Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Asus PB298Q Teil 7


Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim PB298Q messen wir mit nur 0,7 Millisekunden eine extrem kurze Signalverzögerung – weniger ist kaum möglich. Auch die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 4,4 Millisekunden (TraceFree 100) sehr kurz. Latenzmäßig spielt der PB298Q somit schon in der Liga der schnellen TN-Monitore für Gamer mit.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des PB298Q arbeitet mit White LED. Für die Helligkeitsregelung wird ein kontinuierliches Verfahren eingesetzt.

Das Backlight leuchtet bei jeder Stellung des Helligkeitsreglers kontinuierlich. Im Chart zeigen wir drei markante Einstellungen: volle Helligkeit (rot), 140 cd /m² am Arbeitsplatz (gelb) und kleinste Reglerstellung (violett). In allen Fällen ist der Helligkeitsverlauf glatt, von der PWM-typischen Rechteckschwingung ist nichts zu sehen. Backlight-Flimmern kann beim PB298Q nicht auftreten.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Die Zeit, in der IPS-Panels wegen langsamer Reaktionszeiten nicht für Spieler geeignet waren, gehört in der Regel schon länger der Vergangenheit an. Der ASUS PB298Q stellt hier keine Ausnahme dar. Alle Bewegungen sind stets flüssig, störende Schatten und Bildunschärfen fallen nicht auf. Leider führt die noch relativ ungewohnte Auflösung dazu, dass man häufig neben dem normalen Bild noch üppige schwarze Balken an den Seiten betrachten muss. Das gilt natürlich insbesondere für 16:9 Filme.

Sound

Der PB298Q verfügt über 2 Lautsprecher mit jeweils 3 Watt Nennleistung. Angesteuert werden Sie entweder über den HDMI-Eingang, den Display-Port oder über das beigefügte Audiokabel. Die Wahl der Quelle erfolgt manuell über das OSD, wo auch die Möglichkeit der kompletten Stummschaltung angeboten wird. Als zusätzliche Option wird eine Kopfhörerbuchse angeboten, die das Signal entsprechend durchschleift.

Die Leistung der Lautsprecher ist gut. Die Tiefen könnten etwas deutlicher in Erscheinung treten, insgesamt ist die Qualität aber so gut, dass bei gelegentlicher Nutzung nicht unbedingt Lautsprecher angeschafft werden müssen. Wenn die Lautstärke deutlich erhöht wird, erscheint der Ton etwas blechern.

DVD und Video

Für HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen bietet der PB298Q auch einen HDMI-Eingang an. Dieser verarbeitet auch die hohe Auflösung 2.560 x 1.080 Bildpunkten problemlos.

Eine Voreinstellung "Film" bietet das OSD nicht, den sehr kühlen und viel zu blauen Theater-Modus haben wir schnell verworfen. Wir haben uns dann für Standard-Modus mit 6500K und Gamma 2.2 entschieden. Bei unseren Farbmessungen schnitt diese Einstellung nicht optimal ab, eine bessere schien uns jedoch ab Werk nicht verfügbar. Geändert haben wir den Overdrive, hier wurde TraceFree 20 eingestellt (siehe auch Abschnitt Reaktionszeit).

Test der Videoeigenschaften.

So eingestellt zeigte der PB298Q am PC wie am BD-Player ein attraktives Bild mit natürlich wirkenden Farben, bei denen auch kritische Hauttöne stimmig wiedergegeben wurden. Schwarzwert und Bildkontrast waren gut, hier wirkt sich das nur schwach mattierte Panel positiv aus. Die Detailzeichnung in hellen wie dunklen Szenen war überzeugend. Halos oder Nachzieheffekte bei schnellen Szenen haben wir nicht beobachtet, der abgesenkte Overdrive funktionierte sehr gut.

Die geringe Blickwinkelabhängigkeit des IPS-Panels ist gerade bei einem derart breiten Monitor von Vorteil. Aufstellung in Augenhöhe ist aber anzuraten, denn das typische Glühen (IPS-Glow) ist vor allem bei diagonaler Draufsicht in dunklen Szenen nicht zu übersehen.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Der PB298Q kommt im noch ungewöhnlichen 21:9-Format, was einige Eigenheiten bei der Skalierung mit sich bringt. Wie gewohnt nutzt die Einstellung "Vollbild" die verfügbare Höhe und Breite des Panels komplett aus. Sie ist aber nur für 21:9-Material geeignet, das nur wenige BD-Player (hauptsächlich von Philips) überhaupt liefern können.

Normale 16:9-Bilder mit 720p oder 1080p werden zunächst kräftig in die Breite gezogen. Für solches Material passt hier die ungewohnte Einstellung "1:1": HD-Bilder kommen in bester Qualität und mit voller Höhe. Rechts und links ergeben sich zwangsläufig ziemlich breite schwarze Balken, doch bauartbedingt kann das auch gar nicht anders sein.

Bei SD-Material ist auch "4:3" verfügbar, 640 x 480 (NTSC 60 Hz) wird dann in voller Höhe seitengerecht dargestellt wie es sein sollte. Bei 50 Hz klappt das nicht so gut, mit 720 x 576 (PAL) wird das Bild kleiner und bekommt einen schwarzen Rahmen ringsum. Wie so oft gilt diese Schwäche leider auch für die kleine HD-Auflösung (720p50). Mit 50 Hz wirken beide Formate zudem flauer und nach der Zwangsskalierung auch unschärfer. Für 4:3-Material ist die Einstellung 1:1 nicht verfügbar, aber die Skalierung auf volle Höhe ist ohnehin sinnvoller.

Progressives Material zeigt der PB298Q judderfrei an, wenn es denn 60 Hz hat. Der Test mit 50 Hz in verschiedenen Auflösungen lieferte dagegen stets einen mehr oder weniger deutlichen Judder. 24p funktioniert auch, hier ist der Juddereffekt dann ausgesprochen stark zu sehen.

Halbbildmaterial verweigert der PB298Q nicht, doch ein eingebauter Deinterlacer fehlt und die Bilder sind zu zittrig als dass man sie ernsthaft anschauen wollte.

 << < 1 2 3 4 5 6 7 8 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!