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TESTBERICHT: HP Z22i Teil 6


Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Aber auch bei 1.280 x 720 ist die Schärfe noch sehr akzeptabel. Bei genauer Betrachtung sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – brauchbar bis sehr gut. Am meisten leiden Formate deren Höhe nicht passend auf die Bildschirmhöhe skaliert werden können. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Reaktionsverhalten

Den Z22i haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt ist die Reaktionszeit mit 8 Millisekunden GtG angegeben. Die Overdrive-Option heißt im deutschen OSD umständlich "Aktualisierung beschleunigen", wir bleiben lieber beim englischen Video Overdrive. Mehrere Stufen gibt es nicht, nur ein und aus. Nach dem Reset ist der Overdrive ausgeschaltet.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,7 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 12,4 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 20,1 Millisekunden.

Overdrive aus: längere Schaltzeiten als üblich, keinerlei Überschwinger.

Ziemlich gemütliche Schaltzeiten also, wie sie für ein nahezu unbeschleunigtes IPS-Panel typisch sind - das sieht man heute nur selten. Der verlängerte Avg-Balken im linken Chart deutet auf ziemlich langsame Bildwechsel an den dunklen Messpunkten hin.

Im rechten Chart sieht der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent sehr neutral aus, von Überschwingern keine Spur. Für statische Anwendungen wie Office und Internet ist diese Einstellung gut geeignet, für Videos sollte es aber schon etwas schneller zugehen.

Overdrive ein: flinkere Schaltzeiten mit einsetzenden Überschwingern.

Deutlich schneller reagiert der Z22i mit eingeschaltetem Overdrive, die durchschnittliche Bildwechselzeit sinkt von 20,1 auf nur noch 12,8 Millisekunden. Richtige Gamer-Zeiten sind das noch nicht, aber für Videofreunde langt es gut.

Überschwinger – und damit die Neigung zu Bildartefakten - sind jetzt nicht mehr zu vermeiden, sie bleiben aber noch in einem unauffälligen Rahmen. Bei den ganz dunklen Bildwechseln hätten sich die Entwickler dennoch mehr Mühe geben können, hier haben wir schon kleinere Ausschläge selbst bei noch etwas schnelleren IPS-Panels gesehen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Z22i messen wir mit nur 0,9 Millisekunden eine extrem kurze Signalverzögerung – weniger ist kaum möglich.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit von 6,4 Millisekunden (Overdrive ein) ist Mittelmaß, aber keineswegs lang. 7,3 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz sind auch für Gamer nicht unattraktiv.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Z22i arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Bei voll aufgedrehtem Regler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) sehen wir die PWM-typische Rechteckschwingung im Chart, die Schaltfrequenz beträgt 240 Hz mit einer Tastrate von 64 Prozent.

Beide Werte liegen am oberen Ende des heute üblichen Spektrums, das Backlight-Flimmern sollte daher nur für besonders empfindliche Menschen störend sein.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei Spielen (Dishonored, TF2) und Videos (Fast & Furious V, Transporter - The Mission) keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Hier entspricht der Z22i dem, was man von einem IPS-Panel heutzutage erwarten darf.

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