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TESTBERICHT: Asus PB248Q Teil 7


Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit nur 0,8 Millisekunden ist die Signalverzögerung des PB248Q kaum noch zu unterbieten. Auch die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 5.1 Millisekunden (TraceFree 100) ziemlich kurz, folglich kann der PB248Q mit seiner mittleren Gesamtlatenz von nur 5,9 Millisekunden selbst mit schnellen TN-Panels mithalten. Engagierte Spieler werden dies sehr zu schätzen wissen.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des PB248Q ist mit White LED bestückt. Die Helligkeitsregelung arbeitet mit dem verbreiteten PWM-Verfahren, allerdings mit einer sehr hohen Schaltfrequenz.

Die rote Kurve zeigt, dass das voll aufgedrehte Backlight kontinuierlich leuchtet. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) entsteht die PWM-typische Rechteckschwingung, doch die Schaltfrequenz ist mit 9.400 Hz so extrem hoch, dass die einzelnen Peaks im Chart zu einem breiten gelben Band verschmelzen. Selbst extrem empfindliche Menschen sollten daher beim PB248Q kein Backlight-Flimmern wahrnehmen können.

LED-Backlight mit hochfrequenter PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Das IPS-Panel zeigt sich in der Praxis reaktionsschnell und lässt nur eine geringe Schlierenbildung zu. Im "PixPerAn"-Lesbarkeitstest erreichten wir mehrfach Stufe 9, was ein recht guter Wert ist. Bewegungen werden teilweise etwas ruckartig wiedergegeben. Eine Halobildung ist bei schnell bewegten Szenen ebenfalls zu erkennen. Wer auf eine etwas flüssigere Darstellung Wert legt, sollte die Overdrive-Funktion TraceFree reduzieren.

Bewegungsunschärfe und Schlierenbildung bei sehr schnellen Bewegungen.

Sound

Der PB248Q besitzt verdeckt eingebaute Lautsprecher, die mit dem beigelegten Audio-Kabel angesprochen werden können. Der Klang der kleinen Lautsprecher ist für praktische Zwecke vollkommen ausreichend. Sie klingen zwar etwas blechern und sind nicht für die präzise Wiedergabe von Audio- oder Filmmusik bestimmt.

Als praktische Ergänzung können sie bei Bedarf jedoch einfach genutzt und über das OSD-Menü auch in der Lautstärke angepasst werden. Stummschalten lassen sie sich nicht. Wer einen schnelleren Zugriff auf die Lautstärkeregelung haben möchte, kann eine Verknüpfung zu den Kurzwahltasten 1 oder 2 erstellen.

DVD und Video

Für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen bietet der PB248Q einen HDMI-Eingang an.

Test der Videoeigenschaften.

Aufgrund unserer Farbmessungen wählten wir für unser Testvideo den 6500K-Modus mit Kontrast 80 und Gamma 2.2. Den Overdrive senkten wir wie vorgeschlagen auf TraceFree 20. In dieser Einstellung lieferte das Full-HD-Video vom BD-Player ein sehr scharfes Bild.

Die Farben kamen kräftig, selbst tiefe Grüntöne überzeugten ohne übertriebenen Bonboneffekt. Auch dunkle ebenso wie blasse Hauttöne wurden sehr natürlich wiedergegeben. Schwarzwert und Bildkontrast waren hervorragend, die Detailzeichnung in hellen wie dunklen Szenen gelang überzeugend. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen waren nicht zu sehen.

Die geringe Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe von IPS-Panels ist natürlich positiv, obwohl sie von Farbschimmer in hellen Szenen wie auch Glow in dunklen Flächen durchaus oft beeinträchtigt wird. Beide Eigenschaften sind auch beim PB248Q zu sehen, sie fallen aber vergleichsweise gering aus.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Für die Anpassung des Bildformats bietet das OSD des PB248Q zunächst nur die Optionen Vollbild und Overscan an. Das zugespielte Videomaterial zieht er generell auf Vollbild auf, seitengerecht skalierte Bilder sind scheinbar nicht möglich. Erst wenn man den Monitor tatsächlich mit einem SD-Format füttert, kommt zusätzlich die Option 4:3 hinzu, die das Bild seitengerecht auf volle Höhe aufzieht. Mehr ist aber auch nicht möglich, insbesondere die nicht hochgerechnete 1:1-Darstellung wird nicht geboten.

Progressives Material gibt der PB248Q mit 720 und 1080 in 60p und 50p einwandfrei und ohne Judder wieder. 24p ist nicht möglich, auch 30p von Kameras oder MHL-fähigen Smartphones und Tablets kann nicht zugespielt werden.

Halbbildmaterial haben wir mit 50i und 60i getestet, obwohl dies im Datenblatt nicht erwähnt wird. Erfolg hatten wir nicht, denn Halbbilder zitterten sehr stark. Ein Deinterlacer ist also nicht an Bord, hier muss der Medienplayer einspringen.

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15 Kommentare vorhanden


Danke für den tollen Bericht! :-)

Darf ich fragen, wie es beim Asus PB248Q um die Entspiegelung bestellt ist? Beim NEC EA244WMi hatten Sie gesondert darauf hingewiesen, dass selbst bei naher Betrachtung kein Glitzern auszumachen ist. Wie sieht es im Vergleich dazu beim Asus aus? (Sofern ich diese Info nicht überlesen habe.)

Hebt sich der Asus nicht von anderen Monitoren ab, sprich ist das Glitzern so stark, dass es empfindliche Personen stören könnte?

Vielen Dank schon mal im Voraus!

