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TESTBERICHT: Asus PA329Q

Einleitung

ASUS zielt mit seiner ProArt-Reihe auf professionelle Anwender im Bereich der Foto- und Videobearbeitung ab, die höchste Ansprüche auf eine akkurate Farbwiedergabe legen. Das neue Flaggschiff bildet hier der PA329Q. Der 4K-Monitor kommt mit einer gigantischen 32-Zoll-Diagonalen im 16:9-Format und hat eine native Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln.

Schon alleine die riesige Display-Fläche macht den PA329Q für alle interessant, die viel Platz zum Arbeiten brauchen oder ihre Ergebnisse vor einem größeren Publikum vorführen möchten. Das blickwinkelstabile 10-Bit-IPS-Panel deckt dabei nicht nur den sRGB- und HDTV-Farbraum (Rec.709) zu 100 Prozent, sondern auch Adobe RGB nahezu vollständig ab. Die interne Verarbeitung erfolgt dabei mittels 14-Bit-LUT, um auch besonders feine Farbverläufe ohne Banding-Effekte zu garantieren.

Jedes ProArt-Gerät wird von ASUS bereits ab Werk vorkalibriert und mit einer Farbabweichung von Delta E < 2 ausgeliefert. Ab Werk sind Presets für sRGB und Adobe RGB vorhanden. Zusätzlich kann das Gerät mit der "ASUS ProArt Calibration Technology" hardwareseitig kalibriert werden. Das ist vor allem für Videografen interessant, da so Farbraumemulationen direkt auf dem IC-Chip des Monitors abgelegt werden können. Damit ist dann auch außerhalb von Farbmanagement-fähigen Anwendungen eine exakte Farbraumwiedergabe möglich.

Auch die restliche Ausstattung mit einer Vielzahl an Anschlüssen, USB-3.0-Hub, Kartenleser und PiP-Funktion lässt kaum Wünsche offen. Obwohl bereits letztes Jahr vorgestellt, ist das Gerät im Online-Handel zum Zeitpunkt der Testerstellung nur in einem Shop für ca. 1.298 EUR erhältlich.

Hands on Video zum ASUS PA329Q

Lieferumfang

Auch der Lieferumfang fällt großzügig aus. Für alle Anschluss-Arten sind hochwertige Kabel bereits vollständig enthalten (DisplayPort, HDMI, USB-3.0-Hub, Netzkabel). Nicht selbstverständlich sind auch die beiliegenden Kabelbinder. Das DP-Kabel ist am einen Ende normal und am anderen als Mini-DP ausgeführt. Da der Monitor beides bietet, während Grafikkarte bzw. Notebook in der Regel nur das eine oder das andere haben, ist man mit dieser Lösung am flexibelsten.

Mitgeliefertes Zubehör

Auf der CD findet man das Handbuch und die Software zur Kalibrierung. Ein Standard-Farbprofil und ein Treiber sind ebenfalls dabei. Damit wird der PA329Q auch in dem Gerätemanager und der Farbverwaltung namentlich richtig erkannt. Daran könnten sich andere Hersteller durchaus ein Beispiel nehmen.

Optik und Mechanik

Da das riesige Display mit 12,5 kg schon ein recht ordentliches Gewicht hat, freut es umso mehr, wie einfach die Montage vonstatten geht. Standbein und -fuß sind aus einem Stück bzw. bereits vormontiert und müssen nur noch auf der Display-Rückseite eingeklinkt werden. Zum Lösen dient ein kleiner Knopf.

Montage des Standbeins

Dabei macht die gesamte Verarbeitung einen sehr robusten und hochwertigen Eindruck. Der ASUS PA329Q besitzt ein schwarz-mattes, leicht angerautes Kunststoffgehäuse – keine superflache Design-Ikone, aber doch ein erstaunlich schickes und elegantes Arbeitstier.

Ansichten: vorne und hinten in der höchsten Stellung

Ansichten: vorne und hinten in der niedrigsten Stellung

Auch bei den Ergonomiefunktionen bleiben keine Wünsche offen. Der PA329Q kann um 13 cm in der Höhe verstellt und jeweils um 60° in beide Richtungen gedreht werden. Alle Ergonomiefunktionen lassen sich dabei sehr leichtgängig und recht präzise einstellen.

Ansichten: 60°-Drehung nach links und rechts

Das gilt vor allem auch für die Höhenverstellung und die Neigung. Mit +20° ist eine ausreichende Verstellung möglich und gerade bei einem so großen Display auch wirklich wichtig. Die Option, das Display in das Hochformat zu drehen, ist natürlich vorhanden. Die Umstellung erkennt der PA329Q auf Wunsch automatisch und dreht dann das OSD und das ASUS-Start-Logo entsprechend mit.

