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TESTBERICHT: Philips 298P4QJEB Teil 7


Interpolation

Beim Interpolationstest machte das eigenwillige Seitenverhältnis des Philips-Monitors ein Abweichen vom üblichen Testschema notwendig – die sonst gängige Auflösung von 1.280 x 720 für die Interpolation ließ sich beim 298P4QJEB gar nicht anwählen – dafür bot das Auswahlmenü das etwas exotische Format von 1.344 x 566 Bildpunkten an.

Andere, versuchsweise angewählte Auflösungen wie 1.280 x 960 oder 1.280 x 1.024 waren nicht sinnvoll darstellbar: der Monitor skalierte das Bild anfangs komplett disproportional über seine gesamte epische Bildschirmbreite – und beim Versuch, über das OSD-Menü ein passendes Seitenverhältnis auszuwählen, lieferte das Menü keine sinnvollen Wahloptionen.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe des 298P4QJEB bei nativer Auflösung ist sehr gut. Konturen und Haarlinien stellt der Monitor sehr detailliert dar, auch die Textwiedergabe ist bar jeden Zweifels. Selbst mit dem Fadenzähler am Monitor waren keine Antialiasing-Effekte oder verschmierten Konturen in der Testgrafik zu erkennen. Die Grenze der Schärfedarstellung setzt das Display nur selbst mit der Anzahl an verfügbaren Pixeln – das lässt sich etwa unter dem Fadenzähler an der Darstellung des lediglich 7 Punkt großen Mustertextes erkennen.

Bei der Darstellung von Interpolationsgrößen halten sich die Schärfeverluste in einem erfreulich geringen Rahmen – bei der Testgrafik liefen nur feinste Strukturen etwas zu, die Interpolationsartefakte waren durchaus tolerabel. Die Textdarstellung war sogar erstaunlich gut, selbst die Konsultationsschriftgröße von 7 Punkt ließ sich gut lesen.

Unter Mac OS X ging der Interpolationstest indes vollends daneben – das Betriebssystem bot die Auflösung von 1.280 x 720 im Auswahlmenü gar nicht an, versuchsweise ausgewählte andere Interpolationen führten zu gruseligen Ergebnissen. Die Ursache dürfte vermutlich bei Mac OS X liegen, in der nativen Auflösung besticht der 298P4QJEB jedoch auch am Apple-Rechner mit beeindruckender Schärfe.

Reaktionsverhalten

Den 298P4QJEB haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt zwei Reaktionszeiten: 14 Millisekunden typisch, 7 Millisekunden mit SmartResponse. So heißt die Overdrive-Option mit den vier Stufen Aus, Schnell, Schneller und Schnellstens. Nach dem Reset ist der Overdrive deaktiviert (SmartResponse Aus).

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (rise + fall) mit 14,0 Millisekunden, der schnellste Grauwechsel benötigt 11,6 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 20,1 Millisekunden.

SmartResponse Aus: Etwas längere Schaltzeiten, neutraler Verlauf ohne Überschwinger.

Der Helligkeitsverlauf im rechten Chart zeigt den Grauwechsel ohne Overdrive zwischen 50 und 80 Prozent. Man erkennt einen nicht sehr steilen, aber neutralen Verlauf der Flanken ohne nennenswerte Überschwinger. Bei den dunkleren Grauwechseln fallen die Schaltzeiten zunehmend länger aus. Für statische Bilder, aber auch für Videos ist diese Einstellung gut geeignet.

SmartResponse Schnellstens: Deutlich verkürzte Schaltzeiten, akzeptable Überschwinger.

In der höchsten Einstellung Schnellstens verkürzen sich die Schaltzeiten deutlich. Vor allem die dunklen Bildwechsel profitieren davon, der Durchschnittswert geht von langsamen 20,1 auf zügige 12,2 Millisekunden zurück. Bei allen Schaltzeiten verkürzen sich besonders die Anstiegszeiten, dafür sind nun ausgeprägte Überschwinger hinzunehmen, die aber noch in einem sehr akzeptablen Rahmen bleiben.

Für ambitionierte Gamer, die auf jede Millisekunde Wert legen, ist die schnellste Einstellung ganz klar die beste Wahl. Als Allroundeinstellung für Videos ohne Bildartefakte, aber auch für Office- und Internetanwendungen empfehlen wir die neutralere Einstellung Schneller, die hinreichend kurze Schaltzeiten fast ohne Überschwinger bietet.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Für engagierte Spieler ist das Ergebnis leider enttäuschend: mit 22 Millisekunden messen wir eine ziemlich lange Signalverzögerung (1,5 Bildframes).

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 6,1 Millisekunden (Schnellstens) recht kurz, dennoch ist die mittlere Gesamtlatenz unterm Strich mit 28,1 Millisekunden sehr lang.

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