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TESTBERICHT: LG Flatron E2360V Teil 6


Kurze Schaltzeiten, moderates Beschleunigungsverhalten.

Eine Overdrive-Option im OSD gibt es nicht. Die gemessenen Helligkeitsverläufe zeigen keine erkennbare Beschleunigung, Überschwinger finden wir keine. An nahezu allen Messpunkten ist der Helligkeitswechsel erst nach zwei Frames abgeschlossen.

Bei der Bildaufbauzeit zählt der LG E2360V unter den TN-Monitoren eher zu den behäbigen, vermeidet damit aber auch die sichtbaren Nachteile stark beschleunigter Panels.

Latenzzeit

Die Latenz ermitteln wir als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Für Gamer ist vor allem die Signalverzögerung interessant, sie liegt bei kurzen 1,8 Millisekunden. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen im Durchschnitt weitere 11,3 Millisekunden, die mittlere Gesamtlatenz fällt mit insgesamt 13,1 Millisekunden gut aus.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei schnellen Bewegungen von Fenstern oder Mauszeigern gelegentlich schwache Nachzieheffekte zu erkennen. Auffällige Bewegungsunschärfen bei Spielen und Videos waren nicht zu sehen. Hier entspricht der E2360V dem, was man von einem TN-Panel klassentypisch erwarten darf.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des E2360V angeschlossen werden. Beim Anschluss eines PC über DVI sind keine Audiobuchsen verfügbar. Multimedia-Features wie Bild-in-Bild-Funktion, ein integrierter DVB-Tuner, 3D-Darstellung oder auch nur Lautsprecher sind nicht vorhanden.

Szene aus "Brügge sehen und sterben".

Der E2360V bietet auch ein Preset für Filme an, der in unseren Farbmessungen aber eine ebenso kühle Farbtemperatur mit großen Farbabweichungen zeigte wie alle anderen Voreinstellungen. Natürlichere Farben erhielten wir erst durch die Weißpunktkorrektur mit R50 G32 B23 G2 (siehe Abschnitt Farbwiedergabe).

In dieser Konfiguration und der Helligkeitseinstellung 60 haben wir ein HD-Video am PC in Wohnzimmerumgebung betrachtet. Der LG E2360V zeigte dabei ein sehr scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben. Hauttöne wurden gut dargestellt. Der Schwarzwert und der Bildkontrast waren sehr gut. In dunklen wie in hellen Szenen war die Detailzeichnung gut. Die Bewegungsunschärfen bei schnellen Szenen waren gering.

Die Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe schränkt den Filmspaß mit mehreren Zuschauern leider deutlich ein: wer weiter außen sitzt, muss mit blassen Farben und einer Rotschwäche leben, die auch manche Hauttöne etwas blass wirken lässt.

Auch wenn die Kontrastautomatik recht langsam arbeitet, glaubten mache Zuschauer bisweilen einen sichtbaren Aufblendeffekt wahrzunehmen.

Overscan

Das OSD des E2360V bietet eine Overscan-Option an. Gewöhnlich ist sie ausgeschaltet, dann wird das Bild ohne Beschnitt in tatsächlicher Größe dargestellt. Eingeschaltet schneidet diese Option horizontal auf beiden Seiten je 20 Pixel sowie vertikal je 30 Pixel weg und skaliert den verbleibenden Bildanteil mit den entsprechenden Interpolationsverlusten auf Vollbild. Der Umfang dieses Beschnitts ist nicht einstellbar.

Farbmodelle und Signallevel

Am HDMI-Eingang sollte der E2360V mit der Schwarzwert-Option an den korrekten Signalpegel angepasst werden können. Tatsächlich ändert diese Option aber nur den Kontrastwert, während immer der volle Signalumfang (RGB 0-255) verarbeitet wird. Bei Playern, die nur ein reduziertes Signal (RGB 16-235) ausgeben können, führt die fehlende Tonwertspreizung zu einem flauen Bild. Das verwendete Farbmodell am HDMI-Eingang kann nicht beeinflusst werden.

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