Test Monitor BenQ PD2700Q
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Bedienung

Die Bedienung des BenQ PD2700Q LED erfolgt über sechs haptisch unterscheidbare Bedientasten, die rückseitig am rechten Display-Rand angebracht sind. An der Vorderseite sind für eine visuelle Orientierung lediglich ein Symbol für die Einschalttaste und fünf kleine weiße Punkte angeordnet, die die Position der rückseitig angebrachten Bedientasten andeuten.

Ganz unten befindet sich die Einschalttaste mit einem kleinen LED-Symbol. Die Funktion der anderen Tasten wird erst erkennbar, wenn man eine der Tasten oberhalb der Einschalttaste drückt und damit ein kleines Kurzwahlmenü oder die entsprechende Funktion der Taste am rechten Bildschirmrand eingeblendet wird.

Die Tasten arbeiten mit einem leicht hörbaren Knacken und einem deutlichen Druckpunkt. Die Bedienung wird erleichtert, wenn man den Daumen auf den Display-Rahmen auflegt und die Finger zur Bedienung der rückseitig angeordneten Tasten nutzt. Allerdings schleicht sich ein Parallaxenfehler ein, wenn man leicht erhöht oder niedrig vor dem Monitor sitzt. Dann kann es passieren, dass man nicht die richtige Taste erwischt und die Navigation einen verwirrenden Eindruck hinterlässt.

Benq Pd2700q Monitor Bedientasten
Die Bedientasten des PD2700Q sind auf der Rückseite angebracht

Als Betriebsanzeige dient eine am seitlichen Display-Rand angebrachte LED, die bei eingeschaltetem Monitor grün und im Standby-Zustand gelb leuchtet. Sitzt man vor dem Monitor, sieht man diese LED nicht. Sie kann damit auch nicht als störend wahrgenommen werden, da sie durch den Rahmen verdeckt ist. Abschalten lässt sie sich nicht.

OSD

Das Kurzwahlmenü wird gestartet, indem man eine beliebige der fünf Tasten drückt. Die obersten drei Tasten können in ihrer Kurzwahlfunktion angepasst werden. Mit der vierten Taste gelangt man ins Hauptmenü, das übersichtlich gestaltet ist, durch den Aufruf mehrerer Untermenüs aber auch unnötig komplex wirken kann.

Die Menüstruktur ist klassisch aufgebaut und orientiert sich an den Hauptfunktionen eines Monitors: Die Wahl des Eingangssignals, das in verwirrender Weise auch als Eingabe bezeichnet wird, die Anpassung klassischer und erweiterter Bildparameter sowie die Anpassung von Audio- und Systemeinstellungen. Gelegentlich muss man blättern, um weitere Menüpunkte des Untermenüs zu sehen. Je nach Betriebsart oder nach Anzahl der angeschlossenen Geräte können einige Funktionen ausgegraut sein.

Benq Pd2700q Monitor Osd 1
OSD-Hauptmenü (aus Handbuch BenQ)

Wie für einen Grafikermonitor üblich, können Farbtemperatur und Gammawert über einen breiten Bereich angepasst werden. Beim Gammawert bietet der Monitor ein enormes Spektrum. Werte können hier mit einer Schrittweite von 0,2 zwischen 1,8 und 2,6 ausgewählt werden. Die Farbtemperatur wird hingegen nicht in der gebräuchlichen Einheit Kelvin angegeben und die Auswahl wird auf die Einstellungen „Normal“, „Bläulich“ und „Rötlich“ begrenzt. Ausgegraut ist die Option „Benutzerdefiniert“, die zur Anpassung der einzelnen Farbkanäle führt. Sie ist erst nutzbar, wenn man im erweiterten Bildmenü den Bildmodus „Nutzer“ wählt, der nicht unmittelbar auffindbar ist und erst durch Scrollen mit den Menütasten sichtbar wird.

Mit den Bildmodi „Rec.709“, „sRGB“, „CAD/CAM“, „Dunkelkammer“, „SPAR“, „Low Blue Light“ und „Animation“ bietet der PD2700Q eine Vielzahl an Voreinstellungen an, die in den letzten beiden Fällen noch weiter angepasst werden können. Mit dem Modus „SPAR“ ist übrigens der Eco-Mode und nicht irgendein Industriestandard gemeint. Rec. 709 ist ein HDTV-Standard, mit dem zulässige Bildwiederholraten spezifiziert und auch Blu-ray-Discs wiedergegeben werden. Vom Farbraumvolumen ist er mit dem im Webbereich gebräuchlichen sRGB-Farbraum verwandt, auch wenn ersterer andere Gammawerte und neben 8 Bit noch eine 10-Bit-Farbcodierung zulässt.

BenQ sorgt im Rec.-709-Farbraum insbesondere für eine geringe Bildschirmhelligkeit (17) und etwas dunklere Tiefen. Der Bildmodus „Animation“ verstärkt hingegen den Kontrast von Schatten, während „CAD/CAM“ dies allgemein bei CAD-/CAM-Anwendungen tut. Mit „Low Blue Light“ lässt sich der Blauanteil des Farbspektrums verringern, was ein augenschonenderes Arbeiten ermöglicht.

Als Besonderheit weist der PD2700Q im erweiterten Bildmenü eine DualView-Anzeige auf, mit der der rechten Bildhälfte des Monitors separat ein Bildmodus zugewiesen werden kann. Damit können die Unterschiede zwischen den einzelnen Bildmodi noch deutlicher und nachvollziehbarer voneinander abgegrenzt und beurteilt werden. Eine zeitgleiche Wiedergabe von zwei Signalquellen ist mit dem PD2700Q hingegen nicht möglich.

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Benq Pd2700q Monitor Osd 3
Links Menü „Farbe“, rechts Menü „Bildmodus“

Auch für das Zurücksetzen des Monitors in den Ausgangszustand haben die BenQ-Ingenieure eine neue Sprache gefunden und dies in den Systemeinstellungen mit dem Wort „Vorgabe“ benannt. Wer mit BenQ-Monitoren vertraut ist, sollte diese sprachlichen Hürden bereits überwunden haben.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo zusammen,
    habe mir gerade diesen Monitor gekauft und angeschlossen.
    Hilfe, ich sehe deutliche vertikale Streifen im 1mm Abstand und Farbverläufe sind total fleckig.

    Weiß jemand was los ist ?

    (Meine Grafikarte: Geforce GTX680 SLI)

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