelnen Messpunkten. Bei einem Helligkeitswert von 53 erhielten wir in der Mitte des Displays mit 140 cd/m² den gewünschten Basiswert.

Die Helligkeitsverteilung des Acer S243HL, ermittelt an 15 Messpunkten.

Das Ergebnis untermauert unser subjektives Empfinden, die Helligkeitsverteilung sei recht ausgewogen. Mit 19 cd/m² oben links weicht das Display am stärksten vom kalibrierten Wert ab, auf der linken Seite finden sich insgesamt die höchsten Abweichungen. Das gesamte obere Viertel entfernt sich mit einem Durchschnittswert von 14,8 cd/m² am deutlichsten vom Referenzwert. Der aus allen 15 Messpunkten errechnete Durchschnitt von 10,13 cd/m² kann als gut befunden werden, zumal die Inhomogenität nur durch unser Messen zutage kam; subjektiv ist nichts davon zu merken.

Blickwinkel

Die Spezifikationen weisen für den Acer Monitor maximale Blickwinkel von 170 Grad horizontal und 160 Grad vertikal auf, bei einem Restkontrastverhältnis von 10:1. Maximale 178 Grad in beide Richtungen sind es, wenn das Restkontrastverhältnis 5:1 beträgt. Eine Aussage darüber, ob aus großen Blickwinkeln Negativeffekte und Farbenverfälschungen auftreten, treffen diese Angaben nicht.

Für den eingeschränkten Winkel, innerhalb dessen sich der Kopf bei der Bildschirmarbeit bewegt, können wir Entwarnung geben – Veränderungen sind hier kaum merklich. Wird aus einer sehr schrägen Perspektive auf das Panel geschaut, kommt es zu den TN-typischen Verfälschungen: Das Bild wird blasser, weil der Kontrast abnimmt, und zeigt einen Gelbstich.

Farbenfroh und kontrastreich ist das Bild von vorn, seitliche Blickwinkel geben auch wenig Anlass zu Kritik.

Erfreulich ist der subjektive Eindruck, dass Farben nirgends komplett umgekehrt werden, ein Negativeffekt bleibt gänzlich aus. Selbst von oben betrachtet, hält das Bild stand; das Blasserwerden und die kälteren Farben sind bis zu einem bestimmten Winkel noch akzeptabel. Kritisch sind die Veränderungen jedoch, sobald der Monitor aus einem praxisfernen Winkel von unten betrachtet wird.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den Acer S243HLbmii auf seine Farbechtheit hin getestet und ausprobiert, wie gut sich der Bildschirm kalibrieren lässt. Von Bedeutung sind die Ergebnisse primär für Grafik- und Fotobearbeitung – im Office- und Spielebetrieb dürfen sie getrost vernachlässigt werden. Bei derlei Anwendungen dominiert der subjektive Eindruck. Nachdem wir den Maximalfarbraum des TFTs ermittelt haben, ging es anschließend um den Vergleich mit dem Druckfarbraum ISOcoated und dem sRGB-Farbraum.

Farbraumvergleich

Das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Endkundenbereich basiert auf dem Standard-RGB-Farbraum (sRGB) – er ist der kleinste gemeinsame Nenner. Auch Windows geht automatisch von sRGB aus, sofern kein Farbprofil zu einem Gerät oder einer Grafikdatei vorliegt. Dass viele Farbdrucker auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil arbeiten, ist ein weiterer Grund, warum der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum für „Otto Normalverbraucher“ von Bedeutung ist. Damit diese sRGB-Kette ohne Farbmanagement funktioniert, müssen alle beteiligten Komponenten die Spezifikationen erfüllen, dürfen sie aber nicht überschreiten.

Die Grundausstattung eines Amateurfotografen von heute unterscheidet sich grundlegend von derjenigen eines Fotofreunds vor fünf Jahren. Bestand die Ausrüstung seinerzeit aus einer Kleinformat-Digitalkamera, finden wir heute in diesem Segment verstärkt digitale Spiegelreflexkameras – bessere Fototechnik ist bezahlbar und damit auch populärer geworden. Um ihren Kunden die Auseinandersetzung mit speziellen Farbräumen zu ersparen, haben auch Bilderdienste viele ihrer Belichtungsmaschinen auf den sRGB-Farbraum umgestellt.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, der dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

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