Test Monitor HP Z22i

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Einleitung

Der Z22i wird von HP als professioneller Büromonitor vermarktet. Dabei liegt der Augenmerk auf der verbesserten IPS Technologie. HP wirbt hier mit IPS der zweiten Generation was in der Praxis dann AH-IPS mit LED Hintergrundbeleuchtung bedeutet. In der Produktankündigung wird der niedrige Energieverbrauch besonders betont. Der HP Z22i stellt HD Signale (1920 x 1080) mit maximal 250 cd/m² bei einem statischen Kontrast von 1000:1 dar.

Bei den Anschlüssen findet man VGA, DVI-D und DisplayPort sowie einen USB 2.0 Hub mit zwei Ports, auf Sound wurde verzichtet. Der 22 Zoll Bildschirm kann in Neigung und Höhe verstellt werden und bietet auch eine Pivot-Funktion. Zusammen mit dem entspiegelten Panel sind damit die Grundvoraussetzungen für den Büroeinsatz gegeben. Das Design des in Anthrazit gehaltenen Bildschirms weicht dank Kippgelenk im Fuß deutlich vom üblichen Einerlei ab.

Die Produktbezeichnung Z22i deutet darauf hin, dass HP den Monitor für den Professionellen Workstation Einsatz entwickelt hat. Das Gewicht und der haptische Eindruck bestätigen dies.

Hands on HP Z22i (Video)

Lieferumfang

Der fast sechs Kilo schwere Bildschirm kommt in einem schlichten Karton mit seitlichen Tragegriffen. Das Verhältnis von Gewicht zur Größe lässt schon ahnen, dass hier kein Billig-Consumer-Bildschirm im Karton steckt.

Der mitgelieferte Kabelsatz umfasst DVI und DisplayPort sowie das Netzkabel für das interne Netzteil und ein USB-Uplink Kabel. Die mitgelieferte Software und die PDF-Handbücher in 26 Sprachen benötigen schon eine DVD als Medium. Für den praktischen Betrieb sind aber weder der mitgelieferte HP Display Assistent noch Treiber notwendig, die wie üblich nur für Windows vorliegen. Wer den HP Z22i mit Standardeinstellungen betreibt, findet auf der DVD auch das passende Farbprofil.

Hp Z22i Monitor Lieferumfang
Die mitgelieferten Kabel.

Das bei Monitoren sonst oft stiefmütterliche Handbuch ist bei HP gut lesbar und enthält alle wichtigen Informationen zur Bedienung des Monitors inklusive einer verständlichen Erklärung der OSD-Menüpunkte.

Optik und Mechanik

Das Gehäuse des HP Z22i ist aus mattem anthrazitfarbenen Kunststoff, der Rahmen ist seitlich 1,5 cm breit, oben und unten ist er mit 2 cm etwas breiter. Nur im unteren Rahmen wird die Rahmenoberfläche mit der Bezeichnung der Monitorserie (Z Display), dem mittig platzierten Logo und den rechts eingelassenen Bedientasten unterbrochen. Dabei sind die Bedienknöpfe so dezent beschriftet, dass sie in dunkler Arbeitsumgebung praktisch nicht erkennbar sind. Eine kleine Nase auf den beiden Knöpfen in der Mitte macht jedoch auch eine Blindbedienung möglich.

Hp Z22i Monitor Gesamtansicht
Die Front präsentiert sich in schlichtem Anthrazit.

Der Standfuß ist in der gleichen Optik gehalten wie der Rahmen und fällt durch seine ungewöhnliche Gelenkmechanik auf. Der Monitor wird nicht am oberen Ende gekippt, sondern weiter unten und die Höhenverstellung erfolgt dann im kippbaren Teil des Fußes. Das wirkt optisch deutlich leichter als die sonst oft bei Büroschirmen verwendeten klobigen Konstruktionen. Der Standfuß ist unten auf einer Metallplatte aufgebaut die für ausreichend Stabilität sorgt.

Im Lieferzustand ist der HP Z22i schon komplett montiert, es muss nur noch eine Transportverriegelung gelöst werden. Im Handbuch ist beschrieben wie man den Arm vom Monitor lösen kann so dass eine VESA-kompatible Befestigung genutzt werden kann.

Die Neigung des Bildschirms kann um etwa 3 Grad nach vorne und um 28 Grad nach hinten verstellt werden, die Höhe lässt sich um 14 cm verstellen, so dass die Unterkante minimal 1,4 cm und maximal 15,5 cm von der Schreibtischoberfläche entfernt ist. Auf einen Drehfuß wurde verzichtet, was aber bei einem Monitor dieser Größenklasse zu verschmerzen ist, er lässt sich auch ohne Drehteller gut genug bewegen.

Seitenansichten

Die Verstellung von Neigungswinkel und Höhe ist etwas schwergängig, so dass man immer mit zwei Händen arbeiten muss. Dafür bleibt der Monitor dann auch stabil in der eingestellten Position. Auch die OSD Tasten lassen sich bedienen ohne dass der Monitor wackelt oder wegrutscht.

Der HP Z22i verfügt über eine Pivot-Funktion. Um den Bildschirm in die Portrait-Position zu bringen muss man ihn zuerst ganz nach oben fahren und nach hinten kippen, ansonsten stößt er bei der Drehung am Fuß an.

Beim Kippen in den Pivotmodus ist aufgrund der ungewöhnlichen Standfußkonstruktion Vorsicht angebracht, die Kabel liegen laut Murphy immer falsch und ziehen sich um den Fuß.

Hp Z22i Monitor Front Oben
Hp Z22i Monitor Pivot Front
Höhenverstellung und Portraitmodus arbeiten einwandfrei.

Der Monitor verfügt zwar über eine energiesparende LED Beleuchtung so dass Lüftungsschlitze eigentlich unnötig wären, dank integriertem Netzteil ist aber doch eine Belüftung notwendig. Dazu zieht sich ein Lüftungsgitter auf der Rückseite um den Monitor.

Hp Z22i Monitor Rueckseite
Die Rückseite mit Belüftungsgitter und Kabelführung am Fuß.

Technik

Betriebsgeräusch

Der HP Z22i arbeitete im Test in allen Einstellungen völlig geräuschlos. Auch bei abgeregelter Helligkeit war keinerlei Brummen oder Pfeifen zu hören. Selbst auf der Rückseite war das Netzteil unhörbar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 31,0 W 21,7 W
Werkseinstellung 100 26 21,7 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 55 16,7 W
Betrieb minimal 0 10,4 W
Standby-Modus 0,5 W 0,3 W
Ausgeschaltet 0,0 W

* Messwerte ohne Audio und USB

31 Watt gibt HP als maximalen Verbrauch des Z22i an, das wäre ziemlich viel für ein derart kleines Gerät mit LED-Backlight. Bei maximaler Helligkeit messen wir dann aber nur zeitgemäße 21,7 Watt, ohne zusätzliche Verbraucher an den USB-Anschlüssen.

Einen mechanischen Ausschalter gibt es nicht. Der elektronische Ausschalter vorn am Monitor arbeitet so effizient, dass wir den Restverbrauch nicht mehr messen können (< 0,1 Watt). Im Standby-Modus sind es 0,3 Watt, die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden also weit übererfüllt.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz kommen wir auf 16,7 Watt, aufgrund der kleinen Bildschirmfläche ergibt sich daraus eine schlechte Effizienz von 0,95 cd/W. Der bürotypische Jahresstromverbrauch des Z22i liegt bei 35 kWh, wofür derzeit knapp 10 Euro zu bezahlen sind.

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