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TESTBERICHT: BenQ BL2710PT Teil 8


Interpolation

Eine Interpolation ist bei Monitoren mit einer sehr hohen Auflösung ein wichtiges Feature, wenn der Monitor auch für Spiele verwandt werden soll. Eine gute Interpolation kann außerdem bei älteren Programmen nützlich sein, die die neuen hohen Auflösungen nicht unterstützen. Wird der Monitor allerdings fast ausschließlich mit der nativen Auflösung betrieben, können die Ergebnisse der Interpolation bei der Gesamtbewertung des Monitors ignoriert werden.

Bei Auflösungen die kleiner als die native Auflösung sind, kann zwischen einer seitengerechten Vergrößerung und einer 1:1 Darstellung gewählt werden. Eine Streckung als Vollbild ist ebenfalls vorhanden, sollte aber nur bei 16:9 Auflösungen verwandt werden, um Verzerrungen zu vermeiden. Bei den Einstellmöglichkeiten kann das Gerät daher überzeugen, da alle gewünschten Optionen zur Verfügung stehen.

Gegenübergestellt haben wir der nativen Auflösung die beiden kleinen 16:9 Auflösungen 1.920 x 1.080 und 1.280 x 720 Pixel. Diese Auflösungen sollten gewählt werden, um die volle Bildschirmfläche bei gleichzeitig unverzerrtem Bild zu erhalten. Die Interpolationsleistung ist in beiden kleineren Auflösungen gut, allerdings sind leichte Unschärfen vorhanden, die vor allem beim längeren Lesen von Texten deutlich werden.

Der Schärferegler wurde vom Hersteller sehr vorsichtig eingestellt, so dass trotz zehn Stufen zwischen der ersten und letzten Stufe nur minimale Änderungen erkennbar sind. Die leichte Unschärfe bei der Interpolation kann über diesen Regler daher nicht korrigiert werden. In Spielen fällt die Unschärfe dagegen kaum auf, so dass Spieler mit nicht ganz so potenten Grafikkarten trotzdem längere Zeit mit einer kleineren Auflösung spielen können sollten. Für das Lesen oder Schreiben von längeren Texten oder ähnlichen Arbeiten sollte aber wenn möglich auf eine Interpolation verzichtet und stattdessen die native Auflösung eingesetzt werden.

Testgrafik, von links nach rechts: nativ; 1080p; 720p.



Textwiedergabe, von oben nach unten: nativ; 1080p; 720p.

Reaktionsverhalten

Den BenQ BL2710PT haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt finden wir zwei Reaktionszeiten: 12 Millisekunden, sowie 4 Millisekunden GtG. Die Beschleunigungsoption AMA bietet die Stufen Aus, Hoch und Premium an, voreingestellt ist die Stufe Hoch.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,8 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 10,1 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 15,3 Millisekunden.

AMA Hoch: Zügige Schaltzeiten, keine nennenswerten Überschwinger.

Mit der Einstellung AMA Hoch haben die Entwickler wohl die bestmögliche Balance zwischen zügigen Schaltzeiten und neutralem Helligkeitsverlauf gefunden. Das linke Chart zeigt uns, dass die Schaltzeiten an allen unseren Messpunkten ähnlich lang sind – das ist gut, weil es dann keine schleppend langsamen dunklen Bildwechsel gibt. Im rechten Chart sieht der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent neutral aus, die geringfügigen Überschwinger sind völlig unproblematisch. Diese Einstellung ist für Videos gut geeignet.

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3 Kommentare vorhanden


Auf TFT central wurde ebenfalls ein Test zu dem Monitor veröffentlicht.
http://www.tftcentral.co.uk/reviews/benq_bl2710pt.htm
Die Messungen zum Input lag sind hier aber wesentlich höher ausgefallen (über 20 ms). Zudem wurde auch nur ein Kontrast von 750:1 gemessen. Woran könnte das liegen? Lag hier möglicherweise eine andere Revision vor? Dies müsste dann ja schon fast ein anderer Bildschirm gewesen sein.
tftcentral hat auch beim VP2770 LED von Viewsonic schon einmal stark abweichende Inputlag-Werte gemessen.

Ohne es genau zu wissen, würde ich abweichende Messmethoden vermuten. Prinzipiell verlasse ich mich aber auf PRAD, die für mein Empfinden die besten und nach meiner Erfahrung die präzisesten Tests für Monitore abliefern.
"Bei schräger Sicht von oben ist ein Glow Effekt sichtbar, der eigentlich eher den IPS-Panels zuzuordnen ist."

Liegt vielleicht daran, dass ein IPS Panel verbaut ist? ^^

Das ist ein AHVA Panel (= IPS) und kein AMVA ;)

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