Ansichten: seitlich mit Neigungswinkel und in Pivot

Dass sehr durchdachte Design von ASUS fällt an vielen Stellen auch bei Kleinigkeiten positiv auf. So hat beispielsweise das Standbein sowohl am Fuß als auch am Gelenk zum Display hin eine Grad-Einteilung.

Standbein und Standfuß

Ferner ist im Standbein ein Schlitz für die Kabelführung vorhanden. Die Kabel lassen sich so praktisch vollständig unsichtbar verstecken. Wenn man etwas Luft lässt, dann ist mit dieser Lösung auch ein häufiger Schwenk in das Hochformat kein Problem.

Kabelführung

Die Stromversorgung ist beim PA329Q direkt im Gehäuse untergebracht. Ein dedizierter Netzschalter ist vorhanden und kann auch vor dem Display sitzend noch relativ gut ohne Sichtkontakt erreicht werden. Trotz der Unterbringung des Netzteils im Gehäuse konnten wir aber auch nach längerem Betrieb praktisch nur eine geringe und zudem sehr gleichmäßige Erwärmung der Display-Rückseite feststellen. Zudem sind relativ großzügige Lüftungsschlitze vorhanden.

Lüftungsschlitze auf der Gehäuserückseite

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim ASUS PA329Q keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Stand-by als auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

  Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 138,3 W 67 W
Betrieb typisch - -
140 cd/m² - 38,3 W
Betrieb minimal - 25,9 W
Energiesparmodus (Standby) < 1,4 W 0,6 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0 W 0,5 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0 W 0 W

* Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

ASUS nennt im Datenblatt einen Maximalverbrauch von 138,3 Watt. Nach unseren Messungen liegt der Maximalverbrauch mit 67 Watt sogar 52 Prozent darunter. Der Power-Button senkt den Verbrauch fast auf Null, es sind lediglich noch 0,5 Watt messbar. Im Stand-by-Modus messen wir 0,6 Watt, die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie werden sehr gut eingehalten. Mittels des Netzschalters lässt sich der Stromverbrauch auch vollständig abschalten.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 38,3 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 1,0 cd/W. Für ein 4K-Gerät in dieser Größe ein erstaunlich guter Wert.

Anschlüsse

Auch bei den Anschlüssen ist der PA329Q ausgesprochen großzügig ausgestattet und scheint mit gleich vier HDMI-2.0-Zugängen vor allem die Videografen im Blick zu haben. Auch DisplayPort (V 1.2) ist doppelt vorhanden – einmal normal und einmal als MiniDP. Der USB-3.0-Hub bietet fünf Downstream-Anschlüsse – zwei auf der Rückseite und drei im Rahmen links integriert. Dort ist auch der 9-in-1-Kartenleser zu finden.

Anschlüsse

USB-3.0-Hub und 9-in-1-Kartenleser

Bedienung

Die Bedienung des PA329Q erfolgt über angenehm große Drucktasten und einen Mini-Joystick auf der Rückseite. Die Position der Tasten ist am Rahmen vorne gut sichtbar gemacht. Die sechs Tasten dienen dem Schnellzugriff auf wichtige Funktionen und zum Ein-/Ausschalten. Die Navigation durch das Menü erfolgt mit dem Mini-Joystick. Die Bedienung ist damit ausgesprochen intuitiv und die verwendete Logik durchgängig. Da ist ASUS manch anderem Hersteller einen Tick voraus.

Rahmen vorne, Tasten auf der Rückseite

OSD

Für die Optik des OSD gilt das nicht so ganz. Zumindest sollte es beizeiten an die hohe Auflösung des Displays angepasst werden. Inhaltlich ist es zwar klar strukturiert, aber auf neun Hauptebenen verteilt. Angesichts des zur Verfügung stehenden Platzes ließe sich das durchaus auch noch etwas straffen.

OSD: Hauptmenü mit Bildmodi und Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch ASUS)

OSD: Weitere Bildeinstellungen und PiP-Funktion (Screenshot Handbuch ASUS)

Unverständlich ist aber vor allem, dass es weder im Standardmodus noch in den User-Modi möglich ist, in die erweiterten Bildeinstellungen zu gelangen, um beispielsweise das RGB-Gain anzupassen.

Trotz dieser Kritikpunkte ist die Bedienung des ASUS PA329Q insgesamt erstklassig.

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1 Kommentar vorhanden



Ich habe diesen Monitor heute gekauft und ich werde ihn mit einem SPyder5 Pro kalibrieren. Also schlägst du mir vor, die Uniformitätsoptimierung nicht zu kalibrieren?

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