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TESTBERICHT: BenQ PD2700Q Teil 8


DVD und Video

Für den Anschluss von HD-Zuspielern wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielkonsolen kann nur der HDMI-Eingang und bei neueren HD-Zuspielern auch der DP-Zugang genutzt werden. Damit ist prinzipiell auch eine Wiedergabe von 10-Bit-Videomaterial möglich, wie es dem Rec.-709-Standard entspricht.

Test der Videoeigenschaften (Sintel)

Für die Betrachtung von Videofilmen eignet sich bereits die Standardeinstellung des Monitors gut. Der Rec.-709-Wiedergabemodus wirkt etwas nüchtern. Uns hat hier der Low-Blue-Light-Modus besser gefallen, der insgesamt einen etwas lebendigeren Farbeindruck vermittelt. In dieser Konfiguration haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der BenQ PD2700Q zeigt dabei ein detailreiches und scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben. Hauttöne wirken natürlich, und die Durchzeichnung in hellen und auch in dunklen Passagen ist gut. Nachzieheffekte traten nicht auf.

Die Farbwiedergabe gefiel uns auch in rasch bewegten Szenen gut. Die scharfe Wiedergabe von schnell bewegten Bilddetails zeigte leichte Bildunschärfen. Der AMA-Modus sollte hier jedoch nicht von "Hoch" auf "Premium" gesetzt werden, sonst werden Halo-Effekte um schnell bewegte Objekte sichtbar.

Filme mit mehreren Zuschauern sind mit dem PD2700Q problemlos möglich. Die geringe Blickwinkelabhängigkeit schränkt den Filmspaß selbst bei sehr weit außen sitzenden Zuschauern nur wenig ein.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die Skalierung von Bildmaterial stellt für Software-Player mit ihren umfangreichen Konfigurationen am Computer in der Regel kein Problem dar. Externe BD-Player verfügen meist nicht über dieses Qualitäten, so dass der Monitor diese Aufgabe übernehmen muss.

Filme im 21:9-Kinoformat werden beim BenQ PD2700Q mit breiten schwarzen Balken wiedergegeben und können nicht auf Vollbild skaliert werden. HD- und SD-Bildmaterial werden zunächst auf eine Vollbildwiedergabe gestreckt, können aber auch im richtigen Seitenverhältnis wiedergegeben werden.

Mit progressivem Material kommt der PD2700Q besser zurecht als mit Videomaterial im Interlaced-Zeilensprungverfahren. Die Wiedergabe von 3:2-Signalen ist ansprechend, auch wenn hier Mikroruckler erkennbar sind. Bei den in Europa verbreiteten PAL-2:2-Signalen werden Moiré-Effekte stärker sichtbar und das Bild wirkt etwas unruhiger.

Overscan

Eine Overscan-Funktion bietet BenQ für den PD2700Q nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Für die Anpassung des Signallevels bietet der PD2700Q im erweiterten Bildmenü die Option "HDMI-RGB PC-Bereich" an. Dort kann der Bereich der Farbskalen RGB (0-255) oder RGB (16-235) bestimmt und automatisch oder manuell angepasst werden. In unserem Falle blieb diese auch mit einem HDMI-Eingangssignal ausgegraut. Ebenso die Dynamic-Contrast-Funktion, die automatisch die Verbreitung eines visuellen Eingangssignals erkennen und im Bereich von 0 bis 5 die Einstellung eines optimalen Kontrastverhältnisses erlauben soll.


Bewertung
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395,21 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Mit dem PD2700Q LED hat BenQ einen eleganten 27-Zoll-Monitor mit einer WQHD- Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln vorgestellt. Ergonomisch lässt der flickerfreie und mit einem regelbaren Low-Blue-Light-Modus ausgestattete IPS-Monitor keine Wünsche offen. Bereits in der Werkseinstellung überzeugt der Monitor mit einem kontrastreichen, farbintensiven und sehr gut abgestimmten Bild. Sowohl der sRGB-Farbraum als auch der Rec.-709-Farbraum werden vollständig zu 100 % abgedeckt.

BenQ hat den Monitor für den Einsatz von Video-Enthusiasten optimiert. Dabei hat der Hersteller dem PD2700Q nicht nur eine 10-Bit-Auflösung spendiert, sondern auch eine Optimierung für den Rec.-709-Farbraum vorgenommen, der im kalibrierten Zustand sehr gut wiedergegeben wird und die Farben besser reproduziert, als dies bei einer Kalibration auf den sRGB-Farbraum der Fall ist. Der Gammawert kann über einen breiten Bereich von 1,8 bis 2,6 variiert werden. Die Anpassung an den sRGB-Verlauf gelingt jedoch nur durch den Verzicht auf eine gute Delta-C-Range-Wertung.

Leider lässt die Helligkeitsverteilung zu den Bildecken hin zu wünschen übrig und führte hier zu einer schlechten Bewertung. Sie trübt das ansonsten sehr gute Ergebnis für Video-Enthusiasten oder Designer, wie BenQ die Zielgruppe definiert.

Der BenQ PD2700Q bietet viel Monitor und einen preisgünstigen Einstieg in die 10-Bit-Videowelt. Wer Color-Grading betreiben möchte, wird diesen Mehrwert begrüßen. Da die Helligkeitsverteilung sich doch von Gerät zu Gerät unterscheiden kann, würden wir dem BenQ in jedem Fall eine Chance geben.

Gesamturteil: GUT


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