- I am comparing this to the Eizo EV2436W, would you consider them to be at a similar level price / quality wise?
- The user manual states the possibility of disabling the power led (you wrote no option) can you check that out ?
- Can you identify the panel maker ? is it a true 8 bit panel or 6bit+frc ? and the LUT ?
- How would you rate the panel coating, light, medium or hard matte ?
- If I get this monitor I will not have access to a colorimeter. If I do will you be kind and able to provide a calibrated ICC file and/or brightness, 6 axis hue/saturation, gain and offset settings (semi dark room) ?
- Does it show true whites or are they tinted ?
- How about >60hz (70/72Hz etc) refresh rates at the available resolutions on the dp/vga/hdmi/dvi inputs, is it possible?
- Is pwm on for all brightness levels ?
- how do you think the panel is able to achieve 9.400Hz (it is so much higher than any other similarly priced offer on the market) ?
- Is focus setting on the display useful, have you tested it ?

Thank you for your time
Ein Glitzereffekt, wie er vor einigen Jahren bei einigen IPS-Panels zur Steigerung der Brillanz eingesetzt wurde, ist beim Asus nicht auszumachen.
As we tested the monitors separately, it's difficult to compare them now directly. Illumination an homogeneity is better on the Eizo. The Asus is a little bit less neutral but more sporty. I would rate the panel coating as medium. Focus setting could be of value but is of restricted range.
ok philco thks for the comment

are you able to identify the panel maker ? do you think it is 6bit+frc or 8bit ?
Besten Dank für den aussagekräftigen Test. Ich wollte mir zum Mac Mini ein Display zulegen und war mir bezüglich der Größe und Preis-Leistung doch unsicher.

Nach dem sehr positiven Bericht habe ich mir den PB 248q gestern mittag bei Jacobs Elektronik bestellt und heute mittag ist er bereits eingetroffen. Das nenn ich fix. Dank nach Karlsruhe.

Der erste Eindruck ist "klasse Monitor". Die Farben sind sehr gut und machen keinen übersätigten Eindruch. Verarbeitung und keinerlei Geräusche überzeugen mich!

Mal sehen ob er sich für die Hobbybildbearbeitung eignet.

Harzradler
Hi,

I beg your pardon, but when i read the "PDF-Datei" colorimetric report it's written PB278Q next to Test device, not PB248Q.
Is it normal?

Thanks
No it is not normal ;-) The monitor name in the pdf document is wrong, but the data is correct. So you can ignore the display name.
Namen in den PDF-Dokumenten sind jetzt korrigiert.
Vielen Dank für den super Bericht. Allgemein mal ein Lob an diese tolle Seite, die sich Monitoren widmet, davon gibt es nämlich viel zu wenig!

Ich habe eine Frage, auch wenn diese schwer zu beantworten sein wird, da es recht subjektiv ist. Ich mache mir etwas Sorgen, dass die Markierungen um den Displayrand sich als störend erweisen könnten. Das fände ich sehr schade, da der Monitor ansonsten voll meinen Anforderungen entspricht.

Würdet ihr sagen, dass diese Markierungen sehr auffallen, oder sind diese eher dezent? Ich finde es recht schwierig, dies anhand der Fotos zu erkennen.

Vielen Dank!
Ich selbst habe die Markierungen leider noch nicht persönlich gesehen. Aber wir haben ja gerade einen Lesertest mit dem Nachfolgemodell (PA249Q) durchgeführt und keiner der drei Testkandidaten hat diesbezüglich irgendetwas negatives dazu geschrieben. Kam eigentlich ganz positiv an. Eine forderte dies sogar als Standard.
Ob ich diesen Monitor auch für Auto CAD und Bildbearbeitung nutzen kann. Ich bin mir immer noch unschlüssig welchen Monitor ich in 27 Zoll nehmen soll. Preise bis 350.-€ wären ok. Vielleicht hat jemand einen Tipp.
habe heute 2 von denen hier geliefert bekommen. Gingen direkt zurück, Lichthöfe wohin das Auge schaut. Ich frage mich wirklich ob es im Jahr 2014 nicht möglich ist Monitore herzustellen, die auf 100% der Bildschirmfläche eine gleiche Ausleuchtung haben.
Hallo zusammen

Hätte als Laie ein paar Fragen:

1.
Nachdem sowohl der Asus PA238Q wie auch der Asus PB248Q mit sehr gut bewertet wurden, wollte ich fragen, ob man daraus schliessen kann, dass es sich auch beim Asus PB238Q um einen sehr guten Monitor handeln wird.

2.
a.
Der Asus PA 238Q verbraucht laut Prad-Test maximal 41,1 Watt Strom (Herstellerangabe war 58 Watt). Der Asus PB248Q verbraucht laut Prad-Test maximal nur 21,0 Watt (Herstellerangabe: 65 Watt). Würden für den Asus PB238Q eher die 21,0 Watt oder doch noch die 41,1 Watt zu gelten haben?

b.
Wie viel KWh im Jahr verbraucht eigentlich ein Monitor mit gemessenem Stromverbrauch von 20 oder 40 Watt?

3.
Sind die Monitore Asus PA 238Q, Asus PB238Q und Asus PB248Q so gut entspiegelt (matt), dass man auch bei täglicher achtstündiger Büroarbeit (v. a. Schreiben von Texten im Word und von E-Mails) keine Probleme hat?

Für die Feedbacks besten Dank im Voraus.
Im CT Magazin für Computer & Technik 10/2013 erhielt der PB284Q im Punkt Ausleuchtung sogar ein 'gut' (Prad: 'zufriedenstellend'), wodurch es für das dort getestete Einzelgerät nach Prad-Mmasstäben für den subjektiven Bilkdeindruck vlleicht sogar zum 'sehr gut' gereicht hätte.

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