Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Asus PA328Q Teil 11


Exkurs: Zusammenspiel mit Hardware und Betriebssystem

Prinzipbedingt stellen UHD-/4K-Monitore aufgrund ihrer hohen Auflösung besondere Ansprüche an die Hardware-Komponenten, mit denen sie betrieben werden – besonders die Grafikkarte ist hier gefordert. Interessenten sollten also darauf achten, dass ihre Grafikkarten wirklich zum Umgang mit UHD-Monitoren fähig sind; sie sollten über entsprechenden RAM verfügen (empfehlenswert: mindestens 2 GB) und mit HDMI-2.0- beziehungsweise DisplayPort-1.2.-Anschlüssen ausgestattet sein, um das Monitorbild mit der vollen Bildfrequenz von 60 Hz wiedergeben zu können.

Ein weiterer Aspekt, der im Testbetrieb auffiel, zwar nicht dem Monitor angelastet werden kann, aber dennoch bedacht werden sollte, ist die Frage, wie die Computer-Betriebssysteme und die benutzte Software mit der hohen Auflösung umgehen.

Unter Mac OS X 10.9 (Mavericks) und 10.10 (Yosemite) erschienen die Menüleisten bei nativer Auflösung auf dem Display anstrengend klein, und die Anpassungsoptionen der Bildschirmdarstellung reichten nicht aus, um ein durchgehend konsistentes Erscheinungsbild in allen Anwendungen zu gewährleisten. In iTunes oder Mail etwa erschienen wichtige Komponenten der Programmoberfläche so klein dargestellt, dass beim Arbeiten mit diesen Anwendungen keine rechte Freude aufkommen wollte. Die Alternative wäre, den Monitor unter skalierten Auflösungen zu betreiben.

Ein ähnliches Bild ergab sich unter Windows 7, obwohl hier die systemweite Darstellung der Menüschriften in zwei Stufen auf 125 % beziehungsweise 150 % vergrößert werden kann. Windows 8 bietet die Option, alle Desktop-Elemente zu skalieren und damit besser an die hohe Bildschirmauflösung anzupassen.

Auch bei der eingesetzten Software sollten die Benutzer sich vergewissern, ob die Programme ihrer Wahl bei der Darstellung der Benutzeroberfläche Skalierungsoptionen anbieten, damit Werkzeugpaletten, Menüs und Fenster bei nativer Auflösung angemessen groß dargestellt werden können. Der Trend zu hochauflösenden Bildschirmen wird sich verstärken, insofern sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die gängigen Betriebssysteme Monitore mit hohen Auflösungen nahtlos und konsistent unterstützen. Ähnlich sollte die Entwicklung bei der Software verlaufen.

Im Augenblick jedoch sollten Nutzer unter Mac OS X oder Windows 7 noch mit einigen Ungereimtheiten bei der Darstellung von Menüs oder Desktopelementen auf UHD-/4K-Monitoren rechnen. Inwiefern diese Inkonsistenzen als störend empfunden werden, muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden.


Bewertung
++
++
++
+/-
++
++
++
+
+/-
- (++) *
+/-
++
+
+
+
+
+
+
+/-
+
+
+
Kein Preis verfügbar
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

* mit aktivierter "Gleichförmigkeitskompensation"

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Der ASUS PA328Q beeindruckt auf den ersten Blick vor allem durch seine schiere Größe; der üppige Platz auf dem Bildschirm dürfte vor allem jene Anwender erfreuen, die häufig mit Programmen arbeiten, deren Oberfläche von vielen Werkzeugpaletten dominiert wird, wie es etwa bei Bildbearbeitungsprogrammen, Videoschnitt-Software oder grafischen Bearbeitungs-Tools der Fall ist.

Den Ansprüchen anspruchsvoller und/oder professioneller Nutzer kommt der ASUS PA328Q auch durch seine hervorragende Abdeckung des sRGB-Farbraumes, umfangreiche Farbeinstellungen wie der Sechs-Achsen-Farbkontrolle und dem gut entspiegelten Display entgegen. Zudem bietet der Monitor ergonomische Annehmlichkeiten, die auch stundenlanges Arbeiten ermüdungsfrei ermöglichen sollte. Das ungewöhnliche OSD-Bedienkonzept erwies sich nach kurzer Einarbeitungszeit als sehr wirkungsvoll und intuitiv, obwohl die Bedientasten an der Monitorrückseite quasi blind bedient werden.

