Test Monitor BenQ PD2700Q
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall befinden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Benq Pd2700q Monitor 60Hz Netz Aus
Benq Pd2700q Monitor 60Hz Netz Hoch
Netzdiagramm Reaktionszeit „Aus“ (links) und „Mittel“ (Hoch)
Benq Pd2700q Monitor 60Hz Netz Premium
Netzdiagramm Reaktionszeit „Premium“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit (23 ms) und der halben mittleren Bildwechselzeit (5,8 ms). Der Input-Lag ist mit 28,8 ms sehr lang und damit zu hoch für schnelle FPS-Titel. Langsame RTS- oder (MMO)RPG-Games sind hingegen durchaus spielbar.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Subjektive Beurteilung

Im Praxistest waren bei einfachen Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Das Bild wirkt auch bei schnellen Bewegungen sehr sauber, und im PixPerAn-Lesbarkeitstest konnten wir mehrfach problemlos Stufe 8 und vereinzelt auch Stufe 9 erreichen, was ein guter Wert ist. Die Schlierenbildung fällt auch bei sehr schnellen Bewegungen sehr gering aus. Das Panel reagiert zügig, so dass es auch problemlos für einfache Spiele verwendet werden kann. Mit der Overdrive-Funktion „AMA“ soll die Graustufen-Reaktionszeit des Panels verbessert werden. Im Lesbarkeitstest konnten wir damit keine Verbesserung erzielen. Bei der Darstellung des Rennautos zeigte die Einstellung „Premium“ hingegen ein weiteres Schlierenbild mit deutlicher Halo-Zeichnung.

Benq Pd2700q Monitor Schliertest 1
Benq Pd2700q Monitor Schliertest 2
Bewegungsunschärfe und Schlierenbildung bei sehr schnellen Bewegungen

Die Verschlusszeit beider Fotos beträgt 1/60 Sekunde und wurde entsprechend der Bildwiederholrate des Monitors gewählt. Dabei wählen wir in PixPerAn die maximale Geschwindigkeitseinstellung 16. Auch bei längeren Verschlusszeiten von 1/30 oder 1/20 Sekunde, die dem zeitlichen Wahrnehmungsfenster des Auges näherkommen, ändern sich die gezeigten Schlierenbilder nur geringfügig. Die Anzahl der dargestellten Rennwagen und der Schliertexte bleibt sehr gering, so dass selbst bei schnellen Bewegungen noch eine hohe Detailtreue und Lesbarkeit gewährleistet bleiben.

Sound

Tonsignale empfängt der PD2700Q über den HDMI-, den DP- oder den Mini-DP-Eingang. Sie können über den Kopfhörer-Ausgang oder über die beiden eingebauten Boxen mit einer Leistung von 2 x 1 Watt wiedergegeben werden. Klanglich erfüllen die Boxen eher informative Zwecke. Sie können im OSD-Menü auch stummgeschaltet werden. Wer häufiger einen Kopfhörer benutzt, kann bei der Montage den kleinen blauen Haken montieren, um den Kopfhörer am Tragarm aufhängen zu können.

DVD und Video

Für den Anschluss von HD-Zuspielern wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielkonsolen kann nur der HDMI-Eingang und bei neueren HD-Zuspielern auch der DP-Zugang genutzt werden. Damit ist prinzipiell auch eine Wiedergabe von 10-Bit-Videomaterial möglich, wie es dem Rec.-709-Standard entspricht.

Benq Pd2700q Monitor Video
Test der Videoeigenschaften (Sintel)

Für die Betrachtung von Videofilmen eignet sich bereits die Standardeinstellung des Monitors gut. Der Rec.-709-Wiedergabemodus wirkt etwas nüchtern. Uns hat hier der Low-Blue-Light-Modus besser gefallen, der insgesamt einen etwas lebendigeren Farbeindruck vermittelt. In dieser Konfiguration haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der BenQ PD2700Q zeigt dabei ein detailreiches und scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben. Hauttöne wirken natürlich, und die Durchzeichnung in hellen und auch in dunklen Passagen ist gut. Nachzieheffekte traten nicht auf.

Die Farbwiedergabe gefiel uns auch in rasch bewegten Szenen gut. Die scharfe Wiedergabe von schnell bewegten Bilddetails zeigte leichte Bildunschärfen. Der AMA-Modus sollte hier jedoch nicht von „Hoch“ auf „Premium“ gesetzt werden, sonst werden Halo-Effekte um schnell bewegte Objekte sichtbar.

Filme mit mehreren Zuschauern sind mit dem PD2700Q problemlos möglich. Die geringe Blickwinkelabhängigkeit schränkt den Filmspaß selbst bei sehr weit außen sitzenden Zuschauern nur wenig ein.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die Skalierung von Bildmaterial stellt für Software-Player mit ihren umfangreichen Konfigurationen am Computer in der Regel kein Problem dar. Externe BD-Player verfügen meist nicht über dieses Qualitäten, so dass der Monitor diese Aufgabe übernehmen muss.

Filme im 21:9-Kinoformat werden beim BenQ PD2700Q mit breiten schwarzen Balken wiedergegeben und können nicht auf Vollbild skaliert werden. HD- und SD-Bildmaterial werden zunächst auf eine Vollbildwiedergabe gestreckt, können aber auch im richtigen Seitenverhältnis wiedergegeben werden.

Mit progressivem Material kommt der PD2700Q besser zurecht als mit Videomaterial im Interlaced-Zeilensprungverfahren. Die Wiedergabe von 3:2-Signalen ist ansprechend, auch wenn hier Mikroruckler erkennbar sind. Bei den in Europa verbreiteten PAL-2:2-Signalen werden Moiré-Effekte stärker sichtbar und das Bild wirkt etwas unruhiger.

1 KOMMENTAR

  1. Hallo zusammen,
    habe mir gerade diesen Monitor gekauft und angeschlossen.
    Hilfe, ich sehe deutliche vertikale Streifen im 1mm Abstand und Farbverläufe sind total fleckig.

    Weiß jemand was los ist ?

    (Meine Grafikarte: Geforce GTX680 SLI)

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