Die Bilddarstellung gelingt dem ASUS PA328Q generell sehr gut; bei Bewegtbildern in Videos waren keine Schlieren oder Nachwischer festzustellen, statische Bilder reproduziert der Monitor aufgrund seiner großen Farbraumabdeckung ebenfalls sehr sauber. Die gute Blickwinkelstabilität erleichtert zusätzlich den Umgang mit dem Monitor.

Etwas schwächelnd zeigt sich der ASUS PA328Q bei der ungleichmäßigen Ausleuchtung und bei der Helligkeitsverteilung, die sich durch das Aktivieren der "Gleichförmigkeitskompensation" zwar deutlich verbessern lässt, aber dann keinen Zugriff mehr auf die Helligkeitseinstellung zulässt. Auch der für IPS-Panels typische Glow macht sich besonders bei dunklen Bildern intensiv bemerkbar, fiel in der Praxis beim Betrachten von Video-/DVD-Sequenzen jedoch nicht übermäßig störend auf.

Der ASUS PA328Q reiht sich in die Riege der 32 Zoll Monitore mit einem guten Ergebnis ein. Der derzeitige Online-Preis von knapp unter 1.300 Euro ist für die gebotene Leistung angemessen.

Gesamturteil: GUT

 << < 4 5 6 7 8 9 10 11 

3 Kommentare vorhanden


Ich habe die letzten Tage nur noch sporadisch reingeschaut, um zu sehen, ob ihr den Monitor getestet habt. Habe ehrlich gesagt schon fast nicht mehr daran geglaubt, doch wow, was durfte ich dort sehen ...
Ihr habt euch doch noch an einen Test rangewagt. Vielen Dank dafür =)
Ich selbst gucke momentan auf dieses Schmuckstück und bin im Großen und Ganzen zufrieden. :-)
Derzeit nutze ich noch Windows 7, weshalb die Skalierung nicht optimal aber okay ist.
Was mir an dem Monitor allerdings nicht so gefällt ist, dass er von Zeit zu Zeit beim ändern der Bildwiederholungsfrequenz auf 24Hz zum besseren schauen von Filmen, diese Frequenz nicht immer direkt übernimmt und einen statt dessen mit hässlichen, großflächigen, grünen Fragmenten belohnt.
Des Weiteren scheinen sich die Bedienelemente auf der Rückseite gelegentlich selbst außer Funktion zu nehmen. Ein Aufrufen des Bedienmenüs oder gar ausschalten des Monitors sind dann nicht mehr gegeben. Notlösung: Kaltgerätestecker ziehen - Schade :-(
Ich hoffe demnächst auf ein Update welches solche Fehler behebt. Eine genauere Bedienungsanleiung, z.B. mit dem Hinweis, dass der "sRGB Modus" nur via. DisplayPort funktioniert und nicht via HDMI wären auch durchaus hilfreich.
Ich freue mich schon darauf, Ende des Jahres Bildmaterial mit höchsten Bitraten über den Monitor zu jagen, um zu schauen was 4K noch alles zu bieten hat :D
PA328Q - PB328Q
Beim PB328Q beziehen sich einige Käufer auf diesen Test hier. Wohlmöglich weil der Moitor auch wirklich oftmals als PB328q im Prad PA328Q Test erwähnt wird.
Vileicht sollte Asus mal die Namensgebung ändern und Prad den Text :-)
Ein Test des PB328Q wäre ja interessant. Auch wenn englische Seiten das schon gemacht haben.

Verblüfend das scheinbar einige Leute sich einen 2K Monitor kaufen und den Test dieses 4K dazu herangezogen haben und es nicht mal gemerkt haben. Doppelte Auflösung /MVA VS IPS usw. Da sieht man mal was der 4k Wahn auslöst lol
Der PB328Q ist überigends ein klasse Monitor fürs Geld. Auch wenn im vergleich viele Features fehlen. Denn die vom PA Modell hat er auch.

https://www.asus.com/Product-Compare/?products=JJsUPMhMQckPRvy3,nw8NHAAXD35y4K6K
Der Monitor wurde im Test genau einmal als PB328Q erwähnt. Das habe ich geändert. Wer einen Test, in dem 46 mal der korrekte Name genannt wird und einmal nicht, einem anderen Monitor zuordnet, kann den Test definitiv nicht gelesen haben!

LG BUSINESS MONITORE
(Anzeige) In der neuen LG Business Area stellen wir die besten Business Displays aus dem Hause LG vor. Denn wer ermüdungsfrei und ergonomisch arbeiten will, benötigt auch das richtige Arbeitsgerät. Neben Testberichten finden Sie auch lesenswerte Artikel zu den Themen "Der ergonomische Arbeitsplatz", "Höhere Produktivität durch 21:9 Monitore" und vieles mehr. Hier weiterlesen!
